10.03.2018, Fussball 1.Liga 2017/18, Bayern München - Hamburger SV
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Javi Martinez (l.) mit Jerome Boateng.

Spanier war von Heynckes-Rückkehr überrascht

Bayerns Javi Martinez: „Wir sind manchmal arrogant und anstrengend“

  • Christoph Gschoßmann
    vonChristoph Gschoßmann
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Nie hätte Javi Martinez gedacht, wieder unter Jupp Heynckes zu trainieren. Warum? Er und seine Kollegen seien manchmal sehr schwer zu managen.

München - Jupp Heynckes (72) und Javi Martinez (29) - eine fußballerische Liebesgeschichte. Heynckes überzeugte 2012 die Bayern-Bosse, dass sich die 40 Millionen für den damaligen Rekordtransfer auszahlen würden. Am Ende stand das Triple 2013. Nun trainiert der Spanier wieder unter Heynckes - obwohl er ganz und gar nicht damit gerechnet hatte, dass das noch einmal passieren würde.

„Ich war überrascht. Ich dachte, er sei mit dem Fußball fertig und würde das Leben auf seinem Bauernhof bei Mönchengladbach genießen - ohne den ganzen Mist“, sagte Martinez in einem Interview mit goal.com. „Ich meine, wir Spieler sind manchmal arrogant, wir sind manchmal anstrengend, deshalb war es ganz sicher eine schwierige Entscheidung für Jupp. Wir alle sind sehr dankbar, dass er sich dafür entschieden hat, zurückzukehren. Jupp kennt den Klub, er kennt uns Spieler. Es war definitiv die richtige Entscheidung, ihn zurückzuholen.“

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Martinez: Viel lieber Sechser als Innenverteidiger

Für ihn persönlich läuft es unter Heynckes auch aktuell wieder blendend. „Es ist unheimlich wichtig, das Vertrauen des Trainers zu haben“, erklärt Martinez, und verweist auf eine wichtige Entscheidung des Coaches: „Das Wichtigste war, dass mich Jupp ins Mittelfeld zurückbeordert hat. Das ist die Position, auf der ich immer gerne gespielt habe. Ich fühle mich zwar auch in der Innenverteidigung wohl, ich habe aber fast mein ganzes Leben auf der Position des Sechsers gespielt. Deshalb kann ich der Mannschaft dort am besten helfen, und das versuche ich zu tun.“

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Es sei eine „Umgewöhnung“ gewesen, „nach vier Jahren als Innenverteidiger wieder ins Mittelfeld zurückzukehren. Das Tempo und der Rhythmus sind etwas ganz anderes, da muss sich der Körper erst akklimatisieren.“

Martinez glaubt er an große Titel in dieser Saison - unter einer Voraussetzung: „Wenn wir bei hundert Prozent sind, haben wir große Möglichkeiten, alle Titel zu holen. Aber wir wissen, dass wir das auch auf dem Platz beweisen müssen. Momentan beginnt die heiße Phase der Saison, das kann man fühlen.“

cg

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