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Das FC-Bayern-Büro in Shanghai.

Vielversprechende Talente

Nächster Star aus Fernost? FC Bayern mit konkreten China-Plänen

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Der FC Bayern hat den Fußball in China im Blick. Der Münchner Club ist an dem Aufschwung dort mitbeteiligt. 

  • Der FC Bayern München hat China im Visier.
  • Münchner Scouts suchen in Fernost nach interessanten Talenten
  • In China (1,4 Milliarden Einwohner) hat der Club schon Fußballschulen.

München - Alphonso Davies ist das beste Beispiel: Das 19-jährige Juwel, das gerade zur Allzweckwaffe des FC Bayern wird, entdeckten die Münchner Scouts im kanadischen Vancouver. Die Zeiten, in denen sich der Rekordmeister ausschließlich in Europa nach neuen Talenten umschaute, sind lange vorbei. Besonders intensiv beschäftigt sich der FCB mit der Entwicklung des chinesischen Fußballs. Die tz erklärt die bayerische Offensive in Fernost.

Vor rund vier Jahren eröffneten die Roten ihr Büro in Shanghai, Rouven Kasper (37) leitet die Niederlassung von Beginn an. Im Interview mit der Spielerberatungsagentur Apertura Sports, die u. a. den Ex-Bayern Wooyeong Jeong berät, erklärt Kasper: „China ist mit 1,4 Milliarden Einwohnern sehr bevölkerungsstark. Andererseits haben wir uns gefragt, wo wir den Fußball gut entwickeln und mitentwickeln können. Da gibt es in China eine enorme Motivation – und auch eine politische Ansage.“

Staatspräsident Xi Jinping ist großer Fußballfan

Rouven Kasper (37) leitet das Büro des FC Bayern in Shanghai seit dessen Eröffnung im Sommer 2016.

Was Kasper meint: Staatspräsident Xi Jinping ist großer Fußballfan und -förderer. Er holte die neue Klub-WM ab 2021 in sein Land und will China im nächsten Schritt zum Ausrichter einer WM machen. Gut möglich, dass es 2030 oder 2034 so weit ist. Unter Jinping wurde Fußball in der Volksrepublik außerdem zu einem Pflichtfach in den Schulen. „Und wer weiß, dass hier im Moment Hunderttausende bis Millionen von Jungs anfangen, Fußball zu spielen, der weiß auch, dass Schritt für Schritt Passion reinkommt und mehr Qualität in der Ausbildung“, sagt Kasper.

„Im besten Fall finden wir den neuen Thomas Müller von China.“

Teil dieses Aufschwungs ist auch der FC Bayern. Der Klub betreibt bzw. baut Fußballschulen in den Städten Qingdao, Shenzhen und Taiyuan. Dort werden lokale Sportlehrer und Trainer von FCB-Kräften ausgebildet, zudem trägt der Rekordmeister im Reich der Mitte regelmäßige Jugendturniere aus. Die besten chinesischen Nachwuchsfußballer dürfen anschließend zu einem Weltfinale nach München reisen. Kasper meint: „Im besten Fall finden wir den neuen Thomas Müller von China.“

Das bayerische Scouting in Fernost soll laut des Geschäftsführers „richtige Rohdiamanten“ zutage fördern, die noch gar nicht in Klubmannschaften aktiv sind. Dafür kooperiert der deutsche Rekordmeister sogar mit dem chinesischen Bildungsministerium. Vor Ort haben Kaspers Mitarbeiter auch ein Netzwerk aufgebaut, das die FCB-Späher immer wieder mit Tipps zu interessanten Talenten versorgt. „Von denen haben wir schon zwei, drei mal nach München geholt“, erzählt der 37-Jährige und sagt ganz ehrlich: „Das ist alles noch in den Kinderschuhen. Wir sind für ein Land wie China noch nicht ansatzweise perfekt aufgestellt – aber wir sind schon mal da. Wir fahren hier eine langfristige Strategie. Für uns ist wichtig, ob in den nächsten fünf bