Chris Richards (links) und Joshua Zirkzee gaben am Sonntag ihre Debüts für ihre Leihvereine.
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Chris Richards (links) und Joshua Zirkzee gaben am Sonntag ihre Debüts für ihre Leihvereine.

Leihgaben der Bayern-Amateure sammeln erste Minuten

Talente des FC Bayern in der Fremde: Startelf-Debüt und Joker-Einsatz

Joshua Zirkzee und Chris Richards sammelten am Sonntag erste Minuten bei ihren Leihvereinen. Sapreet Singh feierte hingegen sein Comeback bei der U23 des FC Bayern.

  • Chris Richards und Joshua Zirkzee haben nach ihrem Wechsel am Sonntag ihr Debüt bei ihren neuen Klubs gefeiert.
  • Rückkehrer Sarpreet Singh stand nach dem Ende seiner Nürnberg-Leihe für die 2. Mannschaft des FC Bayern auf dem Platz. 
  • Trainer Holger Seitz spricht über die Leih-Philosophie des FC Bayern bei den Talenten. 

München - Joshua Zirkzee und Chris Richards haben nach ihrem Wechsel am vergangenen Spieltag in der Bundesliga und der Serie A ihre ersten Einsatzminuten für den neuen Verein gesammelt. Leon Dajaku hingegen schaffte es nach zwei Joker-Einsätzen an den vergangenen Spieltagen hingegen nicht in den Kader von Urs Fischer.

FC Bayern: Chris Richards spielt unter Sebastian Hoeneß 90 Minuten gegen Eintracht Frankfurt

Ex-U23-Coach Sebastian Hoeneß hat offenbar aus der Meistersaison noch ausgezeichnete Erinnerungen an den US-Nationalspieler. Chris Richards debütierte wenige Tage nach seinem Transfer bei der 1:3-Niederlage der TSG Hoffenheim gegen Eintracht Frankfurt für die Kraichgauer. Der 20-jährige Innenverteidiger spielte am Sonntag über die volle Laufzeit und verdrängte Kasim Adams auf die Bank. 

Trotz seines ersten Bundesligaspiels für die TSG zeigte sich der US-Amerikaner beim Interview bei Sky nach dem Spiel gelassen: „Es war nicht so der schwierige Job, ich habe ja schon unter Sebastian Hoeneß gespielt“. Richards soll in der Abwehr der Sinsheimer künftig mithelfen, weniger Tore zu kassieren. Der Sechzehntelfinalist der Europa League, der am 18. Februar beim FK Molde gefordert ist, hat in der laufenden Ssaison nach Mainz und Schalke 04 mit 37 Gegentreffern die drittschlechteste Defensive der 1. Bundesliga

FC Bayern: Joshua Zirkzee soll schwächsten Angriff der Serie A zum Klassenerhalt schießen

Nicht ganz so viel Spielzeit bekam Joshua Zirkzee bei der 0:3-Heimpleite seines neuen Vereins Parma Calcio im Derby gegen den FC Bologna. Nach seiner Einwechslung in der 55. Minute konnte der Niederländer die Niederlage nicht mehr abwenden. Kurz vor Schluss zeigte der Stürmer aber, worauf sich die Parma-Fans künftig freuen können: Beim Stand von 0:2 setzte sich der 19-Jährige in der 87. Minute geschickt gegen zwei Gegenspieler durch und legte gekonnt für Valentin Mihaila auf. Dessen Schuss verfehlte aber das Ziel und Parma Calcio steht momentan mit zwei Siegen und nur 13 Punkten auf dem 19. Tabellenplatz. Mit nur 14 erzielten Treffern sind die Gelb-Blauen vor dem Tor, mit großem Abstand, die ungefährlichste italienische Mannschaft. Zirkzee soll mit seinem Talent den Abstieg aus der Serie A mit verhindern.

Ex-Kollege Leon Dajaku muss sich hingegen bei Union Berlin im Moment noch hinten anstellen. Der Mittelfeldspieler stand bei der 1:0-Auswärtsniederlage in Mainz erneut nicht im Kader der Berliner. Insgesamt kam der 19-Jährige in seinen beiden Kurzeinsätzen in Leipzig und an der alten Försterei gegen Gladbach auf 35 Minuten Spielzeit bisher. 

Holger Seitz: FC Bayern legt Talenten „keine Steine in den Weg“

Deutliche mehr Spielzeit hatte zwar Sarpreet Singh beim 1. FC Nürnberg, trotzdem ist der Mittelfeldspieler wieder an die Säbener Straße zum Rekordmeister zurückgekehrt. Eigentlich sollte er ursprünglich bis Saisonende den Franken im Abstiegskampf helfen, der Club löste aber in Einvernehmen beider Seiten den Vertrag vorzeitig auf. Der 21-Jährige wurde am Sonntag bei der 0:1-Niederlage der Bayern-Amateure gegen den KFC Uerdingen in der 66. Minute bei der U23 eingewechselt. Bereits am Mittwoch im Nachholspiel gegen den FSV Zwickau könnte der Neuseeländer in die Startelf von Holger Seitz drängen.

Der Trainer der Bayern-Amateure, befürwortet - trotz des Negativbeispiels mit Singh - die Leihpolitik des FC Bayern: „Wir haben die Spieler abgegeben, weil für sie die Möglichkeit bestand, in einer ersten Liga zu spielen. Unser ursprünglicher Auftrag mit der U23 ist, die Spieler für diesen nächsten Schritt weiterzuentwickeln. Deswegen legen wir ihnen auch keine Steine in den Weg.“ 

(Paul Ruser)

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