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Butt: Ich spiele auch, wenn Neuer kommt

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Jörg Butt
Jörg Butt rechnet sich auch bei einem Wechsel von Manuel Neuer zum FC Bayern Spielzeit aus © Getty

München - Jörg Butt fühlt sich im Poker um Manuel Neuer nicht als Druckmittel missbraucht. Im Interview ist er davon überzeugt, auch zu spielen, wenn der Schalker FC-Bayern-Stammtorwart wird.

Jörg Butt hat sich im Interview mit Sport1 unter anderem zu einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern und der möglichen Verpflichtung von Manuel Neuer geäußert. Er rechnet sich auch bei einem Wechsel von Manuel Neuer zum FC Bayern Spielzeit aus.

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Jörg Butt auf die Frage, wann der Entschluss feststand, sich für ein weiteres Jahr zu verpflichten:

„Das hat sich in den letzten Wochen entwickelt. Ich war mit der jetzigen Saison nicht zufrieden, denn wir hatten uns mehr vorgestellt. Ich möchte nach Möglichkeit meine Karriere mit einem Titel beenden. Das war für mich ein wichtiger Grund, als aktiver Spieler in die neue Saison zu gehen. Ich hatte sehr gute Gespräche mit dem Vorstand und mit dem neuen Trainer. Aus diesen Gesprächen heraus entstand die Überzeugung, dass wir nächstes Jahr eine sehr erfolgreiche Saison spielen und wir den einen oder anderen Titel gewinnen werden. Ich glaube, dann ist es besser, seine Karriere zu beenden.“

… auf die Frage, welche Rolle dabei der neue Trainer Jupp Heynckes gespielt hat:

„Sicherlich eine sehr große Rolle. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch. Ich habe Jupp Heynckes in den fünf Wochen, als er vor zwei Jahren hier gearbeitet hat, als hervorragenden Fußballfachmann und Menschen kennengelernt. Ich habe natürlich auch noch gute Kontakte nach Leverkusen und höre da sehr viel Positives. Das war sicherlich auch ein Grund, noch ein Jahr zu verlängern.“

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… auf die Frage, ob die Bemühungen des FC Bayern um die Verpflichtung Manuel Neuer ein Thema bei den Vertragsgesprächen war:

„Das Thema haben wir ganz offen angesprochen. Fakt ist aber, dass Manuel noch nicht in München ist. Insofern war meine Entscheidung völlig unabhängig von dieser Personalie.“

… auf die Frage, ob er sich als Druckmittel im Vertragspoker um Neuer fühlt:

„Nein. Fakt ist, dass der FC Bayern einen neuen Torhüter verpflichten wird, da Thomas Kraft den Verein zum Ende der Saison verlässt. Ich will meine Karriere nach einer erfolgreichen Saison beenden und diese Saison ist nicht so gelaufen, wie wir uns das alle vorgestellt haben.“

… auf die Frage, ob er, wenn Manuel Neuer kommt, einen möglichen Titel nächste Saison von der Bank aus erleben würde:

„Nein, weil wir beim FC Bayern einen sehr starken Kader haben und eine sehr lange Saison haben werden mit im Grunde vier Wettbewerben. Neben der Bundesliga, dem DFB-Pokal, hoffentlich der Champions League auch in der Nationalmannschaft. Das sind unglaublich viele Spiele, und da wird jeder seine Einsätze bekommen. Daher mache ich mir keine Gedanken, wie viele Spiele ich machen werde. Im Fußball, das habe ich den letzten drei Jahre wieder erlebt, kann so viel passieren, dass man gar nicht planen kann.“

… auf die Frage, ob er, wenn Manuel Neuer zum FC Bayern wechselt, eine Chance sieht, sich als Nummer 1 zu empfehlen oder ob die Rollenverteilung vorher klar sei:

„Manuel Neuer ist derzeit sicherlich der beste deutsche Torhüter. Als Verein würde ich auch versuchen, ihn zu holen. Im Moment ist er aber noch nicht da und ich sehe durchaus die Perspektive, unabhängig davon, wie nächstes Jahr der Kader aussieht, einige Spiele zu machen.“

… auf die Frage, wie er die Nachricht aufgenommen hat, dass Thomas Kraft seinen Vertrag nicht verlängert:

„Er hat die Möglichkeit gehabt, beim FC Bayern zu spielen und hat seine Sache wie ich finde sehr gut gemacht. Er ist noch sehr jung und hat viel Potential für die Zukunft. Es ist nicht so überraschend, dass er jetzt die Chance bei einem anderen Verein sucht, um sich dort weiterzuentwickeln und seinen Weg zu machen.“

… auf die Frage, ob er über den Torhüterwechsel in der Winterpause überrascht war:

„Ich war verblüfft, als ich die Nachricht erhalten habe. Ich hatte es mir so vorgestellt, dass ich bis zum Saisonende spiele, weil es sportlich auch keinen Grund gab, nach der Winterpause zu wechseln. Wir waren nach der Winterpause in allen drei Wettbewerben dabei und es wäre sicherlich auch schön gewesen, mit einem Titel die Karriere zu beenden. Das ist eben nicht so gelaufen Aber im Fußball muss man sich immer auf neue Situationen einstellen und die ist jetzt so, dass ich gesagt habe, ich greife nochmal an.“

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