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Hat einen Weltmeister in seinen Reihen: Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke ist stolz auf Benjamin Pavard.

„Es gab Angebote von europäischen Topklubs“

VfB-Sportvorstand Reschke im Interview: Darum konnte Stuttgart Pavard halten

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Für Michael Reschke wird die Partie seines VfB Stuttgart gegen den FC Bayern eine Reise in die Vergangenheit. Der Sportvorstand spricht im Interview auch über den umworbenen Benjamin Pavard.

München/Stuttgart - Vor 2015 bis 2017 war Michael Reschke Technischer Direktor bei Bayern München, seit August 2017 ist der 60-Jährige Sportvorstand in Stuttgart. Das tz-Interview vor dem Spiel der Schwaben gegen die Roten (Sa., 18:30 Uhr/ hier im Live-Ticker).

Herr Reschke, nach Pokal-Aus und Auftaktniederlage gegen Mainz kommt jetzt der FC Bayern nach Stuttgart. Gutes oder schlechtes Timing?

Reschke: Gegen die Bayern ist es immer brutal herausfordernd und zu Beginn einer Saison in der Regel noch schwerer, weil ein verstärkter Kampf um die Stammplätze stattfindet. Aber natürlich werden wir alles geben und sind nicht chancenlos. Tayfun Korkut und sein Trainerteam werden einen klaren guten Plan haben.

Was können vermeintlich kleinere Klubs tun, um die Lücke zum FC Bayern etwas schließen zu können?

Reschke: Wenn man in das Thema eintaucht, werden einige Fakten klar: Der FC Bayern ist wirtschaftlich mit Riesenabstand die Nummer eins in Deutschland, hat eine strategisch hochkompetente Führungsmannschaft, einen sehr guten Trainer und zahlreiche Topspieler. Der FCB ist für einen Klub wie den VfB keine Messlatte. Wir haben unseren eigenen Weg und wollen uns mit seriöser, durchdachter Kader- und Klubstrategie entwickeln und unsere Fans begeistern. Der VfB soll die Menschen im Schwabenland stolz machen und irgendwann wollen wir auch wieder wettbewerbsfähig in Richtung Europa denken.

Michael Reschke: „Es gab Angebote von europäischen Topklubs“

Benjamin Pavard ist das heißeste Eisen des VfB. Hat er sich nach der WM im Umgang verändert oder ist er der gleiche Typ geblieben?

Reschke: Benji ist für den VfB ein absoluter Glücksfall. Er hat in der vergangenen Saison jede Bundesligaminute durchweg auf ganz hohem Niveau gespielt. Wir wussten da schon, dass er auf dem Weg zur internationalen Klasse ist. Bei der WM ist dies dann eindrucksvoll auf höchstem Niveau deutlich worden. Obwohl es Angebote von europäischen Topklubs gab, haben wir Benji überzeugen können, noch eine Saison bei uns zu bleiben. Unabhängig davon, dass wir dabei das Heft des Handelns immer in der Hand hatten, war es uns extrem bedeutsam, dass er unseren Weg weiter in tiefer Überzeugung mitgehen will. Dies ist uns gelungen, weil er sportlich großes Vertrauen in unseren Kader hat und halt einfach ein sehr guter, bodenständiger Typ ist, der sich in unserem Team und im gesamten Klub sehr, sehr wohl fühlt. Kommende Saison wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem der ganz großen europäischen Spitzenklub wechseln. Dies ist für uns völlig okay.

Karl-Heinz Rummenigge hat im Rahmen der Vorbereitung mehrfach von Transfers im Winter gesprochen. Können Sie ausschließen, dass sich Benjamin Pavard im Winter dem FC Bayern anschließt?

Reschke: Wir planen mit Benji ganz klar für die komplette Saison.

Interview: Manuel Bonke

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