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Präsident Uli Hoeneß (r.) wird künftig Sportdirektor Hasan Salihamidzic die öffentliche Bühne überlassen.

Ab sofort rückt Salihamidzic in die erste Reihe

Ende der „Abteilung Attacke“? Darum will sich Hoeneß aus der Öffentlichkeit zurückziehen

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Uli Hoeneß ist quasi der FC Bayern in Person, das Gesicht des Vereins. Doch künftig wird es vom Präsidenten deutlich weniger zu sehen und zu hören geben als bisher.

München - Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge - sie sind die Gesichter des FC Bayern. Im vergangenen Jahr gesellte sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic zum Präsident und Vorstandsvorsitzenden hinzu und füllte die Lücke auf, die Matthias Sammer hinterlassen hatte. Doch dieses Bild soll sich nun ändern. Einen Vorgeschmack dafür soll die Öffentlichkeit bereits bei der Vorstellung des neuen Trainers Niko Kovac bekommen haben, denn da fehlte Hoeneß.

Wie die Sport Bild berichtet, werden sich Fans und Medien an dieses Bild gewöhnen müssen, denn der einstige Lautsprecher und Manager will sich aus der ersten Reihe zurückziehen und künftig im Hintergrund agieren. Stattdessen soll Salihamidzic endgültig das Gesicht des Vereins werden, der Zukunft der Vereinsführung soll somit weiterer Raum gegeben werden. Stichwort Raum, die Büros von Hoeneß und Salihamidzic an der Säbener Straße liegen direkt nebeneinander, es findet ein regelmäßiger Austausch statt. Im Hintergrund wir er selbstverständlich weiterhin mit an den FCB-Fäden ziehen. Doch was ist der Grund dafür, dass Hoeneß seine höchst eigene „Abteilung Attacke“ dicht macht und nur noch punktuell größere Interviews geben möchte?

So wird es künftig sein: Sportdirektor Hasan Salihamidzic (r.) wird bei wichtigen Terminen, wie bei der Vorstellung des neuen Trainers Niko Kovac, die Bayern-Chefs repräsentieren.

Die einfache Erklärung: Es ist die neue Medienwelt, die ihm nicht mehr zusagt. Die Aussagen des 66-Jährigen hätten zuletzt „eine Wucht erreicht, die dem Bayern-Patron selbst unheimlich wurde“, schreibt das Blatt. Er wolle nicht mehr Teil der „Breaking News“ sein, bzw. diese befeuern, das Internet sehe er als „üble Rolle in der Berichterstattung“ (Shitstorms, Fake News, etc.). Die Demontage von Franz Beckenbauer im Zuge der Affäre um die WM 2006 und auch der Umgang mit ihm selbst nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung haben ihn geprägt. Den öffentlichen Umgang mit Mesut Özil wegen der Erdogan-Fotos registriere Hoeneß genau, eine öffentliche Darstellung seiner Meinung verkniff er sich jedoch. Selbstdisziplin à la Bayern-Boss.

Bilder aus der Vergangenheit: Die Bayern-Bosse Karl-Heinz-Rummenigge (l.), Hasan Salihamidzic (2.v.r.) und Uli Hoeneß (r.) gemeinsam auf dem Podium , hier bei der Vorstellung von Jupp Heynckes.

Er selbst lebt gut ohne das Web, ihm reichen die klassischen Medien wie Zeitungen oder TV-Nachrichten, um auf dem Laufenden zu bleiben. Es stellt sich jedoch die Frage: Kann Hoeneß überhaupt leise? Eine erste Bewährungsprobe wird er schon zum Start der Bundesliga haben, denn dann wird er in der Sky-Talkrunde „Wontorra“ zu Gast sein. Bei Sky gab er ja auch bereits bekannt, dass Lewandwoski beim FC Bayern bleibt. Der wünscht sich nun auch eine Aussprache mit den Bayern-Bossen.

fw

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