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Anatoli Timoschtschuk war nach der Niederlage gegen Chelsea am Boden zerstört

Warum er keine Lust hatte zu schießen

Timo: Ich bin kein Elfmeter-Feigling!

München - Anatoli Timoschtschuk wollte im Champions-League-Finale partout keinen Elfmeter schießen. Timo, der Feigling? Das lässt der Mittelfeldspieler nicht auf sich sitzen.

Erst wollte im Champions-League-Finale keiner mehr einen Elfmeter schießen, anschließend bekamen die Verweigerer eine gehörige Mitschuld verpasst. Neben Toni Kroos ("Ich dachte, dass wir auch ohne mich fünf Spieler finden, die unbelastet zum Punkt gehen") bekam dabei vor allem Anatoli Timoschtschuk sein Fett weg. Thomas Müller hatte auf den Ukrainer eingeredet, im Elfmeterschießen anzutreten. Unterstützend trommelte er seinem Mitspieler mit der Wasserflasche eindringlich auf die Brust. Als Müller einsehen musste, dass Timoschtschuk nicht umzustimmen war, warf er das Getränk auf den Rasen.

Das private Fotoalbum von Timoschtschuk

Das private Fotoalbum von Timoschtschuk

Timoschtschuk, der Feigling? Das lässt der Sechser, der beim FC Bayern auch in der Innenverteidigung aushelfen muss, nicht länger auf sich sitzen. "Alle haben überlegt, mit mir gesprochen, mich gefragt", erinnert er sich im Gespräch mit der "Sport Bild", die ebenfalls nachfragte. "Ich verstehe nicht, warum alle zu mir gekommen sind. Ich bin drei Jahre beim FC Bayern und habe nicht einen Elfmeter geschossen!"

Timoschtschuk pocht darauf, als Elfmeterschütze nicht vorgesehen gewesen zu sein: "Ich bin doch nicht der Alleinschuldige, dass wir nicht gewonnen haben. Jetzt zu sagen, ich hätte als Einziger keinen Mut gehabt, ist unfair. Es waren elf Spieler da, fünf haben geschossen, fertig."

Fertig? Noch nicht ganz. Am Rande gibt Timo dann doch zu, dass auch sein Nervenkostüm angegriffen war. Er habe die Qualitäten, um Elfmeter zu schießen, aber "es hat sich auch viel im Kopf abgespielt".

tz

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