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Jürgen Klopp (l.) und der FC Liverpool kegelten Niko Kovac und den FC Bayern aus der Champions League.

TV-Experte zieht Vergleiche

Matthäus mit klarer Meinung: Darin sind sich Kovac und Klopp ähnlich

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  • Andreas Knobloch
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Niko Kovac stand beim FC Bayern immer wieder im Brennpunkt. Nun hat sich Lothar Matthäus zum Trainer geäußert - und ihn mit Jürgen Klopp verglichen.

Update vom 3. Juni, 22.32 Uhr: In seiner ersten Saison beim FC Bayern ist es Niko Kovac gelungen, gleich zwei Titel zu holen. Allerdings wurde immer wieder über ihn diskutiert - ist er der Richtige für den Rekordmeister? Am Ende ließ Kovac die Trophäen sprechen und brachte seine Kritiker zum Schweigen. 

Lothar Matthäus hat dem Kroaten nun eine rosige Zukunft in Aussicht gestellt - und ihn mit Jürgen Klopp verglichen. Der Erfolgstrainer des FC Liverpool, der gerade die Champions League gewonnen hat, sei ein großer Trainer und er habe eine Qualität: „Die Mannschaft folgt ihm, glaubt ihm, geht für ihn durchs Feuer“, schreibt Matthäus in seiner Kolumne bei Sky

Franz Beckenbauer wünscht sich Jürgen Klopp bei Bayern: Nun spricht der Liverpool-Coach über seine Zukunft.

Matthäus spricht über Kovac und Klopp

Außerdem habe der ehemalige Dortmunder eine ganze besondere Art, mit Menschen umzugehen. Authentizität und Sympathie sind für Matthäus Teile des Kloppschen Erfolgsrezeptes. Auch Kovac sei für den TV-Experten ein solcher Typ - eine Persönlichkeit, die noch größere Erfolge mit den Bayern feiern kann.

Dass einige Spieler nicht zu ihrem Trainer gehalten hätten, hält der Rekordnationalspieler schlichtweg für falsch: „Es stimmt einfach nicht, dass Niko das Team nicht hinter sich hat oder hatte“, betont er. Höchstens James Rodriguez, der möglicherweise Teil eines Mega-Deals werden könnte, und Robert Lewandowski seien in einigen Momenten unzufrieden gewesen. Den allergrößten Teil der Mannschaft habe Kovac aber mitgenommen - und auch deshalb noch das Double geholt.

FCB-Star mit deutlichen Worten zum Kovac-Theater: „Unglücklich für alle Seiten“

Update vom 3. Juni, 16.22 Uhr: Niklas Süle findet es gut, dass in der Trainer-Frage beim FC Bayern München Klarheit herrscht. 

„Im Fußball sollten ohnehin Taten entscheiden. Wenn ich 40 Tore in einer Saison als Stürmer mache, sagen die Bayern auch nicht: 'Den werfen wir raus'. Es darf allerdings nicht viel reingetragen, aber auch nicht viel rausgetragen werden. Das war ein bisschen unglücklich für alle Seiten. Aber bei Bayern ist der Trainer nun einmal erfolgsabhängig“, sagte der Fußball-Nationalspieler in einem Sport1-Interview.

Um Bayern-Trainer Niko Kovac hatte es trotz eines Vertrages bis 2021 lange Spekulationen gegeben. Die Vereinsbosse gaben ein klares Bekenntnis für den 47-Jährigen ab, der die Münchner in der mit dem Training am 8. Juli beginnenden Vorbereitung weiter anführt.

Für Süle sei es „selbstverständlich, dass ich dem Trainer Rückendeckung gebe“, sagte der 23-Jährige. „Er ist mein Trainer und ich bin professionell.“

„Ihm fehlt jemand“ - Ehemaliger FCB-Mitarbeiter moniert Bayern-Umgang mit Kovac

Update vom 3. Juni, 11.00 Uhr: Karsten Schumann war als Assistent an der Seite von Matthias Sammer beim FC Bayern angestellt und hat sich nun zur Kovac-Diskussion an der Säbener Straße geäußert. Schumanns Meinung nach fehlt es dem FCB-Coach an Unterstützung. 

„Ihm fehlt jemand an seiner Seite. Da muss sich der Verein hinterfragen“, wird Schumann von der Bild zitiert. „Aber das können die Herren da oben auch gar nicht leisten. Hasan Salihamidzic, ohne ihm zu nahe zu treten, hat gar keine Trainer-Ausbildung. Ich bin sicher: Mit Matthias Sammer an seiner Seite säße Kovac fest im Sattel.“ Dies hat Schumann offenbar auf dem „taktikr-Fußballkongress“ gesagt.

Der Lösungsvorschlag von Schumann könnte schon bald umgesetzt werden. Der kicker berichtete zuletzt von einem Bayern-Interesse an Ex-Löw-Assistent Hansi Flick als Co-Trainer. Kovac selbst soll wohl nun die Entscheidung über ein mögliches Flick-Engagement treffen dürfen. 

Rummenigge erklärt seine Kritik an Trainer Kovac - mit überraschender Begründung

Update vom 31. Mai, 19.59 Uhr: Es war eine lange Saison für den FC Bayern, am Ende ging sie mit der Meisterschale und dem DFB-Pokal noch doppelt erfolgreich zu Ende. Einer, der sich auf die freien Tage nun besonders freuen dürfte, ist Trainer Niko Kovac. Immer wieder musste er Kritik einstecken - sowohl von interner als auch von externer Seite.

