1899 Hoffenheim - Bayern München
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Niko Kovac.

Goretzka knipst und glänzt auf der Zehn

Doppelpack in Hoffenheim - Kovac: „Wir haben alles richtig gemacht!“

  • José Carlos Menzel López
    VonJosé Carlos Menzel López
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So rund es für Leon Goretzka während der 90 Minuten in Sinsheim lief, so langsam lief es beim gebürtigen Bochumer hinterher. Der Grund: Der 23-Jährige musste zur Dopingprobe, wo Goretzka erst mit rund einer Stunde Verspätung ablieferte.

Um kurz vor Mitternacht war dann auch der Nationalspieler fertig, zu dieser Zeit befand sich der Bus des FCB allerdings bereits auf der Rückfahrt, weshalb Goretzka die Heimreise aus dem Kraichgau individuell antrat. Ausgemacht dürfte es ihm allerdings wenig haben, schließlich hatte der Neuzugang aus Schalke mit seinem ersten Doppelpack in der Bundesliga maßgeblichen Anteil am 3:1-Sieg der Münchner gegen die TSG – und das sogar auf einer ungewohnten Position.

Niko Kovac beorderte Goretzka beim Rückrundenauftakt nämlich auf die Position des Spielmachers, was ihm der Youngster mit einer überragenden Leistung dankte. Immer wieder trieb er die Kugel vor den Sechzehner, stach in die ­Lücken und krönte seine Leistung mit zwei Toren der Kategorie Knipser – eines per Nachschuss, das zweite im Fallen. „Er ist unglaublich wichtig für uns“, so Kabinenspezl Niklas Süle. „Er ist viel in die Tiefe gegangen. Ich glaube, dass er auch keine Probleme mit vielem Laufen hat. Er ist ein Wahnsinnsspieler, ich bin froh, dass er hier ist.“

Goretzka: „Es klappt fast besser, als ich es erwartet hatte“

Auch Goretzka selbst fühlt sich mittlerweile „angekommen“, wie er den Pressevertretern hinterher in gewohnter sachlicher Manier erklärte. „Insgesamt hatte ich keine Sorgen, aber schon Respekt, weil ich mein Nest noch nie wirklich verlassen habe“, gab der Ex-Knappe zu. „Aber es klappt fast besser, als ich es erwartet hatte. Ich habe mich sehr schnell eingefunden im Verein, die Spieler haben es mir aber auch sehr leicht gemacht und mich super aufgenommen.“ Und zwar vor allem Süle und Joshua Kimmich, wie er verriet. Goretzka: „Das waren die ersten Bezugspersonen und auch die Menschen, die ich schon mein halbes Leben lang kenne. Ich habe viel Spaß mit ihnen. Aber ich möchte da eigentlich niemanden herausheben, weil mich auch Spieler, die ich vorher nicht so kannte, ins Boot genommen haben. Dafür kann ich mich hier nur bedanken.“

Und sie wiederum für den Doppelpack bei TORetzka, der darüber hinaus auch nichts dagegen hätte, wenn Kovac ihn weiterhin auf der Spielmacher-Position zum Einsatz bringen würde. „Ich denke, dass im Verein jeder weiß, dass ich diese Position bekleiden kann und dass das klar war, als ich geholt wurde. Ich spiele beide Positionen gerne“, so Goretzka, der jedoch anfügte: „Am liebsten spiele ich das Zwischending auf der Achter-Position. Wenn wir mit zwei Sechsern und Zehner spielen, dann lieber die Zehn.“

„Ich glaube, wir haben mit der Entscheidung, ihn auf die Zehn zu setzen, alles richtig gemacht“, meinte der Kroate, der allerdings nicht auf ihn wartete. Dafür war „Gore“ nach der Partie zu langsam.

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