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Louis van Gaal und Franck Ribéry hatten ein nicht immer gänzlich spannungsfreies Verhältnis.

Sie arbeiteten einst zusammen

Kein Star? Van Gaal zieht über Ribéry her: „Er dachte immer ...“

Louis van Gaal meldet sich aus dem Ruhestand zurück. Er kritisiert Pep Guardiola und seinen Ex-Spieler Franck Ribéry.

München - Louis van Gaal hat in diesem Jahr offiziell seine Karriere als Trainer beendet. Nun hat er sich in einem Interview mit France Football unter anderem über Spieler, die er zu seiner Zeit beim FC Bayern München trainiert hatte, geäußert.

Van Gaal vergleicht in dem Gespräch Ex-Bayern-Star Franck Ribéry mit Luis Figo und Frank Rijkaard. Für den ehemaligen Trainer steht fest: Ribéry kann keineswegs mit den Qualitäten der beiden anderen mithalten. „Für mich war Figo ein Star. Ribéry nicht. Er dachte immer mehr an sich als an die Mannschaft“, erklärt van Gaal, der in wenigen Tagen seinen 68. Geburtstag feiert. Seine Begründung lautet: „Ich habe Figo und Rijkaard trainiert, als sie in den Dreißigern waren. Mit 34 war Rijkaard offen für meine Ideen. Er nutzte seinen Status nicht für sich selbst, sondern für die Mannschaft.“ 

Schließlich folgt noch ein Seitenhieb gegen Ribéry: Spieler wie Figo und Rijkaard seien viel besser als solche Spieler, „die die Öffentlichkeit als Star bezeichnet.“ In diesem Jahr stand Ribéry mehrfach aufgrund seines Verhaltens abseits des Platzes in der öffentlichen Kritik. Das berichtet tz.de*

van Gaal zweifelt an Guardiolas Qualitäten: „Zu sehr mit eigener Mannschaft beschäftigt“

Pep Guardiola, einer von van Gaals Nachfolgern in München, kommt in der Einschätzung des Niederländers auch nicht so gut weg. „Guardiola gewann in dieser Saison alles, was es in England zu gewinnen gibt. Aber das höchste Niveau ist nun einmal in der Champions League. Und er hat sie weder mit City noch mit den Bayern gewonnen.“ Für viele Beobachter ist Guardiola allerdings der beste als einer der besten Klub-Trainer. 

Guardiola hatte zwar bereits mit dem FC Barcelona die Champions League zweimal gewinnen können, doch zuletzt blieben die großen Erfolge in der Königsklasse aus. „Das liegt daran, dass er zu sehr mit seiner eigenen Mannschaft beschäftigt ist und dem Gegner nicht ausreichend Beachtung schenkt. Da muss es nämlich ein Gleichgewicht geben“, lautet van Gaals Erklärung dafür.

Van Gaal: „Guardiola zieht sein Ding durch“

Er glaubt sogar, dass Guardiola zwar wissen, dass das ein Manko sei, aber seine Herangehensweise nicht ändere. „Er zieht halt einfach lieber sein eigenes Ding durch“, sagt van Gaal im Interview mit France Football.

Im vergangenen Jahr deutete van Gaal an, dass es zu seiner Zeit bei den Bayern auch Auseinandersetzungen mit der Vereinsspitze gab.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

dg

Zusammen mit Arjen Robben bildete Franck Ribery die Flügelzange beim deutschen Rekordmeister. Während Ribéry wohl weiter die Schuhe schnüren will, hat Arjen Robben bereits die Sportart gewechselt

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