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Um ein Trikot der FCB-Stars zu erstehen, müssen Fans immer tiefer in die Tasche greifen. Nicht alle sind dazu bereit.

Zahlen erneut rückläufig

Diese Bilanz dürfte den FCB-Bossen überhaupt nicht gefallen 

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Die Klubs der ersten drei deutschen Fußball-Ligen erzielten in der Saison 2017/2018 zum zweiten Mal in Folge weniger Merchandising-Einnahmen als im Vorjahr.

München - Vergleichsweise hart trifft es die Aushängeschilder FC Bayern und Borussia Dortmund. Ist das Rad im Millionen-Geschäft Profifußball schon überdreht?

FCB-Ketchup, Küchenrollenhalter, Trinklernbecher. Es gibt nichts, was es im Fanshop des deutschen Rekordmeisters nicht zu kaufen gibt. Jahrelang boomte die Branche, die Fans kauften und kauften. Damit ist jetzt Schluss! Für das 21. Fanartikel-Barometer werteten Marketing-Experte Dr. Peter Rohlmann und sein Team (Agentur PR) die Angaben der Klubs aus und recherchierten fehlende Zahlen.

Bei den Bayern setzt sich ein Trend fort

Die Ergebnisse: Bei mehr als der Hälfte aller deutschen Profivereine (55 Prozent) sanken die Einnahmen durch den Fanartikel-Verkauf. Der BVB büßte rund zehn Millionen Euro ein (insgesamt 30 Mio.), die Bayern fünf Millionen. Bei den Münchner setzt sich damit ein Trend fort, der den Verantwortlichen nicht gefallen dürfte. In der Spielzeit 2015/2016 kassierte der FCB noch 108,2 Millionen, im Folgejahr nur noch 96,9 – und in der abgelaufenen Saison „nur“ noch 91,8 Millionen. Wie kommt’s dazu?

Rohlmann betont, dass es nie nur den einen Grund gibt. Vielmehr spielen viele Faktoren eine Rolle. Der Marketing-Experte: „Wir stellen in den letzten Jahren fest, dass Klubs, die den nationalen Markt sehr stark dominieren und ihre Fangemeinde fast zu 100 Prozent bedient haben, sich schwertun, zu den typischen Fans noch weitere dazuzugewinnen. Jeder Klub hat ein Monopol, denn ein Freiburg-Fan wird nie einen Bayern-Artikel kaufen.“

Kosten für Trikots steigen weiter

Der Herzensverein und der Lieblingsspieler sind für Fans beste Motive, um die Schatulle weit zu öffnen. Aber Vereinsliebe macht nicht völlig blind! Vor allem die Preise spielen eine große Rolle, wenn es um die rückläufigen Einnahmen im Merchandising-Bereich geht. Das neue Trikot wollen die meisten Anhänger immer noch haben, sie sind aber schlichtweg nicht bereit, jeden Preis dafür zu zahlen. 

Laut Experte Rohlmann wissen einige Klubverantwortliche um dieses Problem. Dennoch stiegen die Kosten fürs Leiberl in den vergangenen Jahren regelmäßig an. Aktuell sind im Angebot des FCB vier verschiedene Trikots (Heim, Auswärts, Champions League und EA-Sports-Edition) zu finden. Mit diversen Extras steigt der Preis auf über 100 Euro. Dazu kommen Hose (35 bis 40 Euro) und Stutzen (18 Euro).

FC Bayern: 92 Millionen Euro durch Merchandising

Da kommt der Fan mit dem Nachkaufen kaum hinterher – und greift wohl auch deshalb zu billigen und illegalen Fälschungen, beispielsweise auf dem asiatischen Markt. Und schadet damit in erster Linie dem eigenen Verein.

Bei allem möglichen Frust über zurückgehende Einnahmen mahnt Rohlmann allerdings zur Vernunft: „Obwohl ich Marketing-Mann bin, sage ich: Man muss aufpassen, dass man es nicht überreizt. Denn: Bayern München gehört mit 92 Millionen Einnahmen durch Merchandising zu den Top-Vereinen im internationalen Vergleich.“ Da wird Marketing-Vorstand Andreas Jung auch mal einen Rückgang verkraften können…

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In der Champions League werden dem FC Bayern in diesem Jahr nur Außenseiterchancen eingeräumt. In Sachen Medienpräsenz sind die Münchner jedoch international bereits ganz vorne dabei.

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