Sebastian Hoeneß, Trainer der Amateure des FC Bayern München, sieht sein Team gegen den Chemnitzer FC in der 3. Liga als Favorit.
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Sebastian Hoeneß, Trainer der Amateure des FC Bayern München, sieht sein Team gegen den Chemnitzer FC in der 3. Liga als Favorit.

Waidwunder Gegner

FC Bayern II empfängt Krisenclub Chemnitz

Nach dem Befreiungsschlag in Halle wartet an diesem Samstag eine ganz andere Herausforderung auf den FC Bayern II. Der 2:1-Erfolg am Montag in Halle katapultierte die „kleinen Bayern“ aus der Abstiegszone auf Tabellenplatz 13.

Nun aber trifft der FCB-Nachwuchs auf den schwer kriselnden Mitaufsteiger Chemnitzer FC, der noch ohne Saisonsieg ist. Erstmals in dieser Spielzeit gehen die „Bayern-Amateure“ als Favorit in eine Partie. Das räumt auch Trainer Sebastian Hoeneß ein: „Natürlich muss es unser Anspruch sein, dieses Heimspiel zu gewinnen“, sagte er. Bis auf den zuletzt gesundheitlich angeschlagenen Fiete Arp wird der 37-Jährige dabei wohl auf dasselbe Personal zurückgreifen können wie am Montag.

Die Gefahr besteht vor allem im bemitleidenswerten Zustand des Gegners. Die Chemnitzer ersticken derzeit an Problemen. Sportlich noch sieglos, Kapitän Daniel Frahn, der gemeinsam mit Bayern-Stürmer Kwasi Okyere Wriedt bester Regionalliga-Torjäger der vergangenen Saison war (jeweils 24 Treffer), wegen zu großer Nähe zur rechten Fanszene suspendiert. Dazu kamen zuletzt ein Stimmungsboykott der Anhänger und eine chaotische Mitgliederversammlung. Seit Monaten von einem Insolvenzverwalter geführt, konnten sich die Mitglieder nicht auf die Wahl eines Aufsichtsrates verständigen, sodass das wichtigste Vereinsgremium aktuell handlungsunfähig ist – und die Sponsoren davonlaufen.

Ein derart waidwunder Konkurrent dürfte dem Bayern-Nachwuchs in dieser Saison kein zweites Mal begegnen. Was die Aufgabe freilich nicht unkomplizierter macht. 

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