Auslöser der Trainer-Debatte war die Äußerung von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge: „Bei uns gibt es keine Jobgarantie. Für niemanden. Jeder, der bei Bayern München arbeitet, muss liefern.“ Jetzt hat der 63-Jährige erklärt, warum er nach dem 5:0-Sieg über Borussia Dortmund am 28. Spieltag so reagiert hat.

Rummenigge über Kovac: „Ich wollte ihm nicht wehtun“

Rummenigge sagte im Interview mit dem Spiegel: „Ich wollte ihm nicht wehtun. Ich wollte nur alle auf unser gemeinsames Ziel fokussieren.“ Die ausbleibende Jobgarantie für Kovac, der in der laufenden Saison einen Neun-Punkte-Rückstand auf Borussia Dortmund aufgeholt hatte, war für viele Experten nicht nachvollziehbar.

Doch Rummenigge hatte einen guten Grund, nach dem Sieg über den BVB draufzuhauen - „ich habe anschließend sehr bewusst öffentlich polarisiert und versucht, durch meine Aussagen einen Kontrapunkt zu setzen. Sowohl der Trainer als auch die Mannschaft sollten begreifen, dass wir noch nichts gewonnen hatten.“ Das haben die Münchner am Ende dann aber doch - weshalb Kovac auch Trainer beim FC Bayern bleiben wird. „Ich kenne keinen Verein, der seinen Trainer nach dem Double entlassen hätte“, so Rummenigge. 

Um auch in der kommenden Saison Titel einzufahren, werden die Münchner noch am Kader basteln müssen. Ein Wechsel von Leroy Sané zum FC Bayern ist immer wieder ein Thema.

Wegen Kovac: Experte kritisiert FC Bayern - „Fast schon ein bisschen unverschämt“

Update vom 26. Mai, 14.40 Uhr: Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger - in seiner ersten Saison als Trainer des FC Bayern hat Niko Kovac gleich zwei Titel geholt. Trotzdem musste er sich immer wieder mit Kritik an seiner Person auseinandersetzen. Die beiden Trophäen sind für nun ein ganz besonderer Sieg: Kovac kann FC Bayern.

Auch im Doppelpass bei Sport1 sah man den ehemaligen Frankfurter als größten Gewinner der Saison. TV-Experte Reinhold Beckmann lobte den Stil und den Anstand des Kroaten - während alle anderen, die es mit dem FC Bayern halten, am Samstag nach dem Abpfiff den Pokalsieg bejubelten, ging Kovac erstmal zum Gegner und spendete tröstende Worte.

Niko Kovac musste beim FC Bayern viel einstecken - Experten zeigen Respekt

Die Haltung von Kovac ist klar: Immer wieder betonte er, dass der FC Bayern und die Mannschaft wichtig sind. Nicht er selbst. „Davor kann man nur den Hut ziehen“, fand TV-Experte Marcel Reif. „Wenn du dir als Klub einen Trainer malen kannst, dann sieht er so aus - mit so viel Loyalität.“ 

Friedhelm Funkel, Trainer von Fortuna Düsseldorf, ergänzte: „Was will man an ihm kritisieren? Er hat als ganz junger Trainer das Double geholt.“

Dabei war es er selbst, der mit seiner Mannschaft die Bayern stolpern ließ. Die Fortuna holte im Herbst ein 3:3 in der Allianz Arena. Kovac und die Bayern rappelten sich aber wieder auf. Beckmann konnte deshalb auch die Kritik von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und dessen Daumen-Aktion (siehe weiter unten im Artikel) nicht verstehen. „Ganz langsam arbeitet sich der Daumen nach oben, das ist fast schon ein bisschen unverschämt, nach dem, was Kovac aushalten musste“, hieß es. Und weiter: „Was würden die Bayern eigentlich machen, wenn Niko Kovac geht? Dann würde ich gerne mal das Gesicht von Kalle Rummenigge sehen“, so Beckmann. Bei der Meisterfeier auf dem Marienplatz war der Vorstandsboss jedenfalls fröhlich.

FC Bayern: Trainer-Legende freut sich über Rummenigge-Daumen für Kovac

Update vom 25. Mai, 15.30 Uhr: Einen sprichwörtlichen Fingerzeig bekam Niko Kovac nun von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Per gerecktem Daumen gibt er endlich ein positives Zeichen an seinen Coach. Der Kroate wird dem FC Bayern München allem Anschein nach erhalten bleiben. 

Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld zeigte sich darüber hocherfreut. Der ehemalige Bayern-Coach verriet der Bild: „Ich bin sehr erleichtert, dass Karl-Heinz Rummenigge sich nun doch öffentlich zu Niko Kovac bekannt und den Daumen nach oben gezeigt hat.“ 

Kovac beim FC Bayern: „Am Boden gelegen und ist wieder aufgestanden“

Dabei stellt sich der 70-Jährige gegen die zahlreichen Kritiker und adelt Kovac für seine erste Saison beim Rekordmeister. „Nikos Leistung ist nicht hoch genug einzuschätzen. Er musste die Mannschaft im Umbruch übernehmen, er hat einen Spießrutenlauf durchgemacht und neun Punkte Rückstand auf Dortmund aufgeholt, das ist eine fantastische Leistung“, stellte er klar. 

