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Erste Niederlage: Frauen des FC Bayern gegen Leverkusen „böse gelandet“

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Während die Mannschaft von Bayer Leverkusen nach Abpfiff ausgelassen auf dem Rasen des Grünwalder Stadions feierte, wirkten die Spielerinnen des FC Bayern ratlos. Einige verließen schnell den Platz, andere starrten auf den Boden oder diskutierten, wie es zu der Heimniederlage gekommen war.

München – Deutlich mehr Ballbesitz und Chancen hatten die Bayern-Frauen am Sonntag, gegen die tief stehende Werkself fehlte in der Offensive aber die letzte Entschlossenheit und Präzision. Bei zwei der seltenen Gegenangriffe ließen sich die Bayern auskontern. Das 1:2 war die erste Niederlage der neuen Saison, nach zuvor vier Siegen in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League.

Der enttäuschte Trainer Jens Scheuer fand nach seiner ersten Pflichtspielniederlage mit dem FC Bayern klare Worte. „Wir haben in keiner Weise umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, erklärte er: „Wir waren von der ersten Minute an nicht auf dem Platz. Es ist nicht zu erklären, wie man zu Hause so auftreten kann.“

Letzte Saison hatten die Bayern-Frauen Leverkusen 8:0 und 10:1 bezwungen, Scheuer hatte davor gewarnt, den Gegner deshalb zu unterschätzen. „Das zeigt uns, dass wir auch in der Liga immer an unsere Leistungsgrenze kommen müssen. So gefestigt sind wir noch nicht, dass wir Gegner mit dreiviertel Kraft besiegen können“, sagte der Trainer, der einen großen Umbruch mit neun neuen Spielerinnen bewältigen muss. Mandy Islacker, die am Mittwoch beim 2:1 in der Champions League in Göteborg und davor im DFB-Pokal in Frankfurt je zweimal getroffen hatte, musste kurzfristig mit muskulären Problemen pausieren, auch Carolin Simon fehlte wegen einer Muskelverletzung. Simone Boye musste ebenfalls passen, Linda Dallmann war nicht ganz fit und wurde erst nach der Halbzeit eingewechselt. Allen Spielerinnen steckte noch die Reise nach Schweden unter der Woche in den Knochen.

Als Entschuldigung wollte Scheuer dies aber nicht gelten lassen. „Wir wollen keine Ausreden“, sagte der Trainer: „Wir waren hier, um das Spiel zu gewinnen. Die Spielerinnen, die auf dem Platz standen, waren stark genug, um dieses Vorhaben auch umzusetzen.“ Seine Mannschaft sei nun „böse gelandet“, führte er weiter aus, dies tue zwar unfassbar weh, aber gerade angesichts der Veränderungen im Team sei ein Ausrutscher in dieser frühen Phasenicht ungewöhnlich. Weiter geht es am Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim SC Sand, am Mittwoch danach kommt Göteborg FC zum Rückspiel nach München. 

 CHRISTIAN STÜWE

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