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Thomas Müller vom FC Bayern jubelt nach seinem 4:0 gegen den VfL Wolfsburg.

Mit Rückenwind ins Spiel gegen Liverpool

Bayern mit neuer Power wieder an der Spitze: Klopp kann kommen!

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    Jonas Austermann
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Tabellenführung in der Premier League an ManCity verloren; der Gegner des bevorstehenden Champions-League-Rückspiels offensichtlich mit neuer Stärke auf dem Platz: Die Fans des FC Liverpool haben es vor dem Spiel in München nicht leicht.

In Liverpool dürften die Anhänger der Reds dieser Tage leicht besorgt auf ihre mobilen Endgeräte schauen. Nicht nur, dass die Tabellenführung in der Premier League an ManCity verloren gegangen ist, auch der Klick auf die Bundesliga und die dort erscheinenden Ergebnisse sorgt für wenig Erheiterung. Während bei den Klopp-Kickern die Selbstzweifel zuletzt von Spiel zu Spiel größer wurden, ist der FCB in einem rauschartigen Zustand unterwegs. Erst Gladbach 5:1 geputzt, dann die Wolfsburger mit 6:0 nach Hause geschickt und dank Torverhältnis auch noch die Tabellenführung erobert. Jetzt kann Klopp kommen!

Das weiß man auch an der Säbener Straße, große Töne spucken will man angesichts des Krachers am Mittwoch dagegen lieber nicht. Hasan Salihamidzic sprach daher lieber vom „Momentum“ der Roten und fügte an: „Es ist der beste Moment, den wir in der Saison bislang hatten – und auch noch zum richtigen Zeitpunkt. Das wollen wir jetzt mitnehmen, denn am Mittwoch geht es natürlich um alles. Wir spielen gegen einen Gegner, der vielleicht ins Halbfinale hätte kommen können. Aber so ist es eben nicht. Wir haben Respekt, aber keine Angst.“

Neue Abwehrstärke

Brauchen die Münchner auch nicht. Und zwar nicht nur, weil die Stürmer aktuell besonders genau zielen, sondern auch aufgrund der neuen Abwehrstärke. In den vergangenen vier Partien hat der Rekordmeister gerade einmal ein Tor gefangen – eine Quote, die es vor allem gegen Liverpool auszubauen gilt. „0:0 ist ein ordentliches, aber gefährliches Ergebnis“, weiß Joshua Kimmich. „In erster Linie muss man gucken, dass man kein Tor bekommt. Wir wissen aber auch, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen müssen – sonst kommen wir nicht weiter. Daher erwarte ich uns auch etwas mutiger als in Liverpool. Da haben wir gesehen, dass wir mithalten können und absolut auf Augenhöhe sind.“

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Und die Saison hat auch gezeigt, dass sich Niko Kovac und seine Truppe auch aus noch so schweren Phasen befreien können. Die Ergebniskrise der Hinrunde, die neun Punkte Rückstand auf den BVB, die DFB-Degradierung von Thomas Müller & Co. – nichts hat den FCB aus der Ruhe gebracht. „Die vergangenen Wochen haben wir konzentriert gearbeitet und jetzt haben wir mal eben alles rausgelassen“, erklärte Salihamidzic. „Wir haben Selbstvertrauen getankt, das freut uns alle sehr.“

Die Dortmunder dagegen weniger. Die Borussia ist nach dem 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart zwar weiterhin punktgleich mit den Bayern, das in München sonst außer Acht gelassene Torverhältnis sorgt aber dafür, dass jetzt Rotweiß vor Schwarzgelb steht. Den Freudentänzen und den anschließenden Stimmen der Borussen nach zu urteilen, scheint ihnen der Rollentausch aber nur wenig auszumachen. „Das ist mir wurscht“, so Marco Reus. „Entscheidend ist, wer am Ende Erster wird. Und da ist alles offen.“ Sieht auch Niklas Süle so. Platz eins bringe „nichts“, sagte der. „Wir sind ja nicht Meister.“ Aber wieder etwas näher dran…

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