Bayern-Trainer Hansi Flick sprach mit Wolfsburgs Coach Oliver Glasner über seinen Abschied.
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Bayern-Trainer Hansi Flick sprach mit Wolfsburgs Coach Oliver Glasner über seinen Abschied.

„Ihr müsst warten, bis wir es sagen“

FC Bayern: Männer-Gespräch an der Hotelbar - Hat Flick schon mit seinem Nachfolger geredet?

  • Christoph Klaucke
    VonChristoph Klaucke
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Hansi Flick will den FC Bayern am Saisonende verlassen. Seine Pläne teilte der Trainer zuvor mit einem Konkurrenten, der nun sogar sein Nachfolger werden könnte.

München/Wolfsburg - Hansi Flick* ließ am Samstag nach der Partie in Wolfsburg die Bombe platzen. Der Trainer des FC Bayern* bittet um Vertragsauflösung. Eine Entscheidung, die bereits seit Wochen erwartet worden war, nur die Frage nach dem Zeitpunkt schien offen.

Flick informierte die Bosse nach dem Paris-Spiel unter der Woche, dass er am Saisonende aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag heraus möchte. Bis Flick an die Öffentlichkeit ging, waren nur Wenige in seine Pläne eingeweiht. Einer davon war ausgerechnet der Trainer des Gegners. Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg* könnte Nachfolger von Flick beim FC Bayern werden.

FC Bayern: Flick triff sich mit Wolfsburg-Trainer Glasner an der Hotelbar

Der Österreicher wohnt schon seit einigen Monaten in jenem Hotel, in dem nun die Bayern abgestiegen waren. Und dort trafen sich Glasner und Flick am Freitagabend an der Hotelbar zu einem Bier und saßen lange zusammen. „Ich habe ihn eingeladen, er ist schließlich der Gast“, erzählte Glasner vor dem Spiel. Flick verriet einige Minuten später am Sky-Mikrofon, worum es in dem Gespräch - das zwischen zwei und drei Stunden angedauert hat - genau ging. Etwa auch um seine persönliche Zukunft?

„Wir haben das kurz angeschnitten, aber auch über andere Dinge gesprochen“, erklärte Flick: „Wir haben allgemein über seine und meine Situation gesprochen. Wir haben uns auch über Fußball allgemein ausgetauscht und über das Spiel in Paris. Es war ein kurzweiliger Abend und ich habe es genossen, mich mit so einem Fachmann zu unterhalten.“ 

Richtig spannend wurde es dann nach dem Spiel, als auch der so gelobte Glasner gegenüber Sky über seinen Austausch mit Flick sprach. Auf die Frage, ob er denn wisse, was der Noch-Bayern-Trainer ab Sommer mache, antwortete Glasner: „Ich bin eingeweiht, was er macht. Und er ist eingeweiht, was ich mache.“ Verraten wollte der 46-Jährige jedoch nichts, er beließ es bei den nebulösen Andeutungen. „Ihr müsst warten, bis wir es dann sagen.“ Kurz zuvor hatte Flick seinen Abschied vom FC Bayern bekannt gemacht, sein Ziel hat er aber noch nicht verraten.

FC Bayern: Glasner als Flick-Nachfolger? Österreicher hat Ausstiegsklausel

Die Situation von Glasner weist erstaunlich viele Parallelen zu der von Flick auf. Glasner vermeidet wie der Bayern-Trainer zuvor auch ein Bekenntnis zum eigenen Klub. „Fakt ist: Ich habe Vertrag bis 2022 beim VfL Wolfsburg. Fakt ist: Ich habe mit keinem anderen Klub gesprochen. Fakt ist: Mich hat kein einziger anderer Klub kontaktiert“, sagte der 46-Jährige dem ZDF.

Fakt ist auch, dass es in der Vergangenheit Querelen zwischen Glasner und VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke gab, die im vergangenen Jahr beinahe zum Zerwürfnis führten. Beim FC Bayern soll ja bekanntlich der Streit mit Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic die Hauptursache für Flicks Wunsch nach Veränderung gewesen sein.

Glasner ist in seiner zweiten Saison in der Bundesliga auf bestem Wege, sich mit den Wölfen für die Champions League zu qualifizieren. Kein Wunder, dass der Coach des Tabellendritten bei der Konkurrenz Begehrlichkeiten geweckt hat. Beim FC Bayern wird aller Voraussicht nun ein attraktiver Posten frei. „Ich weiß nicht, was Oliver macht, daher kann ich Ihnen diese Frage nicht beantworten“, hielt sich Flick bedeckt. Glasners Vorteil: Im Gegensatz zu einem anderen Kandidaten verfügt er über eine Ausstiegsklausel. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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