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Fredi Bobic glaubt an einen Verbleib von Niko Kovac bei Eintracht Frankfurt.

Trainersuche in München

Bobic winkt bei Bayern-Gerüchten um Kovac ab - und äußert anderen Verdacht

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Niko Kovac würde die Anforderungen des FC Bayern an den kommenden starken Mann an der Seitenlinie alle erfüllen. Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic glaubt an einen Verbleib seines Trainers und äußert einen anderen Verdacht.

News vom 11. Dezember 2017

Sportvorstand Fredi Bobic vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt hat trotz der Bayern-Gerüchte um seinen Trainer Niko Kovac "ein gutes Gefühl", dass der Kroate am Main bleibt. "Niko hat einen Vertrag bei uns, und wir gehen klar und offen miteinander um. Da mache ich mir gar keinen Kopf", sagte der 46-Jährige dem kicker: "Die Bayern werden schon jemanden finden, aber sicherlich im Ausland."

Der Rekordmeister solle "einen richtig großen Trainer holen mit einem großen Namen", sagte Bobic: "Das gehört auch zu Bayern. Das ist eine globale Marke. Ich muss immer wieder schmunzeln: Erst war Julian Nagelsmann schon fast in München, jetzt Niko Kovac, Ralph Hasenhüttl zwischendrin auch noch - der hat gleich abgewinkt. Und der Nächste ist dann Domenico Tedesco."

Kovac, dessen Vertrag noch bis 2019 läuft, wisse "sehr zu schätzen, dass er hier damals die Chance bekommen hat - und wir jetzt gemeinsam etwas aufbauen und entwickeln können", sagte Bobic: "Er kann in Frankfurt viel testen und sich seine Strukturen so bauen, wie er sich das vorstellt und wünscht. Wir haben in vielen Bereichen ein ähnliches Denken, deswegen hat es bisher auch so gut funktioniert. Wir können bei der Eintracht aus etwas Kleinem etwas Größeres machen."

News vom 9. Dezember 2017

Niko Kovac gehen die Gerüchte um einen möglichen Wechsel auf die Bayern-Bank als Nachfolger von Jupp Heynckes offenbar auf die Nerven. "Ich habe jetzt mit Hasan Salihamidzic diesbezüglich nicht gesprochen. Sie müssen mich nicht allzu sehr locken immer“, sagte der Eintracht-Coach bei Sky. „Ich mache hier meine Arbeit.“

Über die Zukunft äußerte sich der ehemalige Nationaltrainer Kroatiens nebulös. „Der Rest, was morgen, übermorgen oder in zehn Jahren passiert, das können Sie nicht vorhersagen und ich auch nicht.“

News vom 8. Dezember 2017

Vor dem Duell gegen den FC Bayern wurde der Eintracht-Coach natürlich auf das angebliche Interesse des Rekordmeisters angesprochen. „Ich kenne nicht einen Verantwortlichen von Bayern oder Bayer Leverkusen, die meinen Namen in den Mund genommen haben“, so der Kroate auf der Pressekonferenz vor der Partie

Der Vertrag von Kovac läuft noch bis 2019, eine Verlängerung sei zum aktuellen Zeitpunkt aber kein Thema: „Mit mir hat aus dem Club noch keiner gesprochen. Mein jetziger Vertrag läuft gerade ein halbes Jahr. Das müsste dazu genügen.“

News vom 3. Dezember 2017

Was sagt Niko Kovac eigentlich selbst zu den Spekulationen, er könne der nächste Trainer des FC Bayern sein? Offenbar lassen sie ihn kalt. "Alles, was für mich zählt, ist die wichtige Aufgabe in Frankfurt", äußerte der 46-Jährige in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: "Die möchte ich weiter erfüllen." Die Gerüchte um seine Person seien ein sehr nettes Thema: "In der heutigen Zeit kann man vieles in die Welt setzen. Ob es stimmt oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber um es klar zu sagen: Ich habe mit der Eintracht einen sehr guten Klub und eine gute Mannschaft, die noch in der Entwicklung ist, das geht nicht von heute auf morgen."

