Bayern bekommt vor Gericht Recht - aber keine Entschädigung

Karlsruhe - Fußball-Vereine können ihre Fans grundsätzlich dafür haftbar machen, wenn durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im Stadion Strafzahlungen fällig werden. Für den FC Bayern bedeutet das keinen unmittelbaren Vorteil.

 Dazu müssen die Clubs die Täterschaft allerdings klar nachweisen, entschied das Karlsruher Landgericht (Az. 8 O 78/12) am Dienstag.

In dem Verfahren wollte der FC Bayern München von einem Fan aus der Region Karlsruhe eine Entschädigung von 15 000 Euro eintreiben. Das entspricht jener Summe, die der Verein nach dem Champions-League- Qualifikationsspiel gegen den FC Zürich im August des vergangenen Jahres an die Europäische Fußball-Union UEFA zahlen musste, weil seine Anhänger im Stadion bengalische Feuer entzündet hatten.

Die Richter gaben dem Verein in seinem Anliegen grundsätzlich Recht. Sie sprachen den badischen Fan dennoch frei, weil der FC Bayern dessen Schuld nicht eindeutig nachweisen konnte. So hatten zwei von drei Belastungszeugen einen völlig unbeteiligten Anwalt, der im Zuschauerraum saß, als Täter identifiziert.

sid

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