Elfjährige in München vergewaltigt - Tatverdächtiger festgenommen

Elfjährige in München vergewaltigt - Tatverdächtiger festgenommen
+
Schöner Abschluss der Vorrunde: Mats Hummels

Vor der Achtelfinal-Auslosung

Bayern grüßt Barcelona

  • schließen

München - Sportlich lässt sich über den 1:0-Sieg der B-Mannschaft des FC Bayern über die B-Mannschaft von Atletico Madrid wenig Konkretes sagen. Dennoch gehen die Münchner gestärkt aus diesem Spiel.

In seiner noch kurzen Amtszeit als zurückgekehrter Präsident des FC Bayern hat Uli Hoeneß zu vielen Themen viele Sätze gesagt, aber einen aktuellen Kommentar zu einem Spiel abzugeben, verkniff er sich bisher beharrlich. Auch am Dienstagabend war die kurzzeitige Hysterie, die Reporter und Kamerateams von einer Seite der Interviewzone zur anderen eilen ließ, unbegründet. Hoeneß wünschte höflich einen „schönen Abend“, wie er es bei diesen Gelegenheiten immer tut. Dann empfahl er sich, ohne auch nur den Schritt verlangsamt zu haben.

Selbst ein meinungsfreudiger Mensch wie er hätte sich schwer getan, dem 1:0-Sieg der Bayern über Atletico Madrid eine tiefere Bedeutung beizumessen. Der reine Fakt, dass man in der Champions League gegen ein Team der höchsten Kategorie gewonnen hatte, musste als Essenz reichen. „Gut fürs Gefühl und für die Fans“ fand Thomas Müller den Sieg. Wohlwissend, dass die drei Punkte weder das Tabellenbild beeinflussten noch den Spaniern einen Schrecken einjagten, der ihnen bei einem möglichen Wiedersehen im Frühjahr noch in den Knochen stecken könnte: „Es sollte ja unser Gruppenfinale werden, das war es dann nicht. Deswegen war es umso lobenswerter, dass die Mannschaft gut und seriös gespielt hat.“

Hummels: „Abgeschenkt“ war das Spiel nicht

An diesem eiskalten, nebligen Abend war es nicht viel mehr als die ironisch anmutende Simulation eines Dramas, als Atletico-Torwart Jan Oblak in der Nachspielzeit in den Bayern-Strafraum lief, um doch noch den Ausgleich zu erzwingen. „Abgeschenkt“ habe der Gegner die Partie nicht, betonte Mats Hummels. „Das war schon eine sehr ernsthafte Aufstellung.“ Aber eben auch nur so ernsthaft wie die der Bayern, die ebenfalls fünf Stammspieler zur Schonung draußen gelassen hatten.

Seinen primären Zweck hat das Spiel zumindest erfüllt. Die Bayern haben ihren Formanstieg konserviert. Sie agierten zwar nicht so mitreißend und dominant wie in der ersten Halbzeit gegen Mainz. Aber da war – siehe oben – der Einsatz auch ein anderer und das Personal sowieso.

Taktisch knüpften sie an den Bundesliga-Auftritt durchaus an. Sie sind kein reines 4-3-3-Team mehr wie in den ersten Monaten unter Carlo Ancelotti, auf das sich die Gegner zuletzt unübersehbar eingestellt hatten. Die Münchner sind nun schwerer greifbar. Am Dienstag bewegten sie sich irgendwo zwischen dem alten Muster und dem 4-2-3-1 von Mainz, weil Mittelfeldmann Thiago als „freier Radikaler“ (Hummels) unterwegs war und zwischen den Mannschaftsteilen pendelte. Defensiv ließen sie kaum etwas zu, offensiv traten sie eine Menge los. Die Abschlüsse waren lediglich etwas schludrig.

Typische Ancelotti-Saison?

Aus der Mannschaft hört man immer öfter, dass der Prozess der Gewöhnung an den neuen Trainer mittlerweile weit fortgeschritten ist. Daraus spricht auch die Hoffnung, die Bayern könnten eine typische Ancelotti-Saison erleben. Der Italiener hat es bekanntlich oft geschafft, seine Mannschaften punktgenau im Frühjahr in Form zu bringen, wenn die Pokale vergeben werden.

Den lästigen Nebeneffekt, in der Phase des Kennenlernens den Gruppensieg und damit eine bessere Ausgangsposition verspielt zu haben, nehmen sie in Kauf. Was bleibt ihnen auch anderes übrig? „Mir ist es ziemlich wurscht“, sagte Mats Hummels auf die Frage, wen er sich als nächsten Gegner wünsche. Der Weltmeister zum Beispiel lernt gerne neue Gegner und Stadien kennen. Weil er seine bislang einzigen Erfahrungen mit dem FC Barcelona im zarten Alter von 17 Jahren gemacht hat („Juan-Gamper-Turnier – ich weiß nicht, ob ich das zählen kann“), könnte er einem Achtelfinale gegen die Katalanen durchaus etwas abgewinnen. Sollte er das nicht nur touristisch gemeint haben, wäre es eine schöne Kampfansage. Genau die Art, die einem Uli Hoeneß gefällt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

FC Bayern: So viel Geld liegt wirklich auf dem „Festgeldkonto“ - Reicht es für Dembélé oder Sané?
Uli Hoeneß hatte einst das Festgeldkonto des FC Bayern berühmt gemacht. Wie voll ist es wirklich? Mit diesen Millionen plant der Rekordmeister den Sommer.
FC Bayern: So viel Geld liegt wirklich auf dem „Festgeldkonto“ - Reicht es für Dembélé oder Sané?
FC Bayern und Timo Werner: Das sind die neuen Pläne mit dem Nationalspieler
Verlässt Timo Werner RB Leipzig und geht zum FC Bayern München? Jetzt könnte es eine plötzliche Wende geben. Alle Transfer-News gibt es hier. 
FC Bayern und Timo Werner: Das sind die neuen Pläne mit dem Nationalspieler
Hudson-Odoi weiterhin auf der Bayern-Wunschliste! Wird‘s nun doch nochmal heiß?
Kommt Callum Hudson-Odoi zum FC Bayern München? Aktuell steht er noch beim FC Chelsea unter Vertrag. FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat einen klaren Plan. 
Hudson-Odoi weiterhin auf der Bayern-Wunschliste! Wird‘s nun doch nochmal heiß?
Leroy Sané zum FC Bayern? Insider wissen offenbar über Entscheidung Bescheid
Der FC Bayern München bastelt am Kader für die nächste Saison. Ob Leroy Sané Teil des Teams wird, könnte sich bald entscheiden. Hier gibt es alle Transfer-News zum …
Leroy Sané zum FC Bayern? Insider wissen offenbar über Entscheidung Bescheid

Kommentare