Zog nun mit Italiens Idol Gianluigi Buffon gleich: Manuel Neuer
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Zog nun mit Italiens Idol Gianluigi Buffon gleich: Manuel Neuer

Neuer ausgezeichnet

Vom Krawattenmann zum Welttorhüter

  • Andreas Werner
    VonAndreas Werner
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München - Manuel Neuer hält den Kasten des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft sauber - für das Jahr 2016 wurde er vor Gianluigi Buffon zum vierten Mal in Serie zum weltbesten Keeper gekürt.

Jetzt hat er Real Madrids Ikone Iker Casillas im Visier.

Manuel Neuer ist es gewohnt, Auszeichnungen entgegenzunehmen. Manche davon sind skurril (Anfang Dezember kürte den Torwart des FC Bayern zum Beispiel das Deutsche Mode-Institut zum Krawattenmann des Jahres 2016), manche hingegen aussagekräftig. Nun hat die deutsche Nummer 1 wieder einen größeren Coup gelandet. Neuer wurde zum vierten Mal in Serie als Welttorhüter des Jahres ausgezeichnet. Es ist zwar nur die inoffizielle Wahl der IFFHS (International Federation of Football History & Statistics), doch immerhin stimmen Experten aus 56 Ländern ab – und die wissen, wen sie da ehren.

Neuer bekam 156 Punkte und lag damit deutlich vor dem Italiener Gianluigi Buffon (Juventus Turin/91 Stimmen) sowie dem portugiesischen Europameister Rui Patricio (Sporting Lissabon/51). Auf den weiteren Plätzen landeten der Chilene Claudio Bravo (Manchester City), David de Gea (Spanien/Manchester United), Jan Oblak (Slowenien/Atletico Madrid), Hugo Lloris (Frankreich/Tottenham) und Keylor Navas (Costa Rica/Real Madrid). Marc André ter Stegen, Deutscher in Diensten des FC Barcelona, kam auf Rang 13.

Die Wahl wird seit 30 Jahren durchgeführt, Neuer hat mit seinem vierten Triumph nun mit Buffon gleichgezogen, der ebenfalls schon vier Mal geehrt wurde. Vor dem Duo liegt nur noch Iker Casillas, frühere Ikone bei Real Madrid. Er holte den Titel in den Jahren 2008 bis 2012 sogar fünf Mal in Serie – womit er aber für den 30-jährigen Neuer in Reichweite rangiert.

Das Jahr 2016 war für Neuer einmal wieder einmal voller Höhepunkte. Zwar blieb ein internationaler Coup in der Champions League oder bei der EM verwehrt, dafür holte er mit den Bayern das Double und wurde von Bundestrainer Joachim Löw zum neuen Kapitän der deutschen Nationalelf befördert. Bei diesem Mann fühlen sich die Kollegen in besten Händen. Sein Vertrag in München läuft noch bis 2021 – da ist noch einiges drin.

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