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Franck Ribéry (l.) brachte die Bayern mit seinem neunten Saisontor in Führung, später legte er noch das 2:0 nach.

Chapeau Monsieur! Ribéry liefert Supershow gegen S04

  • vonJan Janssen
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München - Der Druck war groß, doch der FC Bayern zeigte die gewünschte Reaktion: Gegen Schalke 04 zeigt sich der Rekordmeister stark verbessert und siegt dank des überragenden Franck Ribéry.

Mia-san-wieder-Mia! Der FC Bayern hat sich zurück gekämpft, im Sonntagskracher gegen den Vierten schickte der Rekordmeister Schalke 04 mit 2:0 nach Hause! Da wurde nach den Aschermittwoch-Tagen gegen Freiburg (0:0) und Basel (0:1) wieder richtig viel gelacht - und vor allem sehr gern von „der geschlossenen Mannschaftsleistung“ (Heynckes) gesprochen. Die Roten sind wieder als echte Einheit aufgetreten, mit viel Einsatz und fußballerisch frischem Auftreten.

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Der Trainer sah seine Jungs „sehr engagiert, mit gutem Pressing. Wir haben uns viele Torchancen herausgearbeitet!“ Ganz vorn mit dabei auf der Rangliste des Lobes: Franck Ribéry. Der Franzose machte beide Tore selbst, nach dem ersten gab es sogleich den demonstrativen Abklatscher mit Jupp an der Trainerbank. Und anschließend gestand der Trainer: „Wir haben vor dem Spiel in unserem Hotel miteinander gesprochen.“

Einzeltermin beim Coach! Worum es im Einzelnen ging, verriet der 66-Jährige nicht. Dafür aber der Franzose: „Ich habe gut gesprochen mit dem Trainer. Ich habe gesagt, es ist schwer für uns alle, alle haben ein bisschen Angst. Aber wir müssen ruhig und locker bleiben.“

Blieben sie dann irgendwann auch, nachdem alle zunächst auf ganzer Linie ihre Linie gesucht hatten. Ribéry hat sie ihnen zurück gegeben, das Handschlags-Thema spielte keine Rolle mehr. Ribéry: „Ich brauche die Spiele, und ich habe zum Trainer gesagt: Dass mit dem Wechseln ist kein Problem, aber wir müssen kommunizieren.“ Und so kamen dann auch die Chancen aus dem Spiel heraus, was zuletzt völlig fehlte. Beweis Nummer eins: Gomez und Robben scheiterten nach sechs Minuten nur am starken Timo Hildebrand im Schalker Tor, wenig später versuchten es Müller (24.) und Ribéry (31.) - jeweils gut freigespielt vom Offensiv-Arsenal, bei dem gestern völlig überraschend Toni Kroos fehlte.

Die Spielerfrauen des FC Bayern

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Der Jupp-Junge musste erstmals seit dem vierten  Spieltag wieder von der Bank aus zuschauen. Denn es war auch klar, „dass ich in dieser Lage versuchen muss, eine Lösung zu finden“, wie Coach Heynckes erklärte. „Und Thomas ist ein Spieler, der vorne reingeht, der für Torgefahr sorgt und Mario Gomez unterstützen kann“, meinte der Trainer ergänzend zu Kroos-Vertreter Müller in der offensiven Dreierkette. Die Maßnahme ging auf, vorne war zum Teil richtig Musik drin. Und ausgerechnet als Schalke durch Papadopoulos zu seiner ersten Kopfball-Chance kam, schnappte sich Lahm das Leder und schlug einen Super-Pass auf Ribéry. Der Franzose machte für den heranstürmenden Hildebrand das Luftloch auf und schob danach locker zum 1:0 ein (36.) - da war schon wieder Fasching in Fröttmaning!

Und genauso ging es weiter. Nach dem Wechsel knallte zunächst Badstuber das Leder an die Latte (46.), dann setzte wieder Ribéry zu zwei Soli an. Das erste vergab Gomez dann völlig freistehend (49.), das zweite Arjen Robben (49.) - und so machte es der Franzose danach eben selbst. Sein Schuss aus elf Metern wurde von Papadopoulos unhaltbar abgefälscht (55.). Von da an spielte der FC Bayern abgeklärt in bester Mia-san-Mia-Manier, Schalke kam in Hälfte zwei überhaupt nur zu einer Chance durch Matip (46.). Und so wurde gelacht und gefeiert bei den Roten, ganz geschlossen!

mic, jj, lop

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