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Rummenigge hätte Verständnis für Gehaltsverzicht bei ungeimpften Bayern-Profis

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Er wünscht sich einen geimpften Joshua Kimmich (l.): Bayerns Ex-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.
Er wünscht sich einen geimpften Joshua Kimmich (l.): Bayerns Ex-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. © Alexander Hassenstein / imago

Gehaltskürzung für ungeimpfte Bayern-Profis? Für Karl-Heinz Rummenigge ein nachvollziehbarer Schritt. Er spricht von einem „Zeichen“.

München - Der Ton wird beim FC Bayern: Auch der ehemalige Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge hätte Verständnis dafür, wenn der Münchner Fußball-Club Gehaltskürzungen bei seinen ungeimpften Profis vornehmen sollte. Dies soll laut einem Medienbericht das bei den Akteuren getan werden, die als Kontaktpersonen von Infizierten in eine Corona-Quarantäne müssen. Betroffen sind die deutschen Nationalspieler Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala sowie Eric Maxim Choupo-Moting.

Rummenigge: „Großer wirtschaftlicher Schaden für den FC Bayern“

Geht es nach Rummenigge, wäre die Reaktion seines Ex-Klubs angemessen: „Wenn das stimmt, was die Bild-Zeitung vermeldet, ist das sicherlich auch als Zeichen zu verstehen, dass der Verein jetzt reagiert“, so Rummenigge am Sonntag bei „Sky90“.

Der 66-Jährige weiter: „Beim nächsten Spiel darf man nur noch mit 25 Prozent Zuschauerkapazität spielen. Aus 75 000 werden dann rund 19 000. Das ist auch ein wirtschaftlich großer Schaden für den FC Bayern“, sagte Rummenigge zu den neuen Corona-Beschränkungen. Das wäre ein finanzieller Schaden in Millionenhöhe pro Heimspiel.

Und wie Kimmich die Maßnahme wohl fände? „Das wird ihm nicht gefallen“, so Rummenigge zur möglichen Reaktion von Kimmich auf Gehaltskürzungen. Er nannte den 26 Jahre alten Impfzauderer ausdrücklich einen verantwortungsvollen Menschen. Der Nationalspieler werde „ein Stück weit stigmatisiert“. Der FC Bayern gab keine Stellungnahme zum Medienbericht ab.

Laut Rummenigge sei der „exklusive Vorbildcharakter“ aber nicht beim Fußball zu suchen. „Wenn ein Fußballer wie er Bedenken hat, sich zu impfen, dann liegt es auch an den verantwortlichen Politikern und Wissenschaftlern, diese Bedenken auszuräumen. Diese teilen immerhin 32 Prozent in unserem Land“, sagte Rummenigge.

Rummenigge: Viele Gespräche mit ungeimpften Profis beim FC Bayern

Rummenigge weiß, dass die Diskussion dem FC Bayern schadet: „Es ist eine Debatte, die den Verein langsam auch nervt. Alle haben versucht, das Thema Nichtimpfen zu bereinigen oder eine Lösung zu finden. Das ist nicht geglückt bis dato.“ Rummenigge wisse „aus gesicherter Quelle“ von vielen Gesprächen mit den bislang ungeimpften Profis beim FC Bayern. „Corona beschäftigt den ganzen Verein und die Mannschaft“, sagte Rummenigge.

Beim 1:2 gegen den FC Augsburg am Freitagabend in der Bundesliga habe ein Leistungsträger wie Kimmich natürlich der Mannschaft gefehlt: „Kein Klub auf der Welt kann solche Spieler wie Joshua Kimmich ersetzen.“ (cg mit dpa und SID)

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