David Alaba sieht seine Zukunft im Mittelfeld, nicht in der Abwehr
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David Alaba sieht seine Zukunft im Mittelfeld, nicht in der Abwehr.

Österreicher über seine Zukunft bei Bayern

Alaba: Innenverteidiger? Sehe mich eher im Mittelfeld

  • Denis Huber
    vonDenis Huber
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München - David Alaba ist absoluter Leistungsträger beim FC Bayern. Der Österreicher spricht im Interview über seine Wunschposition, seine Zukunft und den verletzten Kollegen Boateng.

David Alaba ist einer der Kandidaten, die Jerome Boatengs Ausfall in der Innenverteidigung kompensieren könnten. Die Verletzung des Kollegen war ein "Schock", wie er im Interview mit der "Abendzeitung" einräumt. Er könne sich gut in Boateng hineinversetzen, da er selbst in der Vorsaison in der entscheidenden Phase wegen einer Verletzung ebenfalls zum Zuschauen gezwungen war.

Alaba: "Ich sehe mich in der Zukunft im Mittelfeld"

Doch der Österreicher ist nicht sonderlich erpicht auf die Rolle im Abwehrzentrum. "Ich denke, dass wir auf der Position noch weitere sehr gute Innenverteidiger haben mit Holger Badstuber, Javi Martínez oder Medhi Benatia, der bald wieder zurückkommen wird", bringt der 24-Jährige  die klassischen Boateng-Stellvertreter ins Spiel. Dennoch würde er sich natürlich nicht sträuben, sollte Pep Guardiola den Linksfuß ins Zentrum ziehen wollen: "Es ist nicht unbedingt meine Lieblingsposition, links hinten oder im Mittelfeld fühle ich mich wohler. Aber ich werde der Mannschaft helfen, wenn mich der Trainer dort aufstellt."

Der Spanier hält große Stücke auf Alaba und traut ihm sogar zu, der beste Innenverteidiger der Welt werden zu können. Eine Aussicht, die bei Alaba nicht gerade Begeisterungsstürme auslöst. Er will lieber einer der besten Mittelfeldspieler des Planeten werden. "Es ist ja das Ziel eines jeden Spielers, zu den Besten zu gehören. Ich sehe mich in der Zukunft im Mittelfeld, das ist kein Geheimnis. Aber ich kann eben mehrere Positionen spielen, gerade als Linksverteidiger habe ich das gezeigt."

Alaba steckt sich nur kurzfristige Ziele

Seit seinem Bundesliga-Debüt im März 2010 hat Alaba vor allem gezeigt, dass er eigentlich auf allen Positionen eingesetzt werden kann. Lediglich Manuel Neuer im Bayern-Tor muss wegen Alaba wohl nicht um seinen Stammplatz fürchten. Durch seine überragende Flexibilität gehört der Sohn einer philippinischen Mutter und eines nigerianischen Vaters naturgemäß zu den begehrteste Kickern auf dem internationalen Transfermarkt.

Doch Alaba, der als 16-Jähriger zum FC Bayern kam, sieht sich als Identifikationsfigur. "München ist zu meiner zweiten Heimat geworden, ich fühle mich hier wohl", erklärt der Hip-Hop- und R&B-Fan. Einen langfristige Vertrag strebt er deswegen aber nicht an beim Rekordmeister. "Meiner läuft ja noch bis 2018. (...) Ich schaue nicht so weit in die Zukunft, ich bin eher jemand, der sich kurzfristige Ziele steckt."

Sorgen, dass Alaba irgendwann die Biege macht und zu einem anderen europäischen Topklub wechselt, muss sich beim FC Bayern vorerst aber keiner machen. "Jeder, der mal bei Bayern war, weiß, wie gut der Klub ist. Dass man sich hier wie in einer Familie fühlt. Jeder Spieler hier ist dankbar, für Bayern spielen zu dürfen. München ist ein sehr, sehr gutes Pflaster für mich", erklärt der österreichische Nationalspieler.

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