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Einer für Bayern? Olivier Giroud

Wird er Bayerns "Sturm-Bombe"?

München - Uli Hoeneß hat den Fans für die neue Saison eine "Sturm-Bombe" versprochen. Jetzt ist ein Name durchgesickert - zumindest ein Anfangsinteresse ist bereits bestätigt.

"Was ist denn zum Beispiel, wenn Mario Gomez ausfällt?", hatte Ex-Profi Thomas Helmer diese Woche im tz-Interview gefragt. "Da sehe ich niemanden, der ihn adäquat ersetzen könnte. Das ist wirklich besorgniserregend."

Die Lösung dieses Problems könnte Olivier Giroud heißen. Der 25-Jährige vom Tabellenzweiten HSC Montpellier führt derzeit mit stattlichen 16 Treffern in 23 Spielen (dazu sieben Vorlagen) die Torschützenliste der französischen Ligue 1 mit großem Abstand an.

Ist der kopfballstarke 1,92-Meter-Hüne einer für höhere Aufgaben? Oder ist er nur Modell Eintagsfliege? Der Blick auf die Torschützenkönige und Mega-Knipser der Bundesliga zeigt ja schon, dass es so etwas häufig gibt. Für Thomas Christiansen (VfL Bochum) etwa ging es nach der Torjäger-Kanone wieder steil bergab.

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Ob Giroud das Zeug zum Dauer-Knipser hat, wollen die Bayern-Verantwortlichen genau prüfen. Ein Journalist der renommierten französischen Sporttageszeitung "L'Équipe" hat vergangenen Sonntag einen Bayern-Scout beim Spitzenspiel zwischen Paris und Montpellier (2:2) erblickt. Diese hat sogar bestätigt, dass er als potenziellen Ersatz für Ivica Olic "eine Liste von Namen überprüft hat, einschließlich Giroud". Bei dem Bayern-Scout soll es sich um Bjorn Andersson handeln. 

Eine konkrete Anfrage des FC Bayern sei noch nicht eingegangen, erklärt Philipp Doerk aus Girouds Berater-Agentur auf tz-online-Anfrage. Doch er sagt auch: "Dass Interesse besteht hört man durch die Szene, das spricht sich rum. Wir können im Moment aber kein offizielles Angebot für Olivier Giroud bestätigen." Einen Abschied seines bis 2014 an Montpellier gebundenen Klienten schließt er nicht aus. "Ich bin sicher, dass wir im Sommer einige Optionen haben."

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Am Samstag trifft Montpellier vor heimischer Kulisse auf Girondins Bordeaux. Und angeblich hat sich wieder ein Bayern-Gesandter angesagt. Er dürfte auf der Tribüne nicht alleine sein: Auch Neapel und Arsenal wird Interesse an Giroud nachgesagt. Die fällige Ablösesumme dürfte sich auf 10 bis 15 Millionen Euro belaufen.

Laurent Blanc, Trainer der französischen Nationalelf, hat Giroud (bislang zwei Länderspiele) am Donnerstag in den Kader der Bleus für das Länderspiel gegen Deutschland in Bremen berufen. Auch am 29. Februar dürften die Bayern-Verantwortlichen ganz genau hinsehen. Montpellier-Präsident Louis Nicollin hat schon eingeräumt, dass Giroud im Sommer schwer zu halten sein könnte. Und vielleicht ist ja der Franzose jene "Sturm-Bombe", die Uli Hoeneß den Fans für die kommende Saison versprochen hatte.

Armin Linder

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