Gedränge vor dem Tor der Wanderers: Dennoch reichte es für die Hausherren vom EV Fürstenfeldbruck nicht für Punkte im Derby.
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Gedränge vor dem Tor der Wanderers: Dennoch reichte es für die Hausherren vom EV Fürstenfeldbruck nicht für Punkte im Derby.

Eishockey Landesliga

Der EVF macht den Wanderers Germering im Derby das Leben schwer

  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
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  • Dieter Metzler
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Mit ihrem Wochenende können die Wanderers Germering und der EV Fürstenfeldbruck zufrieden sein. Der EVF holte trotz Dreifach-Einsatz einen Sieg, Germering zwei.

Fürstenfeldbruck – Zwei Niederlagen und ein Sieg waren die Ausbeute des EV Fürstenfeldbruck am vergangenen Wochenende, als die Mannschaft von Trainer Roman Mucha gleich dreimal aufs Eis musste. Am Freitagabend verlor der EVF das Heimspiel gegen den EHC Bad Aibling mit 2:4 (0:1, 0:1, 2:2) Toren. Im Nachholspiel gegen die SG Schliersee/Miesbach gelang den Bruckern am Samstag mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) zumindest ein Sieg. Das Derby um die inoffizielle Landkreis-Krone endete am Sonntagabend vor 180 Zuschauern im Brucker Freiluftstadion mit einer 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)-Niederlage der Brucker gegen die Wanderers aus Germering.

Nach Corona-Pause: Wanderers brauchen Anlauf für den Sieg gegen Burgau

Bereits am Freitag haben die Wanderers das Spitzenspiel gegen Burgau für sich entschieden. Allerdings war der knappe 6:5 (2:2, 0:1, 4:2)-Sieg ein hartes Stück Arbeit. Am Ende blieben die Germeringer vor gut 150 Zuschauern im Polariom in dieser Landesliga-Spielzeit aber weiterhin ungeschlagen.

Die zweiwöchige Corona-Pause war den Hausherren deutlich anzumerken. Vor allem im ersten Spielabschnitt taten sich die Wanderers schwer, ins eigene Spiel zu finden. Burgau präsentierte sich sowohl läuferisch als auch spielerisch stark und ging prompt mit 2:0 in Führung.

Doch Wohl dem, der einen Verteidiger wie Maximilian Raß in seinen Reihen hat. Der 29-Jährige verhindert nicht nur Tore, er weiß auch wo der gegnerische Kasten steht. Dem Spielverlauf nach zwar schmeichelhaft, glich Raß die Partie aber mit zwei Treffern innerhalb von drei Minuten noch vor der Pause aus.

Ab dem Mitteldrittel kamen die Germeringer etwas besser in Tritt und spielten sich immer häufiger vor dem Gehäuse von Burgau fest. Das Tor erzielten aber die Gäste. Und so gingen die Wanderers mit einem 2:3-Rückstand in den Schlussabschnitt.

In den finalen 20 Minuten gelang den Hausherren dann aber eine beeindruckende Aufholjagd. Kapitän Quirin Reichel und sein Team feuerten ein wahres Offensivfeuerwerk ab und entschieden das Spitzenspiel mit vier Treffern für sich. Die weiteren Tore gingen auf die Konten von Louis Kolb (2), Nico Rossi und Michael Fischer.

Wanderers werden ihrer Favoritenrolle nur phasenweise gerecht

Der Tabellenführer aus der Nachbarstadt wurde seiner Favoritenrolle aber nicht wirklich gerecht. Auch wenn die Wanderers mehr Spielanteile besaßen, so traf die Aussage von EVF-Abteilungsleiter Sam Fuchs am Ende zumindest teilweise zu: „Wir wollen Germering so lange wie möglich ärgern.“ Das ist den Bruckern gelungen.

Durch Dominik Schulz ging der Favorit zwar bereits nach sieben Minuten in Führung, doch die Kreisstädter hielten die Partie offen und kamen ihrerseits zu guten Chancen. Manuel Deml schaffte in der 33. Minute den nicht unverdienten 1:1-Ausgleich. Erfreuen konnte sich der EVF allerdings nicht lange am Remis, dann marschierte Luis Kolb durch die halbe Brucker Abwehr und brachte Germering erneut in Führung. Frederik Hoffmann hätte in guter Schussposition das 2:2 machen können. Er scheiterte am früheren Brucker Raphael Holub im Tor der Wanderers.

Die „Strafe“ folgte auf den Fuß in Form des 3:1 durch Dennis Sturm. Acht Minuten vor dem Ende wurde Germerings Schulz unglücklich vom Puck am Kopf getroffen. Die Partie musste für zehn Minuten unterbrochen werden, der Spieler wurde notärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Michael Dorfner erzielte als es wieder weiterging den 4:1-Endstand für Germering.

Brucker sammeln gegen den EHC Bad Aibling 19 Strafen

Im Spiel am Freitagabend gegen den EHC Bad Aibling sorgte vor allem Schiedsrichter Alexander Klauser für viel Unmut. „Das hat mit Sport nichts mehr zu tun, wenn ein Referee ein Spiel derart beeinflusst“, sagte ein Zuschauer. Vor allem, die Plätze auf der Brucker Strafbank blieben ständig belegt. Allein 19 Strafen verhängte der Schiedsrichter gegen die Brucker, die in der Fünf-Minuten plus Matchstrafe für Maxi Kolb gipfelten. Der Brucker war damit für das Spiel in Miesbach gesperrt. Drei Treffer mussten die Brucker in Unterzahl hinnehmen, der letzte fiel, als der EVF alles auf eine Karte setzte und seinen Goalie vom Eis nahm. Zuvor hatten Frederik Hoffmann den 1:2-Anschluss und später Philipp Brunenberg den 2:3-Anschluss erzielt.

In Miesbach zeigte das Team eine starke Leistung. In der torarmen Begegnung brachte Philipp Steidle den EVF mit einem Schuss von der blauen Linie in Führung (29.), als die Brucker mit einem Mann mehr auf dem Eis standen. Als die SG im Schlussdrittel auf den Ausgleich drängte, sorgte Benedikt Pfeil mit dem 2:0 für die Entscheidung.

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