David Alaba erzielte in Bremen seinen ersten Saisontreffer
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David Alaba erzielte in Bremen seinen ersten Saisontreffer.

Traumtor zur Befreiung

Nach Kritik: Alaba lässt wieder Leistung sprechen

  • Sven Westerschulze
    vonSven Westerschulze
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München - Für die Fans des FC Bayern war es ein Traumtor, für David Alaba die pure Befreiung. Beim Jubel über seinen tollen Freistoßtreffer fiel eine Menge Ballast von den Schultern des 24-Jährigen ab. 

Viel Kritik hatte es in den vergangenen Monaten für den Linksfuß gehagelt, am Samstag hat er die Kugel endlich mal wieder ins Eck genagelt. „Als ich den Ball getroffen habe, wusste ich, dass er reingeht“, verriet der Österreicher später mit einem Grinsen im Gesicht. Ein Traumtor zur Befreiung! 

Endlich glänzt der FCB-Star wieder auf dem Platz. Zuletzt war er in den sozialen Netzwerken präsenter als auf dem Rasen, zeigte sich lieber auf Veranstaltungen wie dem Ski-Rennen auf der Streif statt in den Begegnungen der Bayern. Während sich die Fans über die Einblicke in sein Privatleben freuen, würden die Bayern-Bosse sich etwas mehr Fleiß auf dem Platz wünschen. Dass er es draufhat, bewies Alaba in Bremen. Der Österreicher ließ sich nicht zweimal bitten, als die Kugel in halbrechter Position knapp 20 Meter vor dem Tor lag. Es war sein erster Saisontreffer - natürlich per Freistoß. Vier seiner letzten fünf Ligatore erzielte der Linksfuß auf diese Weise. „Unter der Woche habe ich nach dem Training noch ein paar Freistöße geübt“, sagte Alaba später. „Aber da lief es eher nicht so gut.“ Im Spiel klappte es.

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Und wie wichtig das Traumtor am Ende war, hätte der Schütze selbst wohl auch nicht mehr gedacht nach der 2:0-Führung zur Pause. Nach dem Seitenwechsel bauten die Bayern ab. „Uns ist allen bewusst, dass wir es besser als in der zweiten Halbzeit machen müssen“, gab der Torschütze nach der Partie zu Protokoll. Das betrifft auch ihn, denn beim Gegentreffer durch Max Kruse sah der Österreicher alles andere als gut aus. Bremens Angreifer ließ ihn mit einer einfachen Finte ins Leere laufen, ehe er einschob (53.).

Im Vergleich zur Begegnung im Breisgau eine Woche zuvor zeigte Alaba sich aber deutlich verbessert. Man merkte ihm an, dass er sich mit Franck Ribéry auf der linken Seite deutlich wohler fühlt als mit Douglas Costa. Immer wieder hinterlief er Ribéry und versuchte mit seinen Aktionen auch in der Offensive Akzente zu setzen. Und das gefällt den FCB-Fans wahrscheinlich sogar noch ein bisschen mehr als Alabas Internetpräsenz.

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