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van Gaal

„Das kostet Energie – aber ich habe viel Energie“

München – Bayern-Coach van Gaal gibt sich kämpferisch – Rummenigge widerspricht Hoeneß im Fall Klopp

Es war eine kuriose Situation am Dienstag. Als Louis van Gaal den Journalisten Rede und Antwort stand, zurrten ein paar Türen weiter die Bosse gerade die Trennung von Mark van Bommel fest. „Für mich ist so etwas normal“, sagte der Trainer. Der Abschied des Kapitäns schien ihn wie die Kritik der Führung kalt zu lassen.

Tags zuvor habe man sich über die Wortmeldungen von Uli Hoeneß und Christian Nerlinger bei der turnusmäßigen Vorstandssitzung (ohne Präsident) ausgetauscht. „Es ist wieder passiert: Wir wurden auseinandergespielt“, so van Gaal. Er habe sich damit abgefunden: „Das ist der FC Bayern, das wusste ich vorher. Die Herren können jeden Tag etwas sagen, sie haben das Recht. Es ist nicht nett, das kostet Energie – aber ich habe viel Energie. Ich denke, das Verhältnis ist wieder gut.“

Van Gaal gibt sich kämpferisch, Karl-Heinz Rummenigge sprang ihm erneut zur Seite. „Es gibt kein Problem zwischen Nerlinger und dem Trainer“, sagte der Vorstandschef der „tz“, man habe die Sache „auf unkomplizierte Art“ gelöst. Er selbst habe auch ein „total seriöses und professionelles Verhältnis“ zu van Gaal. Dass es um den Niederländer einsam werde, verneinte er: „Wird es nicht. Er hat einen Vertrag bis 2012, ich gehe fest davon aus, dass er bis dahin bei uns ist.“

Rummenigge schoss mehr in Richtung Hoeneß. Auf die Frage, ob der Präsident einst zu Jürgen Klinsmann überredet werden musste – er hatte erzählt, er habe Jürgen Klopp favorisiert–, sagte der Vorstandschef: „Es gibt von allen wichtigen Sitzungen Protokolle. In diesem Protokoll steht, dass die Herren Hopfner, Hoeneß, Beckenbauer und Rummenigge einstimmig, das will ich betonen, Klinsmann zum Trainer ernannt haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendjemand zu der Einstimmigkeit überredet werden musste.“

awe

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