Bedröppelte Mienen bei den Landesliga-Tabellenführern. Die Saison ist für Wanderers endgültig vorbei.
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Bedröppelte Mienen bei den Landesliga-Tabellenführern. Die Saison ist für Wanderers endgültig vorbei.

Eishockey Landesliga

Für die Wanderers ist die Saison endgültig vorbei: Stadtwerke tauen das Polariom ab

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Aus und vorbei: Die Eishockey-Saison 2020/2021 ist für die Wanderers definitiv beendet.

Germering – Während der Verband im Hintergrund noch an einer Fortsetzung des Spielbetriebs nach dem Lockdown bastelt, gehen die Germeringer Landesligisten bereits jetzt in die Sommerpause. Zwangsweise, denn sie haben keine Spielstätte mehr. Das Eis im Polariom wurde abgetaut.

Seit dem neuerlichen Lockdown im November ist die Germeringer Eishalle geschlossen. Um die Eisfläche zu erhalten, müssen die Kühlaggregate weiter laufen. Das kostet die Stadtwerke als Betreiber des Polarioms Geld. Ohne Nutzer stehen dem aber keine Einnahmen gegenüber. Nun wurden die Lockdown-Maßnahmen – und damit auch die Hallenschließung – bis mindestens 10. Januar verlängert. Die Stadtwerke haben reagiert und am Montag das Eis vorzeitig abgetaut.

„Wir haben angesichts der aktuellen Situation und den hohen Energiekosten, die auch während des Lockdowns anfallen, Verständnis für diese Entscheidung“, sagt Wanderers-Sprecher Markus Degenhardt. Zwar hatten sich Vereine und Bayerischer Eishockey-Verband (BEV) in den vergangenen Tagen viele Gedanken gemacht, wie man den Spielbetrieb nach dem Lockdown fortsetzen kann. Allerdings glauben die Wanderers-Verantwortlichen angesichts hoher Infektionszahlen nicht, dass es baldige Lockerungen gibt.

Für die Wanderers gibt es auch keine Alterntiv-Spiele

Der Wettkampfbetrieb in der Landesliga war – neben einigen Eiskunstlauf-Wettbewerben – vom BEV ohnehin bereits abgesagt worden. Den strammen Spielplan der Saison zu Ende zu bringen, ist angesichts der ausgefallenen Wochenenden nicht mehr möglich. Allerdings will der Verband den Vereinen die Möglichkeit geben, in einem anderen Rahmen noch Spiele auszutragen, sobald das Infektionsgeschehen dies wieder zulässt.

Die Wanderers sind daran nun aber sicher nicht mehr beteiligt. Sie werden erst zur Saison 2021/2022 wieder ins Geschehen eingreifen können. Das gilt auch für die Nachwuchs-Mannschaften, bei denen der BEV zumindest vor der Verlängerung des Lockdowns Chancen gesehen hatte, die Spielzeit in verkürzter Form noch zu Ende zu bringen. Aber ohne Spielstätte ist diese Hoffnung zumindest für die Wanderers-Teams nun passé. Zeit also, die sehr kurze Saison 2020/2021 – die erste nach dem Aufstieg in die Landesliga – noch einmal Revue passieren zu lassen.

Schon die Vorbereitung war von Corona beeinflusst, allerdings nicht negativ. Vielmehr konnten die Wanderers Ende September und Anfang Oktober die beiden Partien des Bezirksliga-Finals gegen die Spielgemeinschaft aus Schliersee und Miesbach bestreiten. Das Duell war Anfang 2020 wegen der Pandemie eigentlich ersatzlos gestrichen worden. Doch die Vereine hatten sich beim BEV um den offiziellen Nachholtermin bemüht. Mit zwei Erfolgen (5:0 und 8:1) sicherten sich die Wanderers nach dem Gewinn des Pokalwettbewerbs im Februar auch die Meisterschaft und damit das Double in der Bezirksliga.

Wanderers starten furios in die Landesliga

Eine Klasse höher ging es für die Mannschaft des neu verpflichteten Trainers Peter Schedlbauer ähnlich erfolgreich weiter. Der Auftakt in Reichersbeuern gelang mit einem 8:7-Sieg in der Verlängerung und einer vergebenen deutlichen Führung zwar noch kurios. Doch danach hielten sich die Wanderers in vier Partien schadlos und übernahmen die Tabellenführung. Das fünfte Saisonspiel – ein 9:2-Sieg in Bad Wörishofen am 30. Oktober – sollte dann gleichzeitig auch das Letzte sein. Es folgte der neuerliche Lockdown.

Immerhin soll die Eishalle dafür aber schnell für die Sommervariante des Kufensports zur Verfügung stehen. „Wir haben uns mit den Stadtwerken darauf einigen können, dass die Inlinehockey-Saison 2021 frühestmöglich starten soll“, berichtet Degenhardt. Nämlich sobald die Freizeiteinrichtungen im Freistaat wieder öffnen dürfen.

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