Die Münchner siegten am Mittwochabend gegen den RB Leipzig. 
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Die Münchner siegten am Mittwochabend gegen den RB Leipzig. 

1:0 Sieg gegen Leipzig

Nach schmutzigem Sieg gegen RB und BVB-Patzer: FCB wittert wieder Titelchancen

  • Manuel Bonke
    vonManuel Bonke
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Nach dem Sieg gegen den RB Leipzig und dem Patzer des BVB, wittert der FC Bayern München nun wieder Titelchancen. 

München - So entspannt saßen die Bayern-Stars schon lange nicht mehr vor dem Fernseher. Freitagabend (20.30 Uhr, Eurosportplayer) trifft der BVB auf Mönchengladbach - und das ist für den FCB in jedem Fall eine Win-win-Situation. Egal wie das Spiel ausgeht, die Bayern profitieren davon, vorausgesetzt, sie gewinnen das Spiel am Samstag in Frankfurt (18.30 Uhr, Sky). Wo Sie das Spiel zwischen Frankfurt und Bayern München live im TV und im Live-Stream sehen können, berichtet tz.de*.

Manuel Neuer sagte nach dem 1:0-Sieg gegen Leipzig: „Die Motivation ist immer hoch, egal wie die Ergebnisse der anderen Mannschaften sind. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Das Dortmunder Ergebnis ist uns entgegengekommen, klar. Jetzt spielt Dortmund gegen Gladbach und wenn wir gegen Frankfurt gewinnen, sind wir entweder vor Gladbach oder näher an Dortmund dran.“ Trotzdem warnt der FCB-Kapitän vor zu viel Euphorie: „Wir bleiben trotzdem ruhig. Wir wissen, wo wir stehen.“ 

Joshua Kimmich: „Es war eher ein Murks-Kick“

Gegen die pfeilschnellen Leipziger standen die Münchner vor allem defensiv sicher. Nach vorne war - abgesehen von Ribérys Traumtor - noch Luft nach oben.  „Es war eher ein Murks-Kick, wir haben das über die Mentalität gewonnen. Wir haben diese Saison schon schön gespielt und nicht gewonnen - da nehme ich lieber solche Spiele“, meinte Joshua Kimmich. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge freute sich ebenfalls über den dreckigen Dreier: „Man muss korrekterweise sagen, heute ist es gut gelaufen für uns. Da wir kurz vor Weihnachten sind, würde ich sagen: Das Christkind hat es gut mit uns gemeint.“ 

Dass nun der Vorsprung der Dortmunder von neun auf sechs Punkte geschmolzen ist, ist ganz nach dem Geschmack des Vorstandsvorsitzenden: „Es war natürlich auch für die Tabellensituation wichtig, dass wir heute gewonnen haben. Das ist ja bei Bayern eigentlich immer der Fall gewesen: Dass wir Steilpässe aufgenommen haben, wenn sie uns am Tag zuvor zugespielt wurden. Sechs Punkte sind noch viel.“ Wichtig sei jetzt, dass man am Samstag gegen Frankfurt etwas mitnehme. Rummenigge: „Wir wollen jetzt erst einmal Zweiter werden - und dafür müssen wir abwarten, wie das Spiel am Freitag ausgeht.“

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Thomas Müller vom FC Bayern: „Es war wichtig, ein Zeichen zu setzen“

Sollte den Roten am letzten Spieltag vor der Winterpause erneut vieles in die Karten spielen, wird künftig wohl wieder offensiver von der Meisterschaft gesprochen - Joshua Kimmich machte nach dem Sieg gegen Leipzig schon mal den Anfang: „Sechs Punkte sind schon anders als neun Punkte. Wir mussten noch ein Stückchen mehr gewinnen, weil wir deutscher Meister werden wollen. Wenn wir in Frankfurt gewinnen, ist in der Rückrunde einiges möglich.“ Thomas Müller stellte klar: „Es war wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass mit uns wieder zu rechnen ist. Wir wussten, was auf dem Spiel steht, denn wir haben gestern auch Fernsehen geschaut. Man hat uns die Wichtigkeit dieses Spiels angemerkt.“ 

Sportdirektor Hasan Salihamidzic bremst seine Spieler in bester Mahner-Qualität vorsichtshalber schon mal lieber ein: „Das sind Spiele, die Big Points bringen. Das war eine Willensleistung, solche Spiele muss man einfach gewinnen. Wir haben uns gezeigt, wieder mal. Nicht mehr und nicht weniger. Dortmund macht eine gute Saison. Keine Frage, sechs Punkte sind viel. Wir wollen nicht von der Meisterschaft reden.“ Das kann sich vielleicht schon am Samstag ändern, sollte der Dortmunder Vorsprung bis dahin auf drei Punkte geschmolzen sein.

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*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digtial-Redaktionsnetzwerkes.

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