Robert Lewandowski
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Robert Lewandowski (l.) jagt den Torrekord seines ehemaligen Mitspielers Claudio Pizarro.

Aktuell fehlen 55 Tore

Lewy jagt den Pizza-Rekord!

  • vonJosé Carlos Menzel López
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München - Mit insgesamt 135 Toren ist Robert Lewandowski aktuell 55 Tore von der Marke des besten ausländischen Knipsers in der Bundesliga-Geschichte entfernt: Claudio Pizarro. Schnappt sich der Pole den Peruaner noch?

Es sind noch 55 Tore. Klingt viel. Ist es auch. Bei einem Spieler, der in neun Minuten fünffach einnetzen kann, muss man jedoch andere Maßstäbe anwenden. Mit insgesamt 135 Toren ist Robert Lewandowski aktuell nämlich 55 Tore von der Marke des besten ausländischen Knipsers in der Bundesliga-Geschichte entfernt. Mit seinem Doppelpack beim 2:1-Sieg gegen Freiburg hat er schon mal den Zweitplatzierten Giovane Elber (133) hinter sich gelassen, Platz eins hat es aber in sich. Der Grund: Der Rekordhalter, der im Moment 190 Buden zählt, kickt noch. Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) sogar gegen die Bayern. Die Rede ist – natürlich – von Claudio Pizarro. Lewy jagt den Pizza-Rekord!

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Auch wenn er das freilich nicht zugeben würde. „Nein, gar nicht“, sagte der Pole im Gespräch mit dem Münchner Merkur auf die Frage, ob ihn der Rekord reizt. „Weil Claudio fast schon sein ganzes Leben in der Bundesliga spielt. Da muss ich ja wirklich noch sehr lange spielen. Auf so etwas schaue ich nicht.“ Zumal Lewandowski schon des Öfteren von ausländischen Top-Klubs ins Visier genommen wurde. Kein Wunder, dass sich der 28-Jährige trotz Vertrags bis 2021 nicht sicher ist, wie lange er beim FC Bayern und in der Bundesliga kickt. „Die Frage ist, wie lange ich so viele Tore schießen kann. Das weiß ich einfach nicht“, so Lewy, der aktuell seine siebte Spielzeit in Deutschlands höchster Liga absolviert.

Da kann Pizarro nur müde grinsen. Der Peruaner bestreitet im Moment seine 17. Saison (!) im deutschen Oberhaus, weshalb es umso erstaunlicher ist, dass Lewandowski ihm langsam, aber sicher auf die Pelle rückt. Und das gefällt dem Ex-Bayern gar nicht. „Nein!“, antwortet der 38 Jahre alte Werder-Torjäger auf die Frage, ob Lewandowski ihn denn in mittelnaher Zukunft einholen kann. Dann fügt er aber an: „Ich hoffe, er schafft das nicht. Aber er hat die Möglichkeit dazu, er ist ein sehr guter Spieler.“ Pizza zittert.

Chancen rechnet sich der Bremer gegen seine alte Liebe aber trotzdem aus. Große sogar. Trotz der Negativserie von zwölf Bundesligapleiten zuletzt, unter denen sich auch einige Klatschen wie das 0:6 aus dem Hinspiel finden, hält der Werderaner einen Sieg am Samstag für „sehr realistisch“. Das letzte Mal waren die Bremer 2008 siegreich. Ein 5:2 in der Allianz Arena. „Wir hatten eine sehr gute Mannschaft. Die Situation ist jetzt eine andere.“ Worte, die noch realistischer klingen.

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Lewandowski ist das alles ziemlich schnuppe. Der Knipser der Münchner hat in der laufenden Saison bereits 22 Mal eingenetzt. Als Nächstes klingelt es am besten im Weserstadion. Und was, wenn nicht? Auch nicht so schlimm, wie der Pole erklärt. „Er (Carlo Ancelotti, d. Red.) ist ein Trainer, der weiß, wie wichtig die Stümerposition für die Mannschaft ist. Das heißt, dass er weiß: Meine Tore können der ganzen Mannschaft helfen, ihr zum Beispiel Selbstvertrauen geben, wenn ein Spiel lange offen war“, so Lewandowski. Und weiter: „Wenn wir nur gut spielen, das reicht ja nicht. Für einen Sieg brauchst du Tore. Ich arbeite für die ganze Mannschaft und wenn ich keine Tore schieße, bin ich genauso froh, wenn es ein anderer macht.“

Nur nicht Pizarro! Am Samstag feiert der Peruaner gleich doppeltes Wiedersehen: mit den Ex-Kollegen des FCB. Und seinem ehemaligen Trainer. Während der Vorbereitung auf die Saison 09/10 kickte er noch bei Ancelottis Chelsea, wurde dann aber wieder zu Werder transferiert. „Wir hatten mal ein sehr gutes Gespräch. Er ist sehr intelligent“, erinnert sich Pizza an die Zeit mit Carlo. „Und ein guter Trainer.“

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