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4:0 - die Bayern zeigten nach Abpfiff zufriedene Gesichter

Bayern beißt auch ohne den Leitwolf

Aachen - Dieser Sieg war ganz wichtig für den Betriebsfrieden: Die Bayern sind im Spiel 1 nach dem Abschied von Mark van Bommel ins Pokal-Halbfinale marschiert.

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Das 4:0 in Aachen war ein standesgemäßer Start in die neue Zeitrechnung nach Mark van Bommel. Und das beim Angstgegner: Nach drei Niederlagen in Folge am (alten) Aachener Tivoli siegten die Bayern im neuen Stadion der Alemannia: 4:0, mal wieder traf Mario Gomez, Thomas Müller legte zwei Tore, Robben ein weiteres nach. Das von Aachens Sportdirektor Erik Meijer angekündigte „Waterloo“ für Bayern-Napoleon Louis van Gaal blieb aus. „Das war sehr schön, ein wichtiger Sieg“, schnaufte ­Louis van Gaal tief durch.

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Denn einfach war es lange nicht. Nach der Ära van Bommel übernahm Philipp Lahm – wie von der tz angekündigt – van Bommels Kapitänsbinde, Ottl und Pranjic teilten sich die Aufgaben im Zentrum. Vorne blieb alles beim Alten: Mario Gomez stürmte, und, na klar, Mario Gomez traf. Nach einer Maßflanke von Luiz Gustavo köpfte er nach 26 Minuten das 1:0. Vor der Pause hatte der Rekordmeister zweimal (Müller, Gomez) die Chance, die Führung auszubauen – und einmal Dusel: Gustavo legte in der 34. Minute Auer im eigenen Strafraum, Schiri Weiner verweigerte den fälligen Elfmeterpfiff. Pause, 1:0 für Bayern. Thomas Kraft musste bis dahin keinen Ball abwehren.

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Das änderte sich im zweiten Durchgang: Erst flatterte der neue Torwart zweimal bei Flanken, dann rettete er mit einem kahn’schen Reflex auf der Linie einen Kopfball von Feisthammel (61.). Zuvor hatte Gomez frei vor Aachens Keeper Hohs die Entscheidung vergeben (54.) „Aufgrunddessen, dass wir den Sack nicht zugemacht habe, war es ein hartes Stück Arbeit“, meinte Gomez nach dem Spiel. Aber die Alemannen stürmten nur kurz – denn dann kam Arjen Robben, der Bayern-Heilsbringer. Der bediente kurz nach seiner Einwechslung Thomas Müller, der in seiner eigenen, schlaksigen Art zum 2:0 traf (75.) und fünf Minuten später gar das 3:0 nachlegte. Robben selbst traf gar noch zum 4:0 (88.).

Wegen seiner Erkältung wurde der Holländer 72 Minute für das Spiel in Bremen geschont. Das Duell gegen Werder kommt für Franck Ribéry dagegen noch zu früh. Der Franzose fehlt länger als gedacht, nach tz-Informationen zehn Tage bis drei Wochen. Bis zur nächsten Pokalrunde (1./2. März) ist der Franzose aber wieder fit. Der Gegner dafür wird am Sonntag ab 18 Uhr ausgelost. Noch ein Sieg bis Berlin – und zumindest kurzfristig Entspannung für den risikofreudigen Louis van Gaal…

ta, jj

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