+
Das geht gut los: Die Bayern-Torschützinnen Linda Dallmann traf in ihrem ersten Pflichtspiel.

Bayern-Damen feiern Auftaktsieg

Dallmann schnürt Debüt-Doppelpack: Starke Vorstellung gegen Freiburg

  • schließen

Starkes Pflichtspiel-Debüt für die Bayern-Frauen beim 3:1-Liga-Auftaktsieg in Freiburg.

VON CHRISTIAN STÜWE

Freiburg – Unmittelbar vor dem Saisonstart hatte sich Linda Dallmann noch als eine Spielerin beschrieben, die Tore lieber vorbereitet und das Toreschießen gerne anderen überlässt. Umso überraschender war das Pflichtspiel-Debüt der neuen Nummer 10 der Fußballerinnen des FC Bayern, denn die Nationalspielerin hatte am Samstag mit zwei Treffern entscheidenden Anteil am 3:1-Sieg beim SC Freiburg zum Bundesliga-Auftakt. „Uns war schon vorher klar, dass es keine einfache Aufgabe wird. Umso glücklicher sind wir über diese drei Punkte“, sagte Dallmann: „Vor dem ersten Spiel weiß man ja nie richtig, wo man steht.“

Die Konstellation sei eine besondere gewesen, führte die Mittelfeldspielerin weiter aus. Trainer Jens Scheuer war aus Freiburg nach München gewechselt, das habe „den Gegner zusätzlich motiviert“, vermutete Dallmann, „es war ein intensives Duell.“

Zunächst hatte Jovana Damnjanovic den FC Bayern per Kopf nach einer Flanke der ebenfalls aus Freiburg verpflichteten Giulia Gwinn in Führung gebracht (18.), Janina Minge (38.) glich wenig später jedoch aus. Da die Bayern-Frauen nun einige guten Chancen ausließen, blieb es beim 1:1-Halbzeitstand. In dieser Phase gab es auch die eine oder andere Unstimmigkeit in der Abwehrkette, in der die schwedische Nationalspielerin Amanda Ilestedt ebenfalls ihr Pflichtspiel-Debüt gab. Aber Laura Benkarth, die im Tor den Vorzug vor Carina Schlüter erhielt, war mehrfach auf dem Posten.

„Bis zu unserer verdienten Führung haben wir das sehr gut gemacht. Nach dem Tor haben wir dann irgendwie aufgehört, aggressiv nach vorne zu marschieren, Freiburg dadurch besser ins Spiel gebracht und dann durch einen Standard das Gegentor kassiert“, sagte Trainer Scheuer: „In der zweiten Hälfte haben wir mutiger agiert und es hätten auch noch mehr Tore fallen können.“

Lineth Beerensteyn spielte Dallmann mit einem herrlichen Pass frei, die 24-Jährige lupfte den Ball elegant an Torhüterin Merle Frohms vorbei ins Tor (49.). Sechs Minuten später staubte Dallmann dann aus kurzer Distanz zum Endstand ab. „Wir hätten für alle nervenschonender gewinnen können. Aber das ist jetzt auch egal. Zum Schluss sind für uns nur die drei Punkte wichtig. Es war ein schöner Auftakt“, sagte die Doppeltorschützin.

Mit Dallmann, Gwinn, Verena Schweers, Kathrin Hendrichs, Lina Magull, Benkarth und Kapitänin Melanie Leupolz standen sieben DFB-Spielerinnen in der Bayern-Startelf, die letzte Woche verpflichtete Carolin Simon wurde 20 Minuten vor Schluss eingewechselt. Am Freitag empfangen die Bayern-Frauen den FFC Frankfurt zum ersten Heimspiel (19.15 Uhr, Bayern-Campus).

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Sind nicht in der Kreisliga“: Fredi Bobic äußert sich zur Kritik an Niko Kovac
Beim Gastspiel des FC Bayern beim RB Leipzig geriet Trainer Niko Kovac für seine ungewöhnlichen Auswechsel-Entscheidungen ins Schussfeld der Twitter-Gemeinde.
„Sind nicht in der Kreisliga“: Fredi Bobic äußert sich zur Kritik an Niko Kovac
Neuer Torwart-Streit im DFB-Team? Lehmann: "Neuer hat das leicht arrogante Selbstverständnis"
Für Torhüter Marc-André ter Stegen ist seine Situation als DFB-Ersatzmann alles andere als einfach zu verstehen. Konkurrent Manuel Neuer reagiert verstimmt.
Neuer Torwart-Streit im DFB-Team? Lehmann: "Neuer hat das leicht arrogante Selbstverständnis"
Franz Beckenbauer: So ernst steht es um den „Kaiser“ - sein Sohn Joel spricht
Schon öfter hatte Franz Beckenbauer gesundheitliche Probleme, doch derzeit ist die Sorge um die Fußballlegende besonders groß. Sein Sohn sprach nun über den …
Franz Beckenbauer: So ernst steht es um den „Kaiser“ - sein Sohn Joel spricht
Florenz-Besitzer adelt Ribéry und bringt kuriosen Vergleich mit Cristiano Ronaldo
Nach zehn Jahren beim FC Bayern München verließ Franck Ribéry den Verein in Richtung Florenz. Nun bekam der Ex-Bayern-Star ein Lob der besonderen Art.
Florenz-Besitzer adelt Ribéry und bringt kuriosen Vergleich mit Cristiano Ronaldo

Kommentare