+
Entspanntes oder gespanntes Verhältnis: FCB-Coach Niko Kovac (l) und Uli Hoeneß (r).

Krise bei den Bayern

Druck auf FCB-Trainer wächst: Rückt Hoeneß von Kovac ab?

  • schließen

Uli Hoeneß ist mit der Art und Weise, wie Niko Kovac aktuell den Konkurrenzkampf unter seinen Spielern moderiert, nicht zufrieden. Ist das ein Anzeichen für einen Riss zwischen dem Bayern-Boss und dem Coach?

München - Der eine spricht, der andere schweigt. Die Gefühlslage der Bayern-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge könnte nach zwei sieglosen Ligaspielen hintereinander nicht unterschiedlicher sein – zumindest in der Außendarstellung vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel in Piräus (21 Uhr, Sky).

Während sich Rummenigge derzeit laut eigener Aussage ein Schweigegelübde auferlegt hat und damit großen Interpretationsspielraum auch bezüglich der Arbeit von Trainer Niko Kovac lässt, ergriff Hoeneß am Gate das Wort. „Wir sind einen Punkt hinter dem Ersten. Wollen Sie uns eine Krise einreden?“, sagte der 67-Jährige, der darauf bedacht war, mit seinen Aussagen weitere Unruhe im Verein zu vermeiden. Freilich dauerte es nicht lange, bis der scheidende FCB-Präsident nach den Vergleichen zur vergangene Herbstkrise angesprochen wurde, bei der Kovacs Trainerstuhl ordentlich wackelte. Davon will Hoeneß in diesem Herbst nichts wissen: „Ich würde mir Sorgen machen, wenn wir keine Chancen hätten. Wenn wir wie in Augsburg Tontauben schießen, dann mach ich mir normalerweise keine Sorgen.“ Die Mannschaft spiele „nicht schlecht“, aber auch „nicht konsequent genug“, bemängelte er, „sie muss geiler sein auf Tore“.

Uli Hoeneß: „Deswegen sehe ich da überhaupt kein Problem“

Das Verwerten der Chancen sei „eine Frage der Einstellung“, analysierte Hoeneß: Gerade gegen „vermeintlich schwächere Gegner ist die Konzentration der Mannschaft unterentwickelt, aber auch gegen schwächere Teams muss man eben die Punkte holen“. Und darum stellte Hoeneß energisch klar: „Im Verein ist totale Ruhe. Und deswegen sehe ich da überhaupt kein Problem.“

Stimmt nicht ganz: Nach tz-Informationen soll Hoeneß die Art und Weise, wie Kovac aktuell den Konkurrenzkampf moderiert, intern durchaus kritisch sehen. Rückt Hoeneß gar von Kovac ab? Fakt ist: Vergangene Saison musste Kovac noch altverdiente Spieler wie Arjen Robben und Franck Ribéry bei Laune halten, was für einen Trainer ohne große Erfahrung im Umgang mit Stars nicht leicht ist. Diese Saison hat er laut eigener Aussage allerdings einen Kader beisammen, der leichter zu handeln sei. Das liegt auch an den Abgängen von meinungsstarken Spielern wie Mats Hummels, Sandro Wagner und James. Durch die Art und Weise wie Kovac jedoch jüngst Thomas Müller und Javi Martinez behandelt(e), brodelt es aktuell wieder innerhalb der Mannschaft – und das hat der Trainer sich selbst zuzuschreiben. Selbst die Beziehung zu Kovacs Lieblingsschüler Thiago soll aus zwischenmenschlichen Gründen derzeit zumindest angespannt sein. Das ist auch Hoeneß nicht entgangen, der sich intern der Thematik bereits angenommen und mit Müller und Martinez das Gespräch gesucht hat.

Hoeneß schwärmt auffällig für Martinez

Bester Beweis für die Hoeneß’sche Spielerfürsorge waren vor allem die Aussagen des Bayern-Patrons zu Martinez: „Durch die Verletzung von Süle stellt sich die Abwehr mehr oder weniger von selber auf. Die aktuelle Abwehrproblematik wird sich aus meiner Sicht sowieso von selbst erledigen: Wenn der Martinez auf der Sechs spielt, kriegen wir in Zukunft sowieso wieder weniger Gegentore. Letztes Jahr als er an Weihnachten reinkam, haben wir auch alle Spiele gewonnen“, schwärmte Hoeneß  auffällig von Martinez. Bei diesen Worten sollte Niko Kovac aufhorchen.

Lesen Sie auch: Nach dem 2:2 in Augsburg weht Niko Kovac von allen Seiten der Wind ins Gesicht. Trainerkollege Friedhelm Funkel stimmte nun in die Kritik am Bayern-Trainer mit ein und zog einen interessanten Vergleich.

FC Bayern: Niko Kovac ist zwar noch im Amt, doch mehr als ein Drittel der Fans wünschen sich Erik ten Hag als neuen FCB-Coach. Dahinter folgt ein alter bekannter und The Special One.

WhatsApp-News zum FC Bayern gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für FCB-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Roten direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Werden Sie jetzt Fan unserer Facebook-Seite „FC Bayern News“!

In der Personalie Thomas Müller steigt der Druck auf Bayern-Trainer Niko Kovac

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Transfer-Saga und Verletzungs-Drama! Teamkollege verrät, wie es Leroy Sané wirklich geht
Leroy Sané steht beim FC Bayern immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Wie es ihm nach seiner schweren Verletzung inzwischen geht, verrät ein Teamkollege.
Transfer-Saga und Verletzungs-Drama! Teamkollege verrät, wie es Leroy Sané wirklich geht
Mauricio Pochettino: Überraschende Enthüllung - landet er jetzt beim FC Bayern München?
Beim FC Bayern München gibt es viele Spekulationen über einen neuen Trainer. Zu Mauricio Pochettino gab es schon Kontakt - nun wurden neue Details enthüllt.
Mauricio Pochettino: Überraschende Enthüllung - landet er jetzt beim FC Bayern München?
Studie verzückt FC-Bayern-Fans: Rekordmeister wertvoller als Champions-League-Sieger FC Liverpool
Kann es der FC Bayern finanziell mit den Vereinen aus der Premier League aufnehmen? Eine neue Studie verdeutlicht, dass München an den Top drei der wertvollsten Klubs …
Studie verzückt FC-Bayern-Fans: Rekordmeister wertvoller als Champions-League-Sieger FC Liverpool
Javi Martinez: Mini-Angebot vorgelegt - lässt sich der FC Bayern darauf ein?
Wie geht es mit Javi Martinez weiter? Immer wieder wird über einen Abschied vom FC Bayern diskutiert. Nun gibt es offenbar ein Mini-Angebot aus Spanien.
Javi Martinez: Mini-Angebot vorgelegt - lässt sich der FC Bayern darauf ein?

Kommentare