FC Bayern Meisterfeier Postpalast
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Sehen Sie hier Bilder von der Meisterfeier des FC Bayern im Münchner Postpalast. Die Stars feierten den vierten Meistertitel in Serie ausgelassen und zu den Klängen der Popband One Republic.
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Die Bayern feiern mit One Republic

Bilder: So war's auf der Meisterfeier im Postpalast

München - Sehen Sie hier Bilder von der Meisterfeier des FC Bayern im Münchner Postpalast. Die Stars feierten den vierten Meistertitel in Serie ausgelassen und zu den Klängen der Popband One Republic.

Als die extrakalten Bierduschen für die "Vier-Sterne-Bayern" und die Abschiedstränen der kleinen Valentina Guardiola getrocknet waren, forderte Karl-Heinz Rummenigge vom scheidenden Starcoach Pep Guardiola ein letztes Hurra. "Das ist ein wichtiges Spiel, das weißt du", sagte der Münchner Klubboss bei der internen Meisterfeier am Samstagabend im Postpalast mit Blick auf das DFB-Pokalfinale zum Katalanen, "das Double in Deutschland zählt sehr viel."

Und Guardiola soll es bitteschön am kommenden Samstag in Berlin gegen Borussia Dortmund bei seinem letzten Spiel auf der Bayern-Bank einfahren. Der Katalane nahm den Auftrag artig an. "Jetzt feiern wir einen Tag, dann bereiten wir uns auf unser Finale gegen den BVB vor", sagte er. Die Meistersause mit Schale und Bier in der Arena, der abendlichen Feier und der Party am Sonntag auf dem Marienplatz hatte Guardiola höchstselbst eröffnet.

Nach seinem letzten Heimspiel mit dem FC Bayern schnappte er sich im strömenden Regen ein überdimensionales Weißbierglas und bescherte Xabi Alonso sowie Assistent Hermann Gerland eine Bierdusche. Guardiola war bald selbst durchnässt ("es ist kalt und stinkt"), wandte sich aber schnell der Borussia zu. Es werde "ein schwieriges Spiel" gegen diesen "besten BVB der Geschichte".

In Berlin wollen die "Vier-Sterne-Bayern" (Rummenigge) nach der historischen vierten Meisterschaft in Serie das elfte Double perfekt machen. "Wir können die Saison mit krönen, dann wäre es eine überragende Saison und ein schöner Abschluss für unseren Trainer", sagte Kapitän Philipp Lahm, der nach dem lockeren 3:1 (2:0) gegen Absteiger Hannover 96 die Schale in den rot-goldenen Konfettiregen stemmte.

Bilder: Bayern bekommt Schale - Fans stürmen Rasen

Ihr Urteil über die Ära Guardiola haben die Bayern schon vor dem letzten Spiel gefällt. "Kaiser" Franz Beckenbauer gab ihm die Note 1,5, Rummenigge betonte bei Guardiolas Verabschiedung in der Arena: "Lieber Pep, ich möchte mich im Namen des gesamten FC Bayern bei Dir bedanken. Wir hatten drei großartige Jahre mit Dir." Auf der Tribüne verdrückte Guardiolas siebenjährige Tochter Valentina Tränen, als ihr Vater Küsschen ins Publikum warf.

Der 45-Jährige verlasse den Klub nach "drei überragenden Jahren" als Freund, betonte Rummenigge im Postpalast unter Standing Ovations: "Ich habe noch nie einen Trainer erlebt mit dieser Intensität und dieser Qualität. Du warst mehr als nur der Trainer des FC Bayern, du warst der Botschafter des FC Bayern." Im Stadion-Magazin schrieb er, man werde das Genie Pep "erst wirklich zu schätzen wissen, wenn er nicht mehr da ist". Carlo Ancelotti tritt ein schweres Erbe an.

Guardiola ließ indes durchblicken, dass er sich selbst wie viele seiner Kritiker als Unvollendeter sieht. "Es tut mir leid für unsere Fans, vor allem für meine Spieler, dass ich ihnen nicht die Möglichkeit gegeben habe, ein Champions-League-Finale zu spielen, sie hätten es verdient gehabt", sagte er: "Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass Carlo es schaffen kann." Der ewige Druck des Gewinnenmüssens, gab er zu bedenken, sei "das Schwierigste in unserem Job überhaupt".

In Guardiolas dritter Meistersaison gelang es den Bayern immerhin 28-mal in der Liga. Torschützenkönig Robert Lewandowski brachte die Bayern gegen ein tapferes 96 mit seinem 30. Saisontor auf den Weg - diese Marke hat seit Dieter Müller (1976/77) kein Spieler mehr erreicht. "Großes Kompliment an Robert, er war sehr wichtig für uns", sagte Guardiola.

Mario Götze erledigte in seinem besten Spiel seit Monaten den Rest (28., 54.). Der WM-Held, mit dem Ancelotti nicht plant, wirkte wie befreit von tonnenschweren Lasten. Dass Artur Sobiech (66.) verkürzte, war nicht mehr als ein Schönheitsfehler, 17 Gegentore bedeuten Rekord.

Um 17.41 Uhr nahm Lahm von Ligapräsident Reinhard Rauball die "Salatschüssel" entgegen, die Party in der Arena fiel wegen des Platzsturms einiger Tausend Anhänger kürzer aus als geplant. Die Fortsetzung soll in Berlin folgen. "Die Mannschaft ist extrem hungrig. Ein Ziel haben wir noch", sagte Weltmeister Thomas Müller.

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