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Paukenschlag in Germering: Wanderers trennen sich von ungeschlagenem Trainer-Duo

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Von: Andreas Daschner

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Die Kommunikation zwischen den Trainern und der Mannschaft habe nicht mehr gepasst, erklärt ein Wanderers-Sprecher.
Die Kommunikation zwischen den Trainern und der Mannschaft habe nicht mehr gepasst, erklärt ein Wanderers-Sprecher. © Peter Weber

Die Germeringer Eishockey-Wanderers haben sich völlig überraschend von Coach Peter Schedlbauer und seinem Co-Trainer Andreas Schmid getrennt.

Germering – Wer die Nachfolge antritt, steht noch nicht fest. Vorerst wird der ehemalige Profi Daniel Menge das Training leiten. Die Bombe platzte am Dienstagabend, nur wenige Stunden nach dem gewonnenen Derby in Fürstenfeldbruck. In einem Zweizeiler gaben die Wanderers die Trennung bekannt. In dem hieß es: „Die Wanderers Germering haben sich am gestrigen Montagabend in einem gemeinsamen Gespräch mit ihrem Trainer-Duo, bestehend aus Peter Schedlbauer und Andreas Schmid, auf ein einvernehmliches Ende ihrer Zusammenarbeit geeinigt.“

Wanderers-Fans reagieren fassungslos in den sozialen Medien

Die Reaktionen in den sozialen Medien schwankten in einem recht engen Korridor zwischen Ratlosigkeit und Unverständnis. „Verstehe ich nicht“, meinte ein Anhänger. Ein anderer wollte wissen: „Was war denn da los?“. Und ein Dritter postete einfach nur drei Fragezeichen.

Den Nagel auf den Kopf traf ein weiteres Post, in dem es hieß, an mangelnden Erfolg könne es ja nicht liegen. In der Tat hatten Schedlbauer und Schmid eine nahezu makellose Bilanz vorzuweisen. Das Duo hatte die Wanderers zum Start in der Landesliga in der vergangenen Saison übernommen. Wegen Corona wurde die Spielzeit zwar bereits nach nur fünf Partien abgebrochen. Die hatten die Wanderers aber allesamt gewonnen – eine davon nach Verlängerung.

Seit ihrem Antritt sind Schedlbauer und Schmid ungeschlagen

Ähnlich sieht das Bild in dieser Spielzeit aus: Eine Niederlage haben die Germeringer noch nicht kassiert. Sieben Partien gewannen sie in der regulären Spielzeit, eine nach Verlängerung. Von 39 möglichen Punkten haben Schedlbauer und Schmid 37 eingefahren. Trotzdem heißt es für das Duo nun: ungeschlagen und arbeitslos.

Nachdem sich die Nachfragen der Fans häuften und auch das Tagblatt eine Anfrage startete, reagierten die Verantwortlichen schließlich doch und ließen sich ein wenig tiefer in die Karten schauen. Man könne das teilweise Unverständnis der Fans natürlich verstehen, sagt Wanderers-Sprecher Markus Degenhardt – und lieferte dann den Grund für die Trennung nach: „Leider hat die Kommunikation zwischen Mannschaft und Trainern in den letzten Wochen in der Form nicht mehr funktioniert, um das Potenzial der Mannschaft voll auszuschöpfen.“

Noch ist kein Kandidat für die Nachfolge gefunden

Deshalb muss sich der sportliche Leiter Markus Wiesheu nun auf die Suche nach einem neuen Trainer machen. Kandidaten gebe es im Moment aber noch keine, sagte Wiesheu auf Tagblatt-Nachfrage. „Wir fangen jetzt mit der Suche an.“ So lange wird Stürmer und Ex-Profi Daniel Menge die Übungseinheiten leiten und auch das Coaching an der Bande übernehmen.

Menges Einstieg als Trainer hat dabei eines mit Schedlbauers und Schmids Abgang gemeinsam: Er muss beim Landkreisderby ran. Denn nur eine Woche nach dem Hinspiel in Fürstenfeldbruck steht am Freitag bereits das Rückspiel im Polariom auf dem Programm.

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