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Der Anführer der kleinen Bayern: Sebastian Hoeneß, 37, trainiert die jüngste Mannschaft der 3. Liga.

Seitz-Nachfolger kündigt mutigen und offensiven Spielstil an

FC-Bayern-Amateur-Trainer Sebastian Hoeneß: „Ich mag Herausforderungen“

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Dass er sich auf seiner ersten Station im Herrenbereich direkt einer heiklen Aufgabe stellt, ist ihm durchaus bewusst. Sebastian Hoeneß aber bekennt trocken: „Ich mag Herausforderungen.“

München – Am Montag nahm der 37-jährige Sohn von Dieter Hoeneß mit dem FC Bayern II die Vorbereitung auf die anstehende Saison in der 3. Liga auf. Zuvor hatte er zwei Jahre lang die A-Junioren des Vereins betreut, 2017 war er aus dem Nachwuchsbereich RB Leipzigs nach München gewechselt. Nun wurde die Trainerstelle bei den „Bayern-Amateuren“ frei, nachdem Aufstiegscoach Holger Seitz in die sportliche Führung des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) wechselte.

„Eigentlich“, sagte Hoeneß, habe er sich „sofort entschieden“, als die Anfrage kam, Seitz’ Nachfolge anzutreten. Er habe dann zwar „noch eine Nacht drüber geschlafen“, am nächsten Tag aber schon seine Zusage gegeben. „Die 3. Liga“, betont er, „ist eine Riesensache“. Und dass der U19-Trainer die U 23 übernimmt, wenn die dortige Position frei wird, ist nicht ungewöhnlich. Etwas anders liegt die Sache jedoch, wenn der Nachfolger des beliebten Aufstiegstrainers den Nachnamen Hoeneß trägt. Das ist erkennbar nicht sein Lieblingsthema, jedoch reagierte der gebürtige Münchner souverän und abgeklärt. „Ich kenne es ja nicht anders“, sagte er, „und musste mein Leben lang damit umgehen.“ Als Bürde betrachte er seinen Namen deshalb nicht, als „ersten Ansprechpartner“ nennt er seinen Vater Dieter. Dass er zunächst einige Vorbehalte auszuräumen hat, nimmt Hoeneß als Herausforderung an, er könne „nur authentisch bleiben“.

Komplizierter ist da schon die sportliche Aufgabe. Mit der jüngsten Mannschaft der Liga möchte Hoeneß „die Klasse halten“, ohne sich dabei „hinten reinzustellen, wir wollen mutig und offensiv agieren“. Der ein oder andere Dämpfer ist dabei durchaus einkalkuliert. Einen Wunsch hat Hoeneß aber – egal, ob Torjäger Wriedt bleibt oder nicht: „Einen Stürmer, der Tore garantiert, könnten wir gebrauchen.“ MATTHIAS HORNER

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