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Mehmet Scholl war 18 Jahre lang als Spieler und dann als Trainer der 2. Mannschaft beim FC Bayern.

Mehmet Scholl verlässt FC Bayern endgültig

München - Nach 18 Jahren als Spieler und Trainer kehrt Mehmet Scholl dem FC Bayern endgültig den Rücken. Der 39-Jährige hat um Auflösung seines Vertrages gebeten.

Vier Spiele, dann ist die noch junge Trainer-Karriere von Mehmet Scholl bis auf Weiteres beendet. Der 39-Jährige wird den FC Bayern verlassen, er hat bereits einen Auflösungsvertrag unterschrieben. „Das war sein Wunsch“, bestätigte Christian Nerlinger gegenüber unserer Zeitung, „Mehmet hat Verpflichtungen beim Fernsehen, die nächsten zwei Jahre ist er verplant.“ Eigentlich war vereinbart, dass Scholl im Sommer in Köln den Fußball-Lehrer-Schein macht und anschließend zurückkehrt. Nun aber ist offen, wie es mit dem langjährigen Profi weitergeht. „Wir werden uns da dann zu gegebener Zeit mal zusammensetzen“, sagte Nerlinger.

Mehmet Scholl - Seine Zeit beim FC Bayern

Mehmet Scholl - Seine Zeit beim FC Bayern

Scholl will sich nun zunächst auf seine TV-Karriere konzentrieren. Erst vergangene Woche hat er seinen Vertrag bei der ARD als Fußball-Experte bis 2012 verlängert. Da er im Sommer in dieser Funktion bei der WM in Südafrika vor Ort ist, schafft er es in diesem Jahr nicht rechtzeitig zum DFB-Lehrgang. So ruht die Trainer-Ausbildung für ein Jahr, mindestens. „Da ist kein böses Blut dabei“, versicherte Nerlinger bezüglich der Trennung, man sei äußerst zufrieden gewesen mit dem Nachwuchs-Trainer: „Er hat bei der zweiten Mannschaft hervorragend gearbeitet und dem Team eine Handschrift verpasst.“

Im Sommer wird Hermann Gerland wieder übernehmen. Der 55-Jährige hatte Scholl den Posten vor einem Jahr überlassen, da ihn sich Chefcoach Louis van Gaal als Co-Trainer bei den Profis gewünscht hatte.  

Scholl verlässt den FC Bayern nach 18 Jahren. 1992 holten ihn die Münchner aus Karlsruhe, als Profi absolvierte er 334 Bundesligaspiele. In die Trainer-Laufbahn startete er als Coach der U 13, wo er sich rasch als Gerland-Nachfolger empfahl. Bei der zweiten Mannschaft lief unter seiner Regie zunächst nicht viel rund, doch gegen Ende der Vorrunde schaffte sein Team die Kehrtwende. Der Klassenerhalt des Tabellenachten der Dritten Liga steht außer Frage. Für Scholl heißt das: vier Spiele gemütlich auslaufen.

von Andreas Werner

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