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Interne Notfall-Lösung beim FC Bayern: Plan Z für die Lewandowski-Nachfolge?

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Von: Alexander Kaindl

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Robert Lewandowski wird den FC Bayern München wohl verlassen. Wer könnte ihn ersetzen? Falls alle Stricke reißen, gibt es noch eine interne Notfall-Lösung.

München - Robert Lewandowski wird den FC Bayern München verlassen. So ist der aktuelle Stand bei der meistdiskutierten Personalie des Rekordmeisters. Die Frage ist: Wann wechselt der Superstürmer? Lewandowskis Vertrag ist noch bis zum 30. Juni 2023 gültig, aktuell gibt es also zwei Optionen: Entweder verkaufen die Bayern den Polen noch in diesem Sommer oder er verlässt den Verein ein Jahr später ablösefrei. Eine Verlängerung scheint momentan gänzlich ausgeschlossen, Berater Pini Zahavi sagte jüngst: „Für Robert Lewandowski ist der FC Bayern Geschichte.

Robert Lewandowski
Geboren: 21. August 1988 (Alter 33 Jahre), Warschau, Polen
Größe: 1,85 m
Verein: FC Bayern München
Vertrag bis: 2023

Robert Lewandowski: Abschied vom FC Bayern München scheint unausweichlich

Bleibt die Frage: Wie ersetzen die Münchner ihre Torgarantie? Derzeit werden viele passende Mittelstürmer-Alternativen diskutiert, die größten Chancen sehen die Bosse wohl bei Stuttgarts Sasa Kalajdzic. Der großgewachsene Österreicher soll dem Vernehmen nach schon für 20 Millionen Euro zu haben sein, sein Können hat Kalajdzic in den vergangenen VfB-Jahren etliche Male unter Beweis gestellt. Er wäre im Vergleich zu Leverkusens Patrik Schick oder Benfica Lissabons Darwin Nunez auch die erheblich günstigere Alternative als Nachfolger von Robert Lewandowski.

Momentan spricht viel für Kalajdzic, offenbar wollen die Bayern sogar noch einen zweiten Stürmer verpflichten, um einen möglichen Lewandowski-Abgang abzufangen. Nach tz-Informationen wünscht sich Nagelsmann noch einen weiteren Dribbler für die Flügel-Positionen.

Nachfolger von Robert Lewandowski: FC Bayern hätte noch eine interne Notfall-Lösung

Und falls doch alles komplett schiefgeht und der Rekordmeister (alle Titel des FC Bayern in der Übersicht) am Ende ohne Lewandowski und einen passenden Ersatz da stehen? Dass es so weit kommt, ist äußerst unwahrscheinlich - aber: Selbst dann hätten die Bayern noch Sturm-Optionen, die bislang noch gar nicht diskutiert wurden.

Denn mit Thomas Müller und Serge Gnabry haben die Münchner zwei Spieler im Kader, die die klassische Position des Mittelstürmers bereits gespielt haben. Gnabry soll zuletzt unzufrieden mit seiner Rolle beim FCB gewesen sein, er wünschte sich eine zentralere Rolle. Als Mittelstürmer würde er diese bekommen.

Robert Lewandowski nach dem Champions-League-Viertelfinalrückspiel des Bayern München gegen Villarreal
Robert Lewandowski steht beim FC Barcelona hoch im Kurs. © Sven Hoppe/dpa

Thomas Müller oder Serge Gnabry als neue Mittelstürmer beim FC Bayern München?

Laut transfermarkt.de hat Gnabry in seiner Vereins-Karriere acht Spiele als nomineller Mittelstürmer bestritten - das ist natürlich so gut wie nichts. Beim FC Arsenal, Werder Bremen, 1899 Hoffenheim und den Bayern gelangen ihm dabei sieben Tore und zwei Assists. In der deutschen Nationalmannschaft kam der gebürtige Stuttgarter dagegen häufiger im Sturmzentrum zum Einsatz: Beim DFB sammelte Gnabry seit 2018 18 Mittelstürmer-Einsätze in den verschiedensten Wettbewerben. Die Bilanz: neun Tore und vier Vorlagen.

Müller hat laut transfermarkt.de 46 Einsätze als Bayern-Mittelstürmer auf dem Buckel. 20 Tore und 14 Assists sprangen dabei heraus. Vor allem 2014 lief der „Raumdeuter“ als Nummer Neun auf - natürlich auf seine eigene Art und Weise interpretiert. Vier seiner fünf WM-Tore erzielte Müller als nomineller Mittelstürmer der deutschen Nationalmannschaft. 15 Mal spielte Müller insgesamt im deutschen Sturmzentrum, acht Tore und zwei Vorlagen waren das Resultat.

Lewandowski-Nachfolger beim FC Bayern München: Interne Lösung als absoluter Notfall-Plan

Bei einem klassischen 4-2-3-1, das die Münchner zuletzt wieder häufiger gespielt haben, könnte die offensive Flügelzange aus Kingsley Coman und Leroy Sané bestehen. Müller oder Gnabry könnten ins Sturmzentrum rücken. Jamal Musiala, dem Nagelsmann gerne noch mehr Spielzeit geben würde, wäre eine Startelf-Alternative auf der Zehn. Mit Eric Maxim Choupo-Moting und Leih-Rückkehrer Joshua Zirkzee hätten die Bayern dann noch weitere Offensiv-Optionen auf der Bank.

Natürlich ist das nicht der Plan A der Bayern-Verantwortlichen und wahrscheinlich auch nicht Plan B, C oder D, wie Vorstandsboss Oliver Kahn die aktuelle Situation jüngst umschrieb. Viel eher ist es ein Plan Z. Aber falls Lewandowski geht und die Roten tatsächlich einen Transfer-Korb nach dem anderen sammeln würden, hätten sie zumindest noch eine absolute Notlösung aus den eigenen Reihen. Falls Gnabry nicht auch noch wechseln möchte. (akl)

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