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Ryan Babel (2.v.l.) und Edson Braafheid (3.v.l) posieren mit Ernst Tanner, Manager von Hoffenheim, und Trainer Marco Pezzaiuoli

"Durch Braafheid gewinnen wir an Qualität"

München - Jetzt hat auch der FC Bayern den Wechsel von Edson Braafheid vom zum Bundesligarivalen 1899 Hoffenheim bestätigt. Im Kraichgau ist die Freude groß.

Der Vize-Weltmeister hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014 unterschrieben. Das bestätigten die Bayern und die Hoffenheimer am Donnerstag.

„Durch diese Verpflichtung hat unser Kader nochmals an Qualität und Erfahrung gewonnen“, sagte Hoffenheims Trainer Marco Pezzaiuoli über Braafheid, der die Rückennummer 28 erhält. Braafheid sieht den Wechsel nicht als Karriereknick. „Für meine weitere Entwicklung war der Wechsel nach Hoffenheim sehr wichtig, gerade auch im Hinblick auf die Nationalmannschaft“, sagte der 27-Jährige, der am Donnerstag gemeinsam mit seinem Landsmann Ryan Babel offiziell vorgestellt wurde.

Fehleinkäufe des FC Bayern aus den vergangenen 20 Jahren

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Nach der Verpflichtung Braafheids wollen die Hoffenheimer bis zum Ende der Wechselperiode Ende Januar nicht mehr auf dem Transfermarkt aktiv werden. „Im Grunde haben wir weitestgehend abgeschlossen. Wir werden nur dann etwas machen, wenn es aktuell gilt, den Kader weiter zu stabilisieren“, sagte Manager Ernst Tanner.

Braafheid spielte in der Planung von Bayern-Trainer Louis van Gaal keine Rolle mehr. Der Linksverteidiger war 2009 für zwei Millionen Euro vom niederländischen Erstligisten Twente Enschede nach München gewechselt. Von Februar bis Juli 2010 war Braafheid an den schottischen Klub Celtic Glasgow ausgeliehen.

Unterdessen hat der zum englischen Premier-League-Klub West Ham United ausgeliehene Stürmer Demba Ba trotz des Wechseltheaters eine Rückkehr nach Hoffenheim nicht ausgeschlossen. Die Beziehungen zu den Verantwortlichen im Verein seien weiter in Ordnung, sagte der 25-Jährige dem Fachmagazin kicker.

Ba widersprach der Darstellung, er habe mit einem Streik den Wechsel nach England forciert, und wehrte sich gegen den Vorwurf der Söldnermentalität. „Wenn es diese Zusage Anfang Januar nicht gegeben hätte, dann hätte ich mich nicht so verhalten. Ich bin nicht plötzlich verrückt geworden oder wollte Hoffenheim ärgern“, sagte der Senegalese und fügte hinzu: „Als Söldner wäre ich jetzt in Russland bei Kasan und hätte Millionen verdient. Die englische Liga ist ein Traum, und ich wollte eine neue Etappe starten.“

sid

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