Schwärmt vom Sachverstand  seines früheren Kapitäns: Ottmar Hitzfeld.
+
Schwärmt vom Sachverstand  seines früheren Kapitäns: Ottmar Hitzfeld.

Zuspruch für Ex-Kapitän

Hitzfeld stützt Effenberg

  • Andreas Werner
    vonAndreas Werner
    schließen

Ottmar Hitzfeld, langjähriger Chefcoach des FC Bayern, sagt, dass Stefan Effenberg eine Chance als  Trainer verdient hat

München – Man hat das jetzt erst mal wieder auf RTL gesehen, dass selbst frühere Profis mit einer bemerkenswerten Vita in Vergessenheit geraten können. Thomas Häßler versuchte, sich im „Dschungelcamp“ in Erinnerung zu bringen, denn ansonsten vertreibt sich der Welt- und Europameister die Zeit lediglich damit, in Berlins achter Liga den Club Italia zu coachen. Lothar Matthäus wurde bisher noch von jedem Bundesligisten ignoriert – und auch Stefan Effenberg wartet nun seit seinem Aus als Coach des SC Paderborn vor gut einem Jahr auf eine Neu-Anstellung.

„Stefan hat auf jeden Fall eine neue Chance als Trainer verdient“, sagt Ottmar Hitzfeld unserer Zeitung, „er hat einen hohen Sachverstand, ist ein Leadertyp und kann eine Mannschaft motivieren. Ich wünsche ihm und bin sicher, dass er bald eine Chance im Profifußball erhält.“

Der SC Paderborn war die erste Trainer-Station des 48-Jährigen, die Zusammenarbeit endete bereits nach knappen fünf Monaten. Dass es mit dem Präsidenten Wilfried Finke erheblich geknistert hat, ist ein offenes Geheimnis – und für Hitzfeld auch die Erklärung für die rasche Trennung. „Es war schade, dass er dort in schwieriges Umfeld gekommen ist. Anstelle dass man ihn als Trainer unterstützt hat, hatte es von außen den Anschein, als dass sich sehr in seinen Bereich als Trainer eingemischt wurde und er dann sogar aus den eigenen Reihen öffentlich kritisiert wurde. Das geht nicht.“ Zumal Effenberg ein Typ ist, der selbst hohe Ansprüche hat: „Er ist ja ein Alphatier.“

Hitzfeld meinte, er habe sich ganz generell „immer gewünscht, dass meine ehemaligen Spieler den Weg suchen, mal als Trainer oder im Managerbereich im Fußball erhalten zu bleiben. Dass sich Stefan für den Trainer-Job entschieden hat, freut mich sehr. Er hat das Zeug dazu, einen Klub zu prägen und seine Mannschaften zu Erfolgen zu führen.“

Auch interessant

Kommentare