So ist es für ihn beinahe selbstverständlich, dass die Bayern mit Kovac weitermachen: „Niko hat es nach dieser Rückrunde verdient zu bleiben. Er hat am Boden gelegen und ist wieder aufgestanden, hat letztendlich einen super Job gemacht.“

„Habe aber auch Kalle verstanden“: Hitzfeld nimmt zögerlichen Rummenigge in Schutz

Seinem alten Weggefährten Karl-Heinz Rummenigge will Hitzfeld aus der Zögerlichkeit keinen Strick drehen. Vielmehr vermutet er ein cleveres taktisches Manöver, um die Ziele des FC Bayern zu sichern: „Ich habe aber auch Kalle verstanden, dass er nach Dortmund keine Garantie ausgesprochen hat. Das hat sicher dazu beigetragen, die Spannung im Saisonendspurt aufrechtzuerhalten.“ 

Die Saison ist allerdings noch nicht vorbei, im Pokalfinale gegen RB Leipzig muss Kovac noch einmal beweisen, dass er trotz Daumen-Hoch die nötigen Prozente aus seiner Elf kitzeln kann. Bereits kurz nach Anpfiff des Pokalfinals sorgte ein Detail für Verwunderung und Entsetzen bei den Fans. Währenddessen beschäftigt sich der FC Bayern mit einem Transfer von Leroy Sané.

FC Bayern: Bleibt Niko Kovac Trainer? Rummenigge gibt Antwort per Handzeichen

Update vom 24. Mai, 22.20 Uhr: Ist es die endgültige Antwort auf die große Frage nach dem Trainer des FC Bayern München? Seit Monaten wird über die Zukunft von Niko Kovac beim deutschen Rekordmeister spekuliert. Karl-Heinz Rummenigge, der eher als Kritiker des Kroaten und Gegner von Job-Garantien galt, scheint sich inzwischen aber wohl entschieden zu haben - Pro Kovac. 

Bei einem Event der Bild-Zeitung wurde der Bayern-Boss natürlich auch nach der Zukunft des Bayern-Trainers gefragt. „Ist Niko Kovac nächste Saison Trainer des FC Bayern München“, lautete die einfache Frage des Moderators. Rummenigge musste kurz schmunzeln und entschied sich für eine besondere Art der Antwort: „Also ich mach jetzt mal so“, sagte der 63-Jährige und reckte den linken Daumen nach oben. Für seine Verhältnisse ein klares Bekenntnis zum Kroaten, der am Samstag mit den Bayern die Chance auf den Gewinn des Doubles hat.

Bleibt Kovac beim FC Bayern? Rummenigge vor dem Pokalfinale: „Es wäre verrückt, wenn...“

Update vom 24. Mai, 16.05 Uhr: Der FC Bayern kann morgen das Double perfekt machen. Nach dem Gewinn der Meisterschaft geht es für die Münchner im DFB-Pokalfinale von Berlin gegen RB Leipzig. Wie wichtig ist dieses Spiel für die Zukunft von Trainer Niko Kovac, nachdem es zuletzt immer wieder Gerüchte gegeben hat?

Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat den Spekulationen über eine angeblich erwogene Trennung von Kovac widersprochen. „Es hat doch niemand infrage gestellt, dass er nächste Saison noch unser Trainer ist“, sagte Rummenigge am Freitag auf einer Veranstaltung der Bild in Berlin. 

Rummenigge spricht über Trainer Niko Kovac

Trotz der Meisterschaft hieß es, dass die Bayern-Bosse nicht voll an Kovac glaubten. Rummenigge selbst sagte vor einigen Wochen, dass es für den Trainer keine Jobgarantie gebe. 

Auf die Frage, ob die Zukunft des Kroaten vom Abschneiden im Pokal-Finale abhänge, sagte Rummenigge bei der geschlossenen Veranstaltung laut Live-Ticker bei bild.de: „Es wäre verrückt, wenn man von einem Spiel die Zukunft abhängig macht.“ Auf der Veranstaltung war auch der mögliche Wechsel von Leroy Sané zum FC Bayern Thema. 

FC Bayern und Kovac: Klub-Ikonen stärken umstrittenem Coach den Rücken

Update vom 22. Mai, 12.40 Uhr: Nun hat sich auch einer der mutmaßlich mächtigsten Männer der FC-Bayern-Zukunft über den Verbleib von Niko Kovac geäußert: Der designierte Bayern-Vorstandschef Oliver Kahn hat den Erfolg von Trainer Niko Kovac in seiner ersten Saison bei den Münchnern gewürdigt. „Dass es Niko Kovac geschafft hat, Meister zu werden und auch noch den DFB-Pokal gewinnen kann, ist - wenn man das reine Resultat sieht - sicherlich alles andere als schlecht“, sagte der frühere Nationaltorwart in einem Interview von spox.com. Um die Zukunft von Kovac gibt es weiter Spekulationen, die aktuelle Bayern-Spitze hatte auch nach dem Gewinn des Meistertitels kein klares Bekenntnis zu einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Coach abgegeben.

