Karl Heinz RUMMENIGGE hoert vorzeitig beim FC Bayern auf
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Karl-Heinz Rummenigge war dreißig Jahre lang als Funktionär beim FC Bayern tätig.

Ehemaliger FCB-Boss

Darum sind die Bayern „kein Verkaufsverein“ - Rummenigge erwartet „Wettbieten“ um Haaland

Karl-Heinz Rummenigge hat sich erneut zum Thema Erling Haaland geäußert - und erinnerte dabei an eine Rekord-Offerte für eine Bayern-Ikone aus Madrid.

München - Diesen Sommer hat Karl-Heinz Rummenigge seinen Posten als Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern* abgegeben. In fast dreißig Jahren als Vereins-Boss und Vize-Präsident hat der heutige UEFA*-Berater entscheidend die Mentalität bei den Münchnern geprägt In einem Interview verriet er, wieso die Bayern trotz Rekord-Angeboten in der Vergangenheit nicht zu einem „Verkaufsverein“ wurden und welche zwei Transfers seine Wichtigsten waren. Auch zum Thema Erling Haaland gab Rummenigge seine Einschätzung ab.

FC Bayern: Ex-Vereins-Boss Rummenigge über seine „zwei besten Neuverpflichtungen“ in 30 Jahren beim FCB

Im Gespräch mit der spanischen Sportzeitung as.com äußerte sich Rummenigge zu seinem Verhältnis zu Real-Madrid-Präsident Florentino Perez. Auf die Frage, ob dieser damals auf einen Wechsel von Robert Lewandowski nach Madrid bestanden habe, lenkte Rummenigge etwas ein. „Er hat seinen Namen in keinem unserer Gespräche preisgegeben. Er kennt mich sehr gut und weiß, dass ein Spieler wie Lewandowski nicht verkauft wird“, so der langjährige Bayern-Boss.

In der Folge adelte er den Polen, der auch in dieser Saison wieder zuverlässig trifft. „Ich habe immer gesagt, dass die zwei besten Neuverpflichtungen, die ich in 30 Jahren an der Spitze der Bayern gemacht habe, er und Neuer* waren“, meinte Rummenigge.

FC Bayern: Rummenigge erinnert sich an Rekord-Angebot aus Madrid - „Bayern kein Kauf- oder Verkaufsverein“

Auch einen anderen Bayern-Spieler wollte Real Madrid* in der Vergangenheit abwerben: Franck Ribéry. Der Franzose kostete die Münchner bei seinem Transfer im Jahr 2007 noch 30 Millionen Euro, ein Jahr später bot Madrid eine immense Summe. „Sie haben uns 75 Millionen für Ribéry geboten, damals hätte er alle Rekorde gebrochen“ erinnert sich Rummenigge. Doch der FCB wollte „eine Botschaft an die Welt des Fußballs senden“.

Nach dem damaligen Rekord-Angebot für Ribéry habe man sich zusammengesetzt, sei allerdings „zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht für dieses Geld oder mehr verkaufen würden“. Und so blieb der Mittelfeldspieler insgesamt zwölf Jahre, in denen er zahlreiche Titel holte. „Wir wollten der Welt zeigen, dass Bayern kein Kauf- oder Verkaufsverein ist. Es war ein klares Signal, sowohl an die Vereine als auch an unsere Spieler, die von diesem Moment an verstanden haben, dass hier Verträge unterzeichnet werden, um sie zu erfüllen“, so Rummenigge.

FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge erwartet „Wettbieten“ um Dortmunds Erling Haaland

Ob Kaufverein oder nicht, die Bayern* schielen sicherlich mit einem Auge auf Erling Haaland* von Borussia Dortmund. Der Norweger blieb ebenfalls trotz lukrativer Angebote im Sommer beim BVB*, doch laut Rummenigge wird es „schwierig sein, ihn über das Jahr 2022 hinaus in der Bundesliga zu halten“. Der Grund ist Haalands festgeschriebene Ausstiegsklausel über 75 Millionen Euro.

„Wir werden ein echtes Wettbieten erleben. Da der Betrag für die Ablöse bereits feststeht, wird es um den Klub gehen, der das höchste Gehalt bietet“, lautet Rummenigges Vorhersage. Angesichts der Umstände überrascht das finale Verdikt wohl kaum einen Fan des Rekordmeisters: „Ich glaube, das ist für keinen Bundesligisten möglich, auch nicht für die Bayern“. (ajr)

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