+
Mario Gomez (l) und Arjen Robben von München sitzen derzeit auf der Bank.

Für Heynckes geht Sieg vor Ego

Unzufriedene Spieler auf der Bayern-Bank

München - Auf der Bayern-Bank tummeln sich derzeit viele unzufriedene Spieler. Trainer Heynckes betont aber: "Bei uns hat der Sieg Priorität, nicht ob ein Spieler 20 Minuten bekommt."

Jerome Boateng hatte sich umsonst ausgezogen. Seinen Trainingsanzug hatte der Innenverteidiger längst abgelegt, er stand an der Seitenlinie und wartete nun auf eine Spielunterbrechung, doch die kam nicht mehr. Der Schlusspfiff ertönte, ohne dass Boateng noch einen Beitrag hätte leisten können. Mario Gomez und Xherdan Shaqiri hatten mehr Glück, aber auch nur ein bisschen. Zwei Minuten waren ihnen vergönnt.

In einem derart üppig besetzten Kader wie dem der Bayern sind Einwechslungen oft das einzige Mittel, um auch prominentere Angestellte bei Laune zu halten. Spieler wie Gomez, der an Mario Mandzukic derzeit nicht vorbeikommt, oder Franck Riberys Vertreter Shaqiri. Oder Arjen Robben. Der Niederländer hat zuletzt kein Hehl aus seiner Unzufriedenheit gemacht, doch den 20 Minuten, die er vor einer Woche gegen Greuther Fürth an Spielzeit bekam, konnte er gestern keine Minute hinzufügen. In der Schlussphase, als die anderen Reservisten sich noch aufwärmten, lehnte er an der Werbebande und schaute dem Spiel zu. Er sah nur scheinbar entspannt aus. Wie schwer er sich tut, mit der Situation umzugehen, zeigte sich daran, dass er nur wenige Minuten nach dem Abpfiff bereits als Einziger im Bus saß.

Bilder & Einzelkritik vom Bayern-Sieg: Viermal Note 2, einmal Note 5

Bilder & Einzelkritik vom Bayern-Sieg: Viermal Note 2, einmal Note 5

„Die Spieler müssen das respektieren“, sagte Jupp Heynckes, als er die Gründe für die sehr späten Wechsel erklären sollte. „Bei uns hat der Sieg Priorität, nicht ob ein Spieler 20 Minuten bekommt.“ Als Trainer könne er kein Risiko eingehen, „das ist ganz simpel.“ Das Thema wird die Bayern trotzdem weiter beschäftigen. Nicht jeder sieht seine Situation so unaufgeregt wie der jüngst ins Team aufgerückte Daniel van Buyten, der findet, als Reservist könne man nur „sich bestmöglich vorbereiten und akzeptieren, was der Trainer will“. Aber der Belgier hat auch leicht reden. Er hat Jerome Boateng gerade den Stammplatz abgejagt.

mb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Dann lasse ich mir es schmecken“: Süles ungewöhnlich offenes Geständnis live am Mikro nach Chelsea-Spiel
David Alaba äußert sich nach dem Weiterkommen in der Champions League verklausuliert zu seiner Zukunft, Niklas Süle macht eine Ansage an den FC Barcelona. Die Stimmen …
„Dann lasse ich mir es schmecken“: Süles ungewöhnlich offenes Geständnis live am Mikro nach Chelsea-Spiel
"Als ob er die Nacht zum Tag gemacht hätte": Schweinsteiger-Fans diskutieren über neues Hui-Foto
Bastian Schweinsteiger hat sich wieder bei Instagram zu Wort gemeldet. Sein Aussehen sorgt für unterschiedliche Assoziationen.
"Als ob er die Nacht zum Tag gemacht hätte": Schweinsteiger-Fans diskutieren über neues Hui-Foto
Ende der Transfer-Posse in Sicht? Havertz und „Blues“offenbar über Langzeit-Vertrag einig
Kai Havertz steht nun doch vor dem Abschied aus Leverkusen. Offenbar will der DFB-Star im Sommer wechseln. Der 21-Jährige soll sich bereits mit Chelsea einig sein.
Ende der Transfer-Posse in Sicht? Havertz und „Blues“offenbar über Langzeit-Vertrag einig
Flick hofft auf Einsatz gegen Barcelona: Verletzter Pavard mit unklarem Arena-Auftritt - Bild spricht Bände
FC Bayern: Benjamin Pavard hat sich verletzt und fällt in der Champions League gegen den FC Chelsea wohl aus. Auf Instagram sendete er ein unklares Zeichen.
Flick hofft auf Einsatz gegen Barcelona: Verletzter Pavard mit unklarem Arena-Auftritt - Bild spricht Bände

Kommentare