RB Leipzig - Bayern München
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Javi Martinez muss die Spiele seiner Nationalelf am Fernseher verfolgen.

Trotz Topform darf Bayerns Sechser nicht für Spanien ran

Enttäuschter Javi Martinez: Spaniens Trainer spricht nicht mit mir

  • Christoph Gschoßmann
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Javi Martinez ist bitter enttäuscht, dass er nicht für Spanien ran darf - Spaniens Nationalcoach nehme keine Notiz von ihm.

München - Bei Bayern unverzichtbar, in Spaniens Nationalelf anscheinend kein Thema: Javi Martinez (29) muss trotz seiner außergewöhnlichen Entwicklung in München zuhause bleiben, während die Auswahl seines Landes antritt. So auch beim 1:1 gegen seine Wahlheimat Deutschland. Dabei gab es noch nicht einmal eine Erklärung von Nationaltrainer Julen Lopetegui, wie Martinez goal.com in einem Interview verriet: „Nein, er spricht nie mit Spielern, die nicht nominiert wurden“, ist Martinez‘ knappe Antwort auf die entsprechende Frage. Und ob Spanien ein Favorit für den WM-Titel sei? Ja, sagt Martinez, aber: „Da kann ich nur als Fan sprechen.“

Lässt sich da ein wenig Bitterkeit aus Martinez‘ Aussagen herauslesen? „Natürlich war ich enttäuscht“, gibt der Spanier zu. „Jeder Spieler, der Erwartungen mitbringt, dabei zu sein und dann nicht nominiert wird, ist enttäuscht.“ Statt beleidigt zu sein, entscheide er sich aber, sich zu überlegen „wie man noch härter arbeiten kann, wie man dem Coach am besten zeigen kann, dass man bereit ist.

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Martinez hofft auf Nationaltrainer Xavi

Es sei eben „schwierig, in die Nationalmannschaft zu kommen. Wir haben auf allen Positionen gute Spieler, das gilt auch für meine.“ Die Verwunderung, dass Martinez trotz bestechender Form im Bayern-Dress nicht nominiert wurde, war an der Isar dennoch groß. Das fiel auch Martinez auf: „Einige Mannschaftskollegen oder auch Staff-Mitglieder des FC Bayern waren überrascht und haben mich gefragt: 'Wie kann es sein, dass du nicht dabei bist?' Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Natürlich ist es eines meiner größten Ziele, für die Nationalmannschaft zu spielen. Ich werde kämpfen, um wieder dorthin zu kommen. Selbst wenn ich nicht bei der Weltmeisterschaft dabei sein sollte, werde ich nicht aufgeben.“

Einen schwachen Hoffnungsschimmer sieht Martinez: Einen neuen Nationaltrainer in der Zukunft. Die spanische Mittelfeld-Ikone Xavi Hernandez hatte kürzlich verlauten lassen, dass Martinez unbedingt zur WM müsse. Martinez dazu: „Xavi ist für mich der beste Mittelfeldspieler der vergangenen 15 oder sogar 20 Jahre. Es ist eine Ehre, das von ihm zu hören. Hoffentlich ist er in ein paar Jahren Nationaltrainer.“ 

Ob sich Martinez mit solchen Aussagen einen Gefallen tut? Bisher durfte Martinez 18 Mal für Spanien auflaufen.

cg

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