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Ligahöchstwert: Darin ist der FC Bayern jetzt schon Champion

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Von: Jonas Austermann, José Carlos Menzel López

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Sechsmal traf Lewandowski per Kopf ins Schwarze
Sechsmal traf Lewandowski per Kopf ins Schwarze. © Imago / Uwe Kraft

Noch trennt den FC Bayern München die schlechtere Tordifferenz gegenüber dem BVB von der Tabellenspitze. Doch bemerkenswert ist, worin die Roten schon jetzt Liga-Champions sind.

München - Dass die Bayern nach zwischenzeitlich neun Punkten Rückstand wieder aufgeschlossen haben auf den BVB, ist zum großen Teil Kopfsache. Der Führungstreffer von Javi Martínez beim 5:1-Sieg des FCB vergangenen Samstag in Gladbach war nämlich das 12. Kopfballtor der Münchner in der laufenden Bundesligasaison – mit Abstand Ligahöchstwert. Die Bayern machen es eben mit Köpfchen!

Den zweiten Platz teilen sich Frankfurt und Freiburg mit je acht Treffern per Kopf, also ein ganzes Drittel weniger als Bayern. Das Geheimnis hinter dieser Kopfballstärke: das Training! „Es ist so, dass wir nach der einen oder anderen Einheit Flanken üben“, erklärt Manuel Neuer. „Die Offensivspieler verwerten sie dann. So fünf bis zehn Minuten haben wir jede Woche drin, wo einfach die Flanken reingehauen werden.“ Und das zahlt sich aus.

Lewandowski von FC Bayern per Kopf herausragend

Wirft man einen Blick auf die Torschützen der Roten, sticht wie immer ein Kicker heraus: Robert Lewandowski. Von den wettbewerbsübergreifenden 16 Kopfballtoren der Bayern in der laufenden Spielzeit hat der Pole mehr als ein Drittel selber erzielt. Sechsmal traf Lewandowski per Kopf ins Schwarze, was wiederum ein Viertel seiner bislang 24 Saisontore ausmacht. Dazu kommen drei Treffer mit seinem schwächeren linken Fuß und 15 mit dem rechten.

Bis es wehtut: Martínez (li.).
Bis es wehtut: Martínez (li.). © dpa / Federico Gambarini

Ein weiterer Name, der in dieser Statistik rot markiert werden muss, ist der von Javi Martínez. Nicht nur, dass der 1,92 Meter große Spanier in den vergangen zwei Spielen zwei Kopfballtore erzielte, er hat zudem die Hälfte seiner zwölf Pflichtspieltore für den Rekordmeister mit dem Haupt erzielt. Hinzu kommt: Bei sechs seiner letzten sieben Treffer verwertete der Herr der Lüfte einen Eckball.

„Kein Wunder bei diesem Schädel!“

Als ihn die tz unlängst über seine Kopfballstärke aufklärte, antwortete Martínez mit einem Grinsen: „Kein Wunder bei diesem Schädel!“ In Wahrheit hat die Effizienz der Münchner im Kopfballspiel aber weniger mit dem Durchmesser ihrer Großhirnrinden, sondern vielmehr mit der Hartnäckigkeit ihrer Offensive zu tun. Denn nur wer es oft genug probiert, wird am Ende auch mit einem Treffer belohnt. Und wer einen genaueren Blick auf die Statistik wirft, der sieht, dass der FCB vorne einen gehörigen Aufwand betreibt. Nicht nur, dass die Mannschaft von Trainer Niko Kovac mit 202 die meisten Ecken aller 18 Bundesliga-Mannschaften geschlagen haben, nach Bremen (315) und Hoffenheim (309) verzeichnen sie auch die drittmeisten Flanken aus dem Spiel (296). Köpfchen eben!

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