Niko Kovac sei beim deutschen Rekordmeister zum Dienstantritt im vergangenen Sommer „in eine ganz schwierige Situation reingekommen“, sagte Kahn. Der 49-Jährige verwies auf den Umbruch in der Mannschaft und die Wirkung der verpatzten WM 2018 auf die Nationalspieler der Münchner. „So eine Situation ist nicht einfach zu bewältigen“, sagte Kahn. Der frühere Bayern-Profi soll als Wunschkandidat von Präsident Uli Hoeneß spätestens Ende 2021 das Amt von Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzender übernehmen.

Die Münchner Mannschaft lobte Kahn für die Aufholjagd in der abgelaufenen Saison. „Sie haben es mal wieder clever gemacht: Eine sehr bescheidene Hinrunde gespielt und dann nach der Winterpause Gas gegeben“, sagte der „Titan“. Am Samstag können die Bayern im Finale gegen RB Leipzig auch noch Pokalsieger werden.

Thomas Müller äußert sich: „Habe ich so noch nie erlebt“

Update vom 22. Mai, 12.10 Uhr: Thomas Müller hat sich gegenüber Sky zu der scheinbar ewigen Diskussion um Bayern-Trainer Niko Kovac geäußert und sich dabei hinter den Coach gestellt. Kovac hätte abseits des Platzes einen „sehr harten Kampf zu kämpfen gehabt“, den Müller so noch nie erlebt habe. Die Stimmung in der Mannschaft sei „sehr gut“ und Kovac bei der Meisterfeier nicht hochheben zu lassen, sei nicht bewusst passiert. 

Eine solche Aufholfjagd wie in der Bundesliga könne man laut Müller nicht vollziehen, wenn das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft nicht sehr gut sei. Generell wollte Müller die Mannschaft aus der Diskussion raushalten. Immerhin steht am Samstag das Pokalfinale gegen RB Leipzig bevor: „Das letzte was ich vier Tage vor dem Pokalfinale will, ist, mich dazu hinreißen zu lassen, Öl in diese elendige  Diskussion zu gießen, die uns als Mannschaft gar nicht interessiert, weil wir dazu da sind, die Erfolge einzufahren.“

Thomas Müller und Trainer Niko Kovac.

Außerdem verteidigte Müller die viel kritisierte Taktik im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Liverpool. Die vermeintlich destruktiveren Spielweisen hätten in der Geschichte schon oftmals Erfolg gebracht. Das Spiel gegen die „Reds“ ging 1:3 verloren und die Bayern schieden im Achtelfinale aus. Dafür hat vor allem Kovac viel Kritik einstecken müssen. Dessen Zukunft beim FC Bayern ist nach wie vor offen. Die Bosse sollen sich hinsichtlich seiner Zukunft noch uneinig sein

FC Bayern und Kovac: Leipzig-Trainer Rangnick äußert sich negativ

Update vom 21. Mai, 17.40 Uhr: Die Bayern können ihre Saison mit dem Pokalsieg und dem damit verbundenen Double krönen. Am Samstag kommt es im Berliner Olympiastadion zum großen Duell gegen RB Leipzig. Vor dem Endspiel äußerte sich nun Leipzigs Trainer Ralf Rangnick mit klaren Worten zum Umgang mit seinem Münchner Kollegen Niko Kovac.

„Ich halte es für absolut respektlos, wenn man bei einem Trainer, der dort sein erstes Jahr absolviert und vorher sehr erfolgreich bei Eintracht Frankfurt gearbeitet und der jetzt die Chance auf zwei Titel hat, darüber spekuliert, ob er überhaupt bleibt oder von einem anderen ersetzt wird“, sagte der 60-Jährige im Interview mit dem sid

Rangnick zum FC Bayern? Er hätte nicht mal eine Anfrage zugelassen

Kovac ist nicht die einzige Person, um die sich in München Gerüchte ranken. Immer wieder wird ein Abschied von Jerome Boateng vom FC Bayern diskutiert. Dagegen werden auch viele Neuzugänge gehandelt - unter anderem Max Kruse oder Gareth Bale.

Zu den Spekulationen, Rangnick würde beim FC Bayern als Nachfolger von Kovac gehandelt, entgegnete der Leipziger: „Es kann gar keine Anfrage gegeben haben, weil ich keine zugelassen hätte. Das war für mich überhaupt kein Thema.“ Während in Deutschland nur noch das Pokalfinale in dieser Saison ansteht, trauert die Bundesliga um eine Legende: Manni Burgsmüller ist tot. Auch in der Formel-1-Welt herrscht nach dem Tod von Niki Lauda Trauer.

Kovac-Debatte - Effenberg: „Dann zweifle ich am Verstand der Vereinsführung“

Update vom 21. Mai, 13.05 Uhr: Für Stefan Effenberg ist Niko Kovac schon jetzt „der Trainer der Saison“. In seiner Kolumne auf t-online.de erklärte der frühere Kapitän des FC Bayern: „Niko Kovac musste bei Bayern den Umbruch einleiten, die Langzeitverletzten ersetzen und Robben und Ribéry vermitteln, dass sie nicht mehr Stammspieler sind. Das hat er in Perfektion geschafft und am Ende die Meisterschaft geholt.“