Koan Tuchel, koan Nagelsmann: Warum Niko Kovac der ideale neue Bayern-Trainer wäre

München - Über die Anforderungen an den neuen Trainer des FC Bayern München besteht weitestgehend Einigkeit in der Führungsetage an der Säbener Straße. Ein deutscher beziehungsweise deutschsprachiger Coach soll es sein, möglichst Laptop- und Oldschool-Trainer in einer Person, also einer, der mehrere taktische Systeme in seiner Mannschaft etablieren kann und für den althergebrachte Werte wie Disziplin, Wille, Ordnung, Fleiß und Kampfkraft keine Fremdworte sind, schon allein deshalb, weil er selbst zahlreiche Fußballschlachten auf höchstem Niveau geschlagen hat. Er soll ein Händchen für Talente haben und eigene Kicker aus dem Nachwuchsleistungszentrum in die Startelf ebenso einbauen können wie hochbezahlte Superstars formen, führen, verhätscheln und zur Höchstleistung anstacheln.

Dies sind die Grundvoraussetzungen für den begehrten Platz auf der Trainerbank des Rekordmeisters - und am besten bringt der Neue auch gleich noch eine Portion Stallgeruch mit. Es ist bewährtes Prinzip an der Säbener Straße, ehemalige Spieler im Verein zu binden - denn sie bringen das Bayern-Gen mit und haben das Mia-san-mia im Blut.

Trainer beim FC Bayern: Die üblichen Verdächtigen sind Tuchel, Nagelsmann, Löw und Klopp

Gar nicht so einfach, jemanden zu finden, der diese Anforderungen alle erfüllt. Präsident Uli Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge hatten unisono verkündet, sich bei der Suche nach einem neuen Boss an der Seitenlinie Zeit zu lassen. Mit der Personalie Jupp Heynckes, dem aus dem Ruhestand zurückgekehrten Triple-Trainer, der seit seiner interimsmäßigen Amtsübernahme sieben Siege in sieben Spielen einfahren konnte und den leicht strauchelnden Branchenprimus wieder auf Kurs gebracht hat, ist den Bayern-Bossen ein erfolgsbringender Schachzug gelungen, der ihnen die Zeit gibt, „in aller Ruhe die Baustellen zu befrieden und ab 1. Juli den FC Bayern an einen neuen Trainer zu übergeben“, wie Hoeneß es ausdrückte.

Die Kandidaten, die für den anspruchsvollen Job in Frage kommen, sind überschaubar. Immer wieder werden vor allem Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann genannt. Während ersterer nicht erst seit seiner Trennung von Borussia Dortmund im vergangenen Sommer einen zweifelhaften Ruf als nicht sonderlich umgänglicher, etwas verkopfter Fußballlehrer genießt, trauen die meisten Experten dem erst 30-jährigen Nagelsmann den Sprung nach München noch nicht zu. Torwart-Legende Oliver Kahn beispielsweise fände es verfrüht, den Hoffenheimer Überflieger jetzt schon zu holen. Abwehrspieler Mats Hummels wäre im Fall einer Tuchel-Verpflichtung wohl nicht sonderlich erfreut  - bereits zu gemeinsamen Dortmunder Zeiten eckten die beiden das ein oder andere Mal miteinander an.

Mats Hummels (r.) und Thomas Tuchel waren nicht gerade ein Herz und eine Seele zu gemeinsamen BVB-Zeiten.

Daneben werden in der Verlosung auch häufiger die Namen von Bundestrainer Joachim Löw oder Liverpool-Coach Jürgen Klopp genannt. Allen vier möglichen Kandidaten fehlt aber die oben erwähnte eigene Erfahrung von Spielen auf höchstem Niveau, zudem verfügt keiner über eine FC-Bayern-Vergangenheit.

Niko Kovac als neuer Trainer des FC Bayern? Er erfüllt alle Anforderungen

Doch es gibt einen Trainer in der Bundesliga, der das genannte Stellenprofil perfekt erfüllt: Niko Kovac, seit März 2016 Trainer bei Eintracht Frankfurt. Der 46-Jährige rettete zunächst per Relegation die Hessen vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga. Danach, in seiner ersten kompletten Saison als Chef, legte der in Berlin geborene Kroate eine sensationelle Hinrunde hin: Die Eintracht schnupperte sogar am internationalen Geschäft, am Ende stand ein sicherer Mittelfeldplatz. Mit bescheidenen Mitteln holt Kovac aus der Eintracht das Maximale heraus, erreichte mit den Adlerträgern sogar das DFB-Pokalfinale.

