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Jubel ganz in Rot: Die Bayern feierten in Gladbach ein Tor-Festival.

Müller begeistert: „Jetzt ist das Momentum auf unserer Seite!“

Der BVB sieht ROT - und dem FCB macht‘s gerade „viel Spaß“

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Fünf Tore geschossen, eins kassiert, drei Punkte eingefahren. Nach dem Kantersieg in Mönchengladbach zählte für Spieler und Verantwortliche des FC Bayern aber vor allem eine Zahl: die Null.

Denn seit Samstagabend ist der Rekordmeister punktgleich mit Spitzenreiter Borussia Dortmund, muss nur noch zwei Tore aufholen. Pikant: Vor genau einem Monat hatte der BVB noch sieben Zähler Vorsprung auf die Bayern, im Laufe der Hinserie zwischenzeitlich sogar neun. Aus neun mach null, Dortmund sieht im Titelkampf rot!

Thomas Müller jubelte: „Das war ein Top-Spieltag für uns. Das Momentum ist jetzt auf unserer Seite.“ Thiago rief auf dem Weg in die Kabine: „Wir waren tot. Wir waren für alle tot.“ Jetzt lebt der FCB wieder! Und wie: Mit dem fulminanten 5:1 beim Tabellen­dritten Borussia Mönchengladbach beseitigten die Münchner die letzten Zweifel. Der Rekordmeister wird in den letzten zehn Partien noch am BVB vorbeiziehen und den siebten Meistertitel in Serie klarmachen. Die Fans jedenfalls sangen sich im Borussia-Park schon einmal warm: „Deutscher Meister wird nur der FCB.“

Rummenigge: „Es ist noch gar nichts geklärt!“

Überheblich wird deshalb keiner beim FCB. Karl-Heinz Rummenigge meinte: „Glückwünsche zur Meisterschaft nehmen wir nicht an. Wir sind nicht so vermessen, dass wir sagen, es ist alles schon geklärt. Es ist noch gar nichts geklärt!“ Der Vorstandschef machte aber auch klar: „Die Meisterschaft ist jetzt unser Ziel. Aber wir haben keine große Klappe, weil Dortmund uns in der Krise im Oktober, November auch nicht mit hämischen oder gar arroganten Kommentaren belästigt hat.“

Niedergeschlagen: Die Dortmunder nach dem verlorenen Spiel in Augsburg.

Apropos BVB: Das Team von Lucien Favre blamierte sich am Freitagabend beim 1:2 gegen Kellerkind FC Augsburg bis auf die Knochen. Damit gewann Dortmund nur eines der letzten fünf Ligaspiele. Die Stimmung kippt! Matthias Sammer, externer BVB-Berater, sagte in seiner Funktion als Eurosport-Experte: „Das Spiel wurde im Kopf entschieden. Die Dortmunder sind einfach unreif.“ Und weiter: „Sie haben nicht wie ein Champion, sondern wie eine Durchschnittsmannschaft in der Bundesliga gespielt.“ Rumms! Keeper Roman Bürki schimpfte über die leichtsinnige Entstehung der Gegentore: „Ich muss mich immer enorm zusammenreißen, dass ich nicht jemandem den Kopf abreiße.“

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Der Dortmunder Titeltraum könnte mit Blick auf den restlichen Spielplan schnell ausgeträumt sein. Für den BVB geht’s noch nach Berlin zu Hertha BSC (16. März) und zum vermeintlichen Gipfeltreffen nach München (6. April). Außerdem stehen Auswärtsspiele in Bremen und Mönchengladbach an. In der aktuellen Dortmunder Verfassung allesamt Stolpersteine, die Angst vor dem großen Scheitern geht um. Und beim FCB? Manuel Neuer brachte die Gefühlslage auf den Punkt: „Es macht viel Spaß jetzt gerade.“

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