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Hat schon bald das Sagen beim FC Bayern: Oliver Kahn wird Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsboss nachfolgen.

Nicht jeder Ausnahmekönner würde da passen

Kahn verrät seine Transferstrategie beim FC Bayern: Darauf legt der künftige Boss bei neuen Stars wert 

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Beim FC Bayern ist nicht für jeden Star Platz - schon gar nicht, wenn Oliver Kahn in die Chefrolle schlüpfen wird. Der künftige Vorstandsboss umreißt seine Strategie bei Transfers.

  • Oliver Kahn soll in Zukunft als Vorstandsboss das Sagen beim FC Bayern haben.
  • Unter dem Ex-Keeper wird sich die Transferstrategie ändern.
  • Denn der Vize-Weltmeister von 2002 schaut nicht nur auf die Fähigkeiten am Ball.

München - Mia san mia! Das legendäre Vereinsmotto bestimmt seit jeher das Vorgehen beim FC Bayern*. Und Oliver Kahn hat sich in seiner Funktion als Vorstandsmitglied und künftiger Bayern-Boss fest vorgenommen, dieses Credo künftig auch als Maßstab bei Spielertransfers zu nehmen. „Um beim FC Bayern eine tragende Rolle zu spielen, müssen sowohl die sportlichen Fähigkeiten als auch die charakterlichen, mentalen Aspekte gut entwickelt sein“, sagte Kahn in einem Interview mit der Sport Bild und erklärte in diesem Zusammenhang: „Siegermentalität, Demut, Disziplin und Durchhaltevermögen gehören genauso zum Anforderungsprofil wie die sportliche Qualität des Spielers.“

Heißt im Klartext: Ausnahmekönnen alleine reicht künftig nicht mehr, um vom deutschen Rekordmeister* verpflichtet zu werden - das Mia-san-mia-Verständnis spielt eine noch entscheidendere Rolle. Zwar betreibt die Scouting-Abteilung unter der Regie von Sportdirektor Hasan Salihamidzic bereits jetzt eine Art soziales Scouting, doch das reicht Kahn wohl noch nicht aus. „Man braucht ein gutes Netzwerk, um zu erfahren, wie sich ein Spieler in der Kabine verhält, was er für ein familiäres Umfeld hat, wie professionell er seinem Beruf nachgeht“, erklärte Salihamidzic bereits im vergangenen Herbst.

FC Bayern: Scouts haben ein Auge auf die Social-Media-Kanäle potenzieller Zugänge

Die tz weiß: Die Scouts in der Profi- und Nachwuchsabteilung sind bereits angehalten, auch einen Blick darauf zu haben, wie sich ein Spieler beispielsweise verhält, wenn er ein Tor erzielt: Bedankt er sich beim Vorlagengeber oder zieht er beim Torjubel lieber alleine seine Show ab? Steigt ein Kicker konzentriert und fokussiert aus dem Bus aus oder posiert er für Fans und Fotografen? Die Spieler-Kanäle in den sozialen Medien werden ebenfalls danach durchforstet, ob die persönliche Darstellung dort Bayern-like ist oder zu viel mit Luxusklamotten, teuren Uhren und Sportwagen geprotzt wird?

Für den Titan ebenfalls wichtig: Wieder mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen! Kahn kündigt an, dass in Zukunft zwar auch europäische Top-Spieler im Bayern-Kader sein werden, „darüber hinaus ist es unser Ziel, immer wieder Nachwuchsspieler für die Profis des FC Bayern auszubilden, die das Potenzial haben, legitime Nachfolger von Spielern wie Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Thomas Müller, David Alaba oder Toni Kroos zu werden“.

Generell erwartet Kahn, dass der Transfermarkt sich durch die Corona-Krise* eher wieder beruhigt. „Die absoluten Top-Spieler werden auch weiterhin ihren Markt haben. Ob dieser sich allerdings weiterhin in bekannten extremen Größenordnungen bewegt, darf bezweifelt werden. Auch was die extremen Gehälter betrifft, wäre ein Abflachen die logische Folge“, prophezeit Kahn. Erst wenn das Transferfenster sich irgendwann wieder öffnen sollte, wird sich zeigen, ob der Titan recht hatte.

Eine Übersicht über den aktuellen Kader der Roten finden Sie hier*. Derweil gibt es Gerüchte über die Zukunft einer Bayern-Stars - wie Manuel Neuer oder David Alaba.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Manuel Bonke

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