Auch von Übermacht nicht zu bremsen: Arjen Robben gegen den FC Augsburg.
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Auch von Übermacht nicht zu bremsen: Arjen Robben gegen den FC Augsburg.

Bayern-Sieg in Augsburg

Tischlein deck dich

  • Andreas Werner
    vonAndreas Werner
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Mit Lewandowski und Robben in der Form vom Spiel in Augsburg dürfte PSV Eindhoven für den FC Bayern leichte Kost werden

Augsburg – Nachdem sich die beiden beim 3:1 über den FC Augsburg gegenseitig sämtliche Treffer spendiert hatten, legte Karl-Heinz Rummenigge Robert Lewandowski und Arjen Robben noch einen gemeinsamen Feierabend ans Herz. Die zwei könnten sich auf ein Date verabreden, witzelte der Bayern-Vorstand, und Robben nahm das Zuspiel humorvoll auf. „Das Restaurant ist schon reserviert“, sagte der Niederländer, „wenn Robert in der zweiten Halbzeit noch das dritte Tor macht, wäre es vielleicht mit Übernachtung gewesen.“

Nun, der Stürmer hatte es aber dann doch bei einem Doppelpack belassen, aber auch so ließ sich der FC Augsburg leicht verputzen. Wie heißt es so schön im Märchen? „Tischlein deck dich“ – in der Form vom Samstag dürfte das Spiel am Dienstag in Eindhoven leichte Kost werden. Wenn die Bayern ernst machen, hat das was von einem märchenhaften „Knüppel aus dem Sack“.

Am Samstag stahl das torgefährliche Duo allen Kollegen die Show – und stand in der Analyse weiterhin im Fokus, weil ja die Vertragsverlängerungen immer heißer gehandelt werden. Eine schwere Geburt werde das Ganze wohl nicht mehr, sagte Rummenigge, der zwar auch anmerkte, er sei „keine Hebamme“, im Großen und Ganzen aber wie schon unter der Woche Zuversicht demonstrierte, dass bald Vollzug vermeldet werden könnte. „Wir wissen, was wir aneinander haben“, meinte auch Robben vielsagend, und da an diesem Nachmittag schon viel über gemeinsame Restaurantbesuche gesprochen worden war, fügte er hinzu: „Herr Rummenigge hat die Telefonnummer von meinem Vater. Er kann ihn jederzeit anrufen und auf einen Kaffee einladen.“ Bei dieser Gelegenheit ließe sich der Vertrag rasch verlängern.

Zweifel, dass Robben trotz seiner 32 Jahre den Anforderungen bei Bayern bald nicht mehr gerecht werden könnte, sind hinter den Kulissen aktuell offenbar wohl kein Thema mehr. Der Flügelflitzer machte Werbung für sich, auch verbal. „Ich komme immer besser rein, es war viel Energie im Spiel“, sagte er. Noch immer ist er in der Reintastphase, nachdem er die ersten Saisonspiele verpasst hat.

Die Zeit, die er pausieren musste, hat er auch genutzt, um sich einmal mit Lewandowski auszusprechen. Beide pflegen ein ausgeprägtes Ego, beide wollen siegen, wollen Tore – und vertrauen da im Zweifel lieber mal auf die eigenen Fähigkeiten als auf die der anderen, mögen die Kollegen noch so begabt sein. „Wir haben gesprochen, dass wir mehr zusammenspielen – davon hat jeder was“, erzählte Lewandowski, der eine für ihn ungewöhnlich lange Liga-Torflaute von 481 Minuten beenden konnte. „Wir sind keine Maschinen, man kann nicht jedes Spiel treffen“, meinte der Pole, „aber ich fühle mich gut, habe Kraft.“

Solange Lewandowski und Robben in Schuss sind, ist es verschmerzbar, dass beispielsweise Mats Hummels am Samstag eine persönliche Ladehemmung beklagte. „Ich habe anscheinend meinen Intimfeind gefunden“, sagte der Innenverteidiger über Torwart Marvin Hitz, der schon am Mittwoch im Pokal einige Chancen von Hummels entschärft hatte. „Wenn ich irgendwann mal gegen ihn treffe, werde ich ihn auf jeden Fall diebisch angrinsen.“

Das sind in etwa so große Probleme, als müsste man für Samstagabend noch einen Platz in einem Münchner Restaurant ergattern. Luxussorgen. Und für Stars des FC Bayern ist sowieso überall schnell ein Tisch gedeckt.

Prost, Mahlzeit.

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