Franck Ribéry (l.) bereitete den Münchner Führungstreffer vor.
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Franck Ribéry (l.) bereitete den Münchner Führungstreffer vor.

Franzose zeigt gegen Werder Klasse

Diesen Ribéry braucht Carlo Ancelotti

  • Sven Westerschulze
    vonSven Westerschulze
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München - Lange ließ Carlo Ancelotti ihn zappeln, in Bremen ließ er Franck Ribéry endlich von der Leine. Zum ersten Mal nach drei Spielen auf der Bank durfte der Franzose wieder von Beginn an ran und hatte seine Aufstellung bereits nach einer halben Stunde gerechtfertigt.

Mustergültig bediente er Arjen Robben bei dessen Tor zum 1:0 – an diesem Ribéry kommt Carlo nicht vorbei!

Gegen Werder zeigte er wieder einmal, warum. „Er ist in einer guten Verfassung“, hatte Ancelotti vorher angekündigt, Ribéry lieferte den Nachweis auf dem Rasen. Wie schon in Freiburg taten sich die Münchner in der Offensive schwer und schafften es nicht, sich klare Torchancen zu erspielen. Im Zentrum fehlte die Kreativität und das Tempo. Wenn etwas nach vorne ging, meist durch Einzelaktionen von Robben und Ribéry.

Der Franzose war besonders heiß, ging keinem Zweikampf aus dem Weg und suchte immer wieder das Dribbling. Gegenspieler Robert Bauer hatte ein ums andere Mal das Nachsehen, so wie vor dem Führungstreffer. Blitzschnell zog der Flügelflitzer an ihm vorbei und legte die Kugel von der Grundlinie zurück an die Strafraumkante, wo Robben schon lauerte.

Auch mit 33 Jahren ist Ribéry für den FC Bayern unverzichtbar, ähnlich wie sein kongenialer Partner auf der anderen Seite. Robben freute sich über seinen Treffer und die feine Vorarbeit Ribérys, der Niederländer zeigte eine deutlich stärkere Leistung als noch in Freiburg. Doch zugleich betonte er auch, dass die Bayern sich nicht immer auf geniale Momente ihrer Extrakönner verlassen dürfen. „Wir müssen besser organisiert spielen“, forderte er von seinen Mannschaftskollegen.

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