Auch die Fan-Sprechchöre für den Trainer greift Effenberg auf, diese seien „mit Sicherheit Balsam auf seiner Seele“ gewesen. Dazu schrieb der 50-Jährige weiter: „Ich bin mir sicher, dass das, was am Wochenende passiert ist, ganz entscheidend war für die Zukunft von Niko Kovac. Die Verantwortlichen haben das natürlich mitbekommen. Sie haben auch das Banner gesehen, auf dem stand, dass wirklich alle an ihrer Leistung gemessen werden müssen - nicht nur Kovac.“

Davon könnten sich auch Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge nicht freimachen: „Wenn sie das ignorieren, zweifle ich am Verstand der Vereinsführung.“

Update vom 19. Mai: Die gewonnenen Meisterschaft samt der klaren Positionierung der Bayern-Fans pro Kovac hat vorübergehend etwas Wind aus der Debatte um den Bayern-Trainer genommen. Die Bosse halten sich zwar weiterhin bedeckt, doch der Coach selbst zeigt sich zuversichtlich, auch im kommenden Jahr an der Seitenlinie der Münchner das Sagen zu haben. In den vergangenen Wochen sah sich der Kroate teils heftiger Kritik auseinandergesetzt, die auch durch das Verhalten der Chefetage befeuert wurde. 

Stefan Effenberg hält die vielen Diskussionen für kontraproduktiv, der Ex-Bayern-Spieler kritisierte die Bosse am Sonntag in der Sport1-Fußballtalkshow „Doppelpass“ und attestierte seinem ehemaligen Mitspieler einen guten Trainerjob - trotz oder besser gesagt vor allem wegen der schwierigen Situation, in der sich der Verein aktuell befindet: „Die Entscheidungen treffen natürlich die Verantwortlichen. Um die ganzen Umstände kann ich nicht nachvollziehen, dass so viel diskutiert wird. Es waren schwierige Umstände mit den Verletzungen, das musst du erstmal gebacken kriegen, das war richtig gut." 

Darüber hinaus mahnte der Fußballer des Jahres von 2001, dass die ständigen Diskussionen nicht spurlos an Kovac vorbei gehen würden: „Welche Fässer bei Kovac aufgemacht werden, kann ich nicht verstehen, der Mann leidet, das sieht man."

Kovac in der Kritik? Bobic über den Coach: „Da ging es ihm wirklich nicht gut, das habe ich gemerkt“

Update vom 16. Mai 2019: Fredi Bobic ist der Macher von Eintracht Frankfurt. Er holte Niko Kovac und mit ihm zusammen den DFB-Pokal. Nach dem Abgang des Trainers hat der Sportdirektor von Eintracht Frankfurt mit Adi Hütter den besten Nachfolger geholt. Die so oft kritisierten Frankfurter schafften es ins Halbfinale der Europa-League und sind immer noch in der Lage, die Champions-League-Qualifikation zu schaffen. 

Nun hat Bobic im Sportmagazin Kicker über seinen ehemaligen Schützling geredet. Kovac steht in der Kritik, wird aber von vielen Experten in Schutz genommen. Auch Bobic schlägt sich auf die Seite des Bayern-Coaches. „Niko macht auf mich einen ganz klaren Eindruck, er hat sich in der schwierigen Phase des Herbstes freigeschwommen. Da ging es ihm wirklich nicht gut, das habe ich gemerkt“, sagt der Verantwortliche der Eintracht.

„Sollte er am Ende das Double gewinnen, hat er auch geliefert, und das in einer sehr schwierigen Zeit. Größte Hochachtung, wie er sich herausgekämpft hat. Niko ist ein sehr guter Trainer“, sagt Bobic. 

Und die Eintracht, das Monster, das Kovac selbst erschaffen hat und das von Adi Hütter verfeinert wurde, könnte dem Trainer selbst den Job kosten. Sollte nämlich Frankfurt am letzten Spieltag in München gewinnen, wäre Dortmund mit einem Sieg gegen Gladbach deutscher Meister. 

Zweifel an Kovac? Ex-FCB-Star offenbar im Visier des Rekordmeisters

Update vom 15. Mai 2019, 12.30 Uhr: Der Nächste, bitte! In der Haut von Niko Kovac möchte man aktuell wohl nicht stecken. Ständig werden potenzielle Nachfolge-Kandidaten gehandelt. Dabei ist die Premieren-Saison des FCB-Trainers gewiss kein Reinfall. Dennoch soll aufseiten der FCB-Bosse Skepsis herrschen, ob der Kroate wirklich die richtige Lösung für die Zukunft ist. Auf der Suche nach möglichen Alternativen soll der Rekordmeister in den Niederlanden fündig geworden sein, wie die SportBild berichtet.

Demnach soll Mark van Bommel im Fokus der Münchener stehen. Im Moment ist der ehemalige „aggressive Leader“ bei PSV Eindhoven als Trainer angestellt. Dort leistet der 42-Jährige beachtliche Arbeit. Erst vergangenes Wochenende musste sich seine Mannschaft im Kopf-an-Kopf-Rennen um den Meistertitel Ajax Amsterdam geschlagen gegeben. Der Trainer-Novize soll innerhalb seiner Mannschaft äußerst beliebt sein, da er sehr kommunikativ arbeite. 

Inwiefern der FC Bayern tatsächlich an dessen Diensten interessiert ist, steht allerdings zur Debatte. Schließlich wird der Rekordmeister derzeit mit zahlreichen Namen in Verbindung gebracht. Allerdings sehen sich die Münchener, wenn konkretes Interesse besteht, großer Konkurrenz ausgesetzt. Denn van Bommel soll beim AC Mailand ebenfalls im Gespräch sein. 

