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Eine Szene aus 2009, als Franck Ribéry dem ungeliebten Trainer Louis van Gaal in die Arme sprang.

Rückblick auf brisante Duelle FCB vs. BVB

Koller im Tor und weitere legendäre Szenen

  • Gregory Straub
    vonGregory Straub
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München - Das Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund hat sich zuletzt zu einem regelrechten Bundesliga-Klassiker entwickelt. Doch schon seit Jahrzehnten hat es diese Partie in sich, wie unser Rückblick zeigt.

In den vergangenen fünf offiziellen Duellen zwischen dem BVB und dem FC Bayern stolperte nur der Rekordmeister. Im Bild zu sehen Dortmunds Rechtsverteidiger Lukasz Pisczek.

Javi Martinez hat in seiner Vorfreude auf das Spiel gegen Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr) in Anlehnung an das Gigantenduell in Spanien zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid schon vom "deutschen Clasico" gesprochen. Tatsächlich zieht das Aufeinandertreffen der beiden Groß-Klubs seine Brisanz nicht nur aus den Entwicklungen der vergangenen beiden Jahre, in denen die Borussia fünf Mal in Folge gewann (viermal in der Bundesliga, einmal im Pokalfinale). Unser historischer Rückblick zeigt, dass die Spiele zwischen FCB und BVB schon immer besondere Sprengkraft besaßen.

12. Mai 2012: Eine Woche vor dem Champions-League-Endspiel "dahoam" gegen den FC Chelsea lassen sich die Bayern im DFB-Pokalfinale vom BVB mit 2:5 demütigen. Die Borussia macht das "Double" perfekt, Stürmer Robert Lewandowski erzielt drei Treffer.

11. April 2012: Vier Spieltage vor Schluss geht der BVB mit sechs Punkten Vorsprung ins Duell gegen den Rekordmeister. Dortmund gewinnt durch ein Lewandowski-Tor mit 1:0. Zur tragischen Figur avanciert Arjen Robben, der in der 86. Minuten einen Foulelfmeter vergibt und anschließend noch eine "Hundertprozentige" liegen lässt. Dortmund wird mit acht Punkten Vorsprung Meister.

12. September 2009: Heute nahezu unvorstellbar, doch vor knapp drei Jahren spielten die Bayern den BVB noch regelrecht her. Im Signal Iduna Park gewannen die von Louis van Gaal trainierten Bayern mit 5:1. Zur Pause hatte es noch 1:1 gestanden. Nach seinem schönen Freistoß-Treffer zum 3:1 lief ein jubelnder Franck Ribéry auf van Gaal zu und sprang dem eigentlich doch ungeliebten Coach in die Arme.

April 2008: Im April 2008 begegneten sich Bayern und Dortmund gleich zwei Mal in Folge – sechs Tage nach dem Ligaspiel gab es ein Wiedersehen im Pokal. Während sich der BVB im Pokalendspiel achtbar schlug (1:2 n.V.), war die Generalprobe in der Liga mit 0:5 in München in gehörig die Hose gegangen (Podolski, Zé Roberto, zwei Mal Toni sowie Ottl).

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9. November 2002: Beim 2:1-Sieg der Bayern ging es rund her, vor allem die Dortmunder hatten sich nicht unter Kontrolle. Einer Gelben Karte für die Bayern (Elber) standen fünf Gelbe und zwei Gelb-Rote-Karten (Frings und Lehmann) gegenüber. Da die Borussia schon drei Mal gewechselt hatte, musste Hüne Jan Koller für die letzten 23 Minuten ins Tor. Der Tscheche hielt den Kasten sauber und machte seine Sache so gut, dass er beim "Kicker" in die Elf des Tages kam – als Torwart.

7. April 2001: Die "Karten-Schlacht" in Dortmund. Diese Partie ist das kartenreichste Spiel der Bundesliga-Geschichte: Zehn Gelbe Karten wurden im April 2001 gezückt, als der BVB und der FCB sich im Westfalenstadion 1:1 trennten. Die Bayern sahen acht dieser Karten, dazu gab es Platzverweise gegen Lizarazu (Gelb-Rot) und Effenberg (Rot). Auf Dortmunder Seite flog Evanilson (Rot) vom Platz. Damals schimpfte Uli Hoeneß über Dortmunds Otto Addo: "Der gehört in den Zirkus."

3. April 1999: Beim 2:2 in Dortmund kommt es zum berühmten Kung-Fu-Tritt von Oliver Kahn in Richtung Stéphane Chapuisat, außerdem will sich der übermotivierte Bayern-Keeper im Hals von Heiko Herrlich festbeißen.

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9. August 1986: Eine der bizarrsten Szenen der Liga-Geschichte ereignete sich an diesem Tag. Gibt man bei Google „Frank Mill“ ein, erhält man automatisch eine Auswahl von Youtube-Videos: Die Szene vom 1. Spieltag 1986/87, als Frank Mill alleine auf das Tor der Bayern zuläuft und dann am Pfosten scheitert, ist nach wie vor ein Klassiker. 2:2 endete die Partie damals (Tore: Wohlfahrt/Matthäus, Simmes/Zorc).

27. November 1971: Den Bayern gelingt ihr höchster Bundesliga-Sieg gegen den BVB: 11:1 hieß es am Ende dieses denkwürdigen Nachmittags. Dem höchsten Sieg in der Bundesliga-Geschichte der Bayern wohnten noch unter anderem Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Paul Breitner und Gerd Müller bei. Letzterer traf in jenem Spiel gleich vier Mal. Dieses Spiel fand übrigens noch im Stadion an der Grünwalder Straße statt.

Die Daten wurden bereitgestellt von Opta.

wi

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