Peter Bircks will auch beim FCA eine Abteilung Attacke
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Peter Bircks will auch beim FCA eine Abteilung Attacke. Den ersten Schuss gibt er selbst ab

FCA fühlt sich benachteiligt

"Hoeneß hätte einen roten Kopf bekommen!"

Augsburg - Der FC Augsburg fühlt sich von den Schiedsrichtern benachteiligt. Geschäftsführer Peter Bircks erklärt, warum das dem FC Bayern mit Uli Hoeneß nie passieren würde.

Trotz der Trendwende tut sich der FC Augsburg schwer, die direkten Abstiegsränge zu verlassen. Mittlerweile sind die Schwaben zwar seit fünf Spielen ungeschlagen, doch darunter sind vier Unentschieden. Zu wenig für Platz 16, den immer noch die TSG 1899 Hoffenheim belegt.

An dieser misslichen Lage haben aus Sicht des kaufmännischen FCA-Geschäftsführers Peter Bircks die Schiedsrichter einen maßgeblichen Anteil. Was das Sportliche angeht, hält sich der Finanzexperte üblicherweise zurück. Wenn die Ergebnisse aber Auswirkungen auf die Kasse des sparsamen Erstligisten, schaltet er sich ein - so wie jetzt. Schließlich würde der Abstieg den Verein zehn Millionen Euro kosten, wie Bircks bereits hochgerechnet hat.

Drei aktuelle Fälle zählt der Geschäftsführer auf, in denen der FCA keinen Elfmeter bekommen hat, seiner Meinung nach aber hätte bekommen müssen.

Erstens: Dante sprang beim Pokal-Aus des FC Augsburg der Ball an die Hand: Elfmeter für den FC Bayern. Beim Aufeinandertreffen beider Teams in der Bundesliga hatte es in einer ähnlichen Situation einen Strafstoß gegen Gibril Sankoh und den FCA gegeben.

Zweitens: Naldo brachte den einschussbereiten Ja-Cheol-Koo beim Stand von 1:1 gegen den VfL Wolfsburg durch Ziehen zu Fall. Wieder kein Elfmeter.

Drittens: Der Mainzer Junior Diaz riss Dong Won Ji am Samstag am Trikot. Ebenfalls elfmeterreif, aber vom Schiedsrichter nicht geahndet.

Was Bircks allerdings nicht erwähnt: Im Spiel gegen die Mainzer am vergangenen Sonntag sorgten die Schiedsrichter-Entscheidungen auf beiden Seiten für Verwunderung. So beurteilten viele Experten die Rote Karte gegen Shawn Parker als zu hart. Die über 45-minütige Überzahl konnte der FCA nicht zu einem Sieg nutzen...

FCA-Boss vermisst Abteilung Attacke

Doch Bircks reicht es, er fühlt sich systematisch benachteiligt. "Wenn man das in Punkte umrechnet, fehlen uns im Endeffekt sechs Punkte", sagt er der "Augsburger Allgemeine". Er glaubt, dass es auch am eigenen Verhalten liegt, weswegen der FCA nicht die entscheidenden Pfiffe bekommt. Genauer gesagt verhält sich Trainer Markus Weinzierl an der Seitenlinie viel zu edel, glaubt er: "Wir müssen uns auch einmal beschweren und nicht immer nur die geduldigen Lämmer spielen, die auch noch die andere Wange hinhalten", poltert Bircks.

Beim FCA vermisst er die Abteilung Attacke, die er vom FC Bayern kennt. Das Prinzip: Der jetzige Präsident und damalige Manager Uli Hoeneß verteilt in den Medien gezielt Spitzen gegen Bösewichte, die den nachhaltigen Erfolg des deutschen Rekordmeisters gefährden könnten. Zu den Widersachern zählten in der Vergangenheit wiederholt auch Schiedsrichter.

Immer wieder aktuell: Uli Hoeneß' explosivste Attacken

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Bircks' Theorie: "Wenn das mit den Bayern passiert wäre, hätte Uli Hoeneß mal kurz einen roten Kopf bekommen und es hätte in der Medienlandschaft schon anders gescheppert."

Als Beleg dafür führt er den Elfmeterpfiff für Franck Ribéry am vergangenen Wochenende gegen Schalke 04 an - aus seiner Sicht eine ähnliche Situation wie bei Diaz und Dong Won Ji. Der Unterschied: Bayern hätte die kriselnden Schalker höchstwahrscheinlich auch unabhängig von dieser Entscheidung abgewatscht.

kim

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