Sein bevorzugtes taktisches System ist das 4-2-3-1, das auch der FC Bayern seit Jahren praktiziert. Doch Flexibilität ist Trumpf bei Kovac. Je nach Gegner und Spielsituation lässt er die Frankfurter auch mal mit Dreierkette oder sogar klassischem Libero verteidigen. Nicht wenige Beobachter erinnert der Fußballlehrer, der vor seinem Frankfurt-Engagement auch schon die kroatische Nationalmannschaft trainierte, mit seiner akribischen Arbeitsweise an Starcoach Pep Guardiola.

Kovac hat zahlreiche Verbindungspunkte mit dem FC Bayern

Als Spieler schnürte der überdurchschnittlich gute Mittelfeldakteur auch zwei Jahre für den FC Bayern die Fußballschuhe, FCB-Stallgeruch bringt er also mit. 2001 holte Kovac, der dank seiner strategischen und zweikampfbetonten Spielweise eine echte Führungsfigur auf dem Platz war, mit den Roten den Weltpokal, 2003 das Double aus Pokal und Meisterschaft. Hasan Salihamidzic, Bayerns Sportdirektor, war damals sein Mitspieler.

Niko (r.) und Robert Kovac gibt es nur als Doppel.

Und es gibt noch mehr Berührungspunkte mit dem Rekordmeister, die für die Verpflichtung von Kovac sprechen könnten. Bruder Robert, aktuell Co-Trainer bei der Eintracht, spielte ebenfalls beim FC Bayern, sogar zwei Jahre länger als Niko. Seine Frau und seine zwei Töchter wohnen nach wie vor in Salzburg, Kovac‘ letzter Station als Spieler, also nur knapp 150 Kilometer von München entfernt. Und Markus Hörwick, langjähriger Mediendirektor an der Säbener Straße, ist sein Berater in Medienfragen und Öffentlichkeitsarbeit. Auf Nachfrage unserer Onlineredaktion wollte sich Hörwick aber zu einer möglichen Zusammenarbeit zwischen Kovac und dem FC Bayern nicht äußern.

Neue FC-Bayern-Dienstwagen: Ein Star erstaunlich PS-bescheiden - ein anderer fährt Hybrid

Beim FCB-Auswärtsspiel in der Champions League bei Celtic Glasgow war Kovac als Experte bei Sky eingeladen. Im Vorfeld der Partie wurde auch über die Heynckes-Nachfolge gesprochen, Kovac hielt verbal auffällig den Ball flach. „Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, dass der Jupp im Sommer geht“, sagte er zum Beispiel, äußerte aber auch die Vermutung, dass der Nachfolger jemand aus der Bundesliga werden wird, „der die Mentalität kennt“. Gefragt, ob er selbst denn ein Anwärter sei, wehrte Kovac lachend ab: „Nein, nein. Niko Kovac ist weit weg. Ich bin in Frankfurt sehr glücklich.“ Doch was soll er auch anderes sagen in einer öffentlichen TV-Sendung, mit gültigem Vertrag bei der Eintracht bis 2019.

Bei der Eintracht sind sie sich bewusst, welches „Trainerjuwel“ sie da auf der Bank haben. Sportdirektor Bruno Hübner hat sich zu den aufkommenden Wechselspekulationen bereits vor einiger Zeit in der Frankfurter Rundschau geäußert: „Niko ist immer begehrt, das hat er sich durch gute Arbeit verdient. Aber ich glaube nicht, dass er sich damit beschäftigt.“

Das Angebot des österreichischen Fußballverbandes, neuer Nationalcoach der Alpenrepublik zu werden, hatte Kovac unlängst abgelehnt. Wegen der Eintracht, meint jedenfalls Hübner: „Das ist ein geiler Job. Aber Niko hat sofort gesagt, das kommt für mich nicht in Frage. Seine Mission bei der Eintracht ist noch lange nicht erfüllt.“

FC Bayern München: Winter-Transfergerüchte 2017/2018 und aktuelle News

Frankfurt-Vorstand Fredi Bobic  kennt die Begehrlichkeiten nach seinem Coach ebenfalls, sein Statement gegenüber der Frankfurter Rundschau klingt schon fast beschwörend: „Niko hat richtig Spaß an dieser Aufgabe hier, wir wollen zusammen etwas entwickeln. Niko fühlt sich wohl, er sieht, dass hier etwas entsteht. Er hat da richtig Lust drauf, und ich denke, er würde gerne länger in Frankfurt bleiben.“

Bleibt die Frage, ob Kovac nicht auch Lust hat, in seiner Karriere den nächsten Schritt zu gehen. Und ein Angebot des FC Bayern haben in der Vergangenheit noch nicht viele abgelehnt...

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