Kovac-Kritik beim FC Bayern: Effenberg teilt gegen Bosse aus - „es ist traurig, dass...“

Update vom 14. Mai 2019, 13.02 Uhr: Es geht über die volle Distanz. Nach Jahren der Bayern-Dominanz kommt es in dieser Spielzeit wieder zu einem ganz großen Showdown: Die Meisterschaft entscheidet sich erst am letzten Spieltag. Die Bayern sind in der Pole Position, der Vorsprung auf Borussia Dortmund beträgt zwei Punkte.

Mit ein wenig Schützenhilfe von Borussia Mönchengladbach braucht der Rekordmeister zuhause gegen Eintracht Frankfurt nicht einmal einen Sieg, um Meister zu werden. Egal wie - die Bayern wollen am Samstag den ersten Schritt in Richtung Double machen. Obwohl noch zwei Titel möglich sind, ist Trainer Niko Kovac weiterhin nicht unumstritten. Nun äußerte sich Stefan Effenberg zur Diskussion.

Immer noch kein Bekenntnis - Effenberg verärgert

Der ehemalige Bayern-Kapitän wetterte in seiner Kolumne auf t-online.de gegen die Führungsriege: „Wie soll das mit Niko Kovac als Trainer in Zukunft funktionieren, nachdem sich die Verantwortlichen immer noch nicht zu einem Bekenntnis haben durchringen können? Wie soll ein Trainer, der nicht das volle Vertrauen bekommt, einen Umbruch mitgestalten? Das ist doch unmöglich“, schreibt Effenberg. Die Bayern hätten ein Fass aufgemacht, das sie gar nicht mehr schließen können. Außerdem ist es für den 50-Jährigen ein Rätsel, wie Sportdirektor Hasan Salihamidzic der Saison im Fall der Meisterschaft die Note 2+ geben könne. 

Effenberg wirbt für Kovac und führt die Voraussetzungen an, unter denen der Coach in dieser Saison arbeiten musste. Der Umbruch, die Verletzungen, dazu der Abgang von Sandro Wagner als einziger Backup für Robert Lewandowski - „da will ich mal einen anderen Trainer sehen, der unter diesen Bedingungen neun Punkte in der Bundesliga aufholt und die Mannschaft ins Pokalfinale führt. Und auch das Gejammer rund um das Aus in der Champions League müssen wir relativieren. Bayern ist gegen Liverpool rausgeflogen, hat dabei aber in Liverpool im Hinspiel kein Gegentor bekommen“, so Effenberg. 

Keine Jobgarantie: Auch für andere Positionen?

Die Kritik rund um Kovac kann der ehemalige Nationalspieler daher nicht nachvollziehen. „Wenn sie Vierter wären, um die Champions-League-Quali kämpfen würden und im Pokal raus wären, könnte ich vielleicht nachvollziehen, dass es Diskussionen gibt. So aber nicht.“ Effenberg kennt Kovac noch aus seinen aktiven Zeiten, er sei ein „Kämpfer“. Deshalb werde er seinen Job auch nicht hinwerfen. Effenberg fordert nun von den Bossen endlich ein klares Bekenntnis. „Der Verein sollte sich endlich zu einhundert Prozent zu Kovac bekennen. Das kann doch nicht so schwer sein. Es ist traurig, dass sie das bisher nicht geschafft haben.“

Außerdem hofft Effenberg darauf, dass Rummenigges Aussage mit einer nicht vorhandenen Jobgarantie auch auf anderen Ebenen gilt: „Mir persönlich wäre wichtig, dass die Aussagen von Rummenigge nicht nur für den Trainer gelten, sondern auch für die Vereinsspitze: Dass es keine Jobgarantie für niemanden gibt und jeder am Erfolg gemessen wird. Die Verantwortlichen sind immer in einer komfortablen Situation. Sie können den Daumen heben oder senken und die Schuld auf den Trainer scheiben.“ 

Trainer-Debatte um Kovac wird immer absurder: Marcel Reif legt nach

Update vom 14. Mai 2019, 6.35 Uhr: In der Trainerdebatte um Niko Kovac legt nun auch Marcel Reif nach. In seiner Kolumne auf Sport1 schreibt er: „Wenn du einen Trainer holst, machst du dir Gedanken. Entweder holst du einen Feuerwehrmann, aber den brauchten sie nun wirklich nicht. Oder du holst einen Trainer, von dem sie wissen und überzeugt sind, dass er das neue Bayern bauen kann. Ich habe den Eindruck, Karl-Heinz Rummenigge traut das Niko Kovac nicht zu.“ 

Wenn Rummenigge überzeugt sei und der Ansicht sei, Bayern sei kein Ausbildungsverein für einen jungen Trainer, dann darf man in so ein Jahr nicht reingehen: „Aber sie sind reingegangen mit einem jungen, neuen Sportdirektor und einem neuen, jungen Trainer. Und tun von außen alles, um die Dinge kompliziert zu machen - unter anderem mit einer absurden Pressekonferenz und dem permanenten Geraune.“

Trainer-Debatte wird immer absurder: Jetzt wird Kovac sogar der Rücktritt empfohlen

Update vom 13. Mai 2019: Beim Doppelpass auf Sport1 und bei Sky nehmen viele Experten und ehemalige Weggefährten Kovac in Schutz, auch die Presse stellt seine Leistungen heraus und übt eher Kritik an seinen Vorgesetzten. Wir haben für sie die Pressestimmen zusammengefasst:

Sport1-Bayern-Chefreporter, Florian Plettenberg, rät Kovac freiwillig zu gehen, bevor er dazu gezwungen wird: „Die Bayern haben (mal wieder) eine Trainerdiskussion - und sie ist (mal wieder) hausgemacht! Grund: Fast zeitgleich zu Hoeneß trat Karl-Heinz Rummenigge (mal wieder) aus freien Stücken vor die Kamera, um (mal wieder) nicht versprechen zu können, dass Kovac auch in der kommenden Saison Trainer des FC Bayern sei. Der Vorstandsboss betonte, nichts von Job-Garantien zu halten. Er wolle stattdessen die "Spannung hochhalten" und verwies lediglich auf die bis 2021 andauernde Vertragsdauer des Trainers. Spätestens jetzt sollte sich Kovac selbst Gedanken zu seiner Zukunft machen! (...) Kovac hat in seiner Debütsaison vielen Widerständen getrotzt und kann noch immer das Double holen.

Er hätte es verdient, die letzten zwei entscheidenden Wochen der Saison mit maximaler Unterstützung oder Ruhe angehen zu können. Er hat es wiederum nicht verdient, derart geschwächt und in Frage gestellt zu werden.(...) Kovac sollte nach dem Pokalfinale daher über einen Rücktritt nachdenken und seinen Bossen zuvorkommen – auch, wenn dies seinem Naturell des Kämpfers widerspräche. Kovac würde dennoch erhobenen Hauptes gehen. Vielleicht sogar mit dem Double.“

FOCUS Online-Gastautor Pit Gottschalk schreibt: „Der FC Bayern spielt eine bockstarke Rückrunde, holte 39 Punkte aus 16 Spielen und hat die Meisterschaft in der eigenen Hand. Und trotzdem sägt die Chefetage am Stuhl von Niko Kovac. Wie der Rekordmeister mit seinem Trainer umgeht, ist schlichtweg unwürdig und unfair. (...) Im Machtgeplänkel zwischen Rummenigge (Vertrag bis 2021) und Hoeneß (Wiederwahl im November offen) geht völlig unter, dass Kovac die letzten Prozente aus einer satten Truppe geholt hat. Wozu sie in der Lage ist, zeigte sie in großen Spielen (5:0 gegen Dortmund). 

Was ihr zu schaffen macht, in kleinen (1:1 in Nürnberg). Ein Trainer ist nicht für alles verantwortlich. Die Ursache für die Zwietracht ist darin zu suchen, dass Rummenigge vor Saisonende einen anderen Trainer wollte; angeblich Thomas Tuchel. Hoeneß setzte sich, vielleicht aus der Not geboren, mit seinem Wunschkandidaten Kovac durch. Der ist jetzt zum Spielball in der Chefetage geworden. Schützen kann ihn Hoeneß nur, wenn Niko Kovac Titel einbringt. Jetzt am Samstag.“

Erstmeldung: Experten auf Sky und Sport 1 kritisieren Rummenigge scharf und stellen sich hinter Kovac

München - In der sonntäglichen Doppelpass-Runde auf Sport1 und auf Sky bei Jörg Wontorra haben die Experten über Niko Kovac und seine Zeit beim FC Bayern München geredet. Derweil wurde er von den Experten in Schutz genommen und hauptsächlich die Verantwortlichen kritisiert. Auch schon am Samstagabend hat Hasan Salihamidzic im ZDF-Sportstudio die Diskussion neu entfacht.

Bundesliga-Legende Heribert Bruchhagen, der ehemaliger Sky-Kommentator Marcel Reif, Ex-Coach vom 1. FC Köln und Borussia Dortmund Peter Stöger und Ex-Bayern-Spieler Christian Ziege haben sich bei Sport 1 hinter den Coach gestellt. Patrick Owomoyela und Friedhelm Funkel haben Niko Kovac auf Sky ein gutes Zeugnis ausgestellt. 

Christian Ziege über Niko Kovac: „Niko macht einen überragenden Job“

„Sie sind toll gestartet. Mit unserem Spiel, dem 3:3, ist es gekippt. Doch wie er das in den Griff bekommen hat. Er ist von der Rotation abgewichen. Da kann ich als erfahrener Trainer nur den Hut ziehen. Wie er den Neun-Punkte-Rückstand aufgeholt hat. Er hat eine fantastische Rückrunde gespielt. Das ist einfach toll. Gegen Liverpool kann man ausscheiden. Nur das ‚Wie‘ im Rückspiel kannst du hinterfragen“, lobt Friedhelm  Funkel, Trainer von Fortuna Düsseldorf, bei Sky die Arbeit von Niko Kovac. 

Ex-Bayern-Spieler Christian Ziege brach auch die Lanze für den Trainer. „Niko macht einen überragenden Job“ und gibt einen Seitenhieb in Richtung Führungsetage: „Ich kann ihm bis Saisonende den Rücken stärken. Man braucht nicht ein Fass aufmachen, das nicht nötig ist. Wenn du sagst: ‚Punkt, Ende. Niko Kovac ist Trainer‘, dann passieren solche Situationen wie im ZDF-Sportstudio nicht“, so Ziege. 

Heribert Bruchhagen: „Was hat Kalle denn gesagt? Wenn beim FC Bayern die Ergebnisse nicht stimmen ...“

Heribert Bruchhagen stört sich an etwas anderem. Karl-Heinz Rummenigge tätigte nach Schlusspfiff die Aussage: „Ich bin kein Freund der Garantien und am Ende des Tages die Spieler und den Trainer nur zu loben. Das wird auch mit Bequemlichkeit bezahlt und das ist bei Bayern München nicht der richtige Weg“. Er wolle alles hinterfragen. In diese Kerbe haut Bruchhagen. „Kalle ist Vorsitzender, der hat den Trainer geholt und wird dann ausgetauscht. Ich habe es so verstanden, dass er sich selbst austauscht“, sagte Bruchhagen süffisant und erklärte seine Aussage: „Was hat Kalle denn gesagt? Wenn beim FC Bayern die Ergebnisse nicht stimmen, dann wird alles hinterfragt. Er kann sich nur selbst kritisch hinterfragen.“

Auch Reif legt nach. „Rummenigge ist sich am wenigsten sicher, dass Kovac die neuen Bayern bauen kann. Ein großer Klub macht sich klein“, so der Experte. Vor allem die klare Kommunikation wird vermisst. „Was mir aufstößt, ist das Geraune. Es gibt keine klaren Ansagen wie: Wenn wir nicht Meister werden, dann ...“, sagt der ehemalige Sky-Kommentator. Peter Stöger, der Ex-Trainer vom 1. FC Köln und Borussia Dortmund, hat sich kritisch zum Umgang mit dem Trainer geäußert. „Wenn sie es Kovac schwerer machen wollen, Meister zu werden, dann haben sie es geschafft. Es ist Bayern-Style. Vielleicht ist es nötig. Für Niko ist das kontraproduktiv und unangenehm zu arbeiten“, so Stöger. 

Bruchhagen legt nach: „Ich hätte von ihm erwartet, dass er Kovac unterstützt“

Bruchhagen führt noch einen Gedanken aus und kritisiert die Führungsriege, dass sie Kovac nicht genug Zeit geben würden. Vor allem in Hinsicht darauf, dass Rummenigge laut Bruchhagen auch Zeit für die eigene Entwicklung gehabt hätte. „Ich habe den 13, 14, 15-jährigen Rummenigge kennengelernt, weil ich mit dem Bruder zusammengespielt habe. Er hat sich entwickelt, Sprachen gelernt, ist Bayern-Boss geworden, Chef der ECA (Anm. d. Red.: European Club Association) und hat die Chance bekommen sich zu entwickeln. Ich hätte von ihm erwartet, dass er Kovac unterstützt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rummenigge bei der Trainersuche gegen Kovac war. Er war vielleicht nicht begeistert, aber er hat der Entscheidung zugestimmt.“

Auch Patrick Owomoyela bezeichnet bei Sky die Saison von Kovac als „riesen Leistung“, weil er mit Themen wie den Abschied von Arjen Robben und Franck Ribéry sowie mit James Rodriguez zurechtkommen musste. Bayern hätte die Chance, das Double zu holen, so der Ex-BVB-Spieler. „Welche Konsequenz hätte es, wenn die Bayern eine klare Ansage machen würden? Wenn du nur Meister wirst, dann kannst du gehen. Wenn du das Double holst, dann kannst du bleiben. Es ist ein schwieriges Thema“, so Owomoyela über die Situation in München. 

Es gab schon Spekulationen, dass sich Hasan Salihamidzic in der spanischen Hauptstadt mit Trainer Julen Lopetegui getroffen haben soll. Der Bayern-Sportdirektor hat über dieses Gerücht geredet. 

Vor dem Herzschlagfinale um die Meisterschale am kommenden Wochenende wird es giftig: Zwischen den Chefetagen der Bayern und der Dortmunder ist jetzt verbales Säbelrasseln angesagt.

Könnte Erik ten Hag, der Ajax Amsterdam zur Meisterschaft und ins Halbfinale der Champions League geführt hat, der Richtige sein für den FC Bayern? Jetzt hat er sich zum Interesse der Münchner geäußert. 

Der FC Bayern erhält sein neues Heimtrikot für die Saison 2019/20 von Sportausrüster Adidas - plus viele Millionen Euro. Zu wenig im Vergleich zu internationalen Top-Clubs?

Der McLaren den FC-Bayern-Star Kingsley Coman auf der A95 geschrottet hatte, wurde jetzt für eine beträchtliche Summer verkauft. Mittlerweile hat er sich ein neues Luxus-Auto besorgt.

Am 25. Mai trifft der FC Bayern im DFB-Pokal auf den RB Leipzig. Nach der Meisterschale will der Rekordmeister nun mit einem Sieg gegen die Sachsen auch noch den Pott. Den hat Thomas Müller den Fans schließlich schon versprochen. 

RB-Leipzig-Unterstützer Dietrich Mateschitz kommt nicht zum Pokalfinale „seines“ Teams. Er bezeichnet die Gründung des Klubs als Schnapsidee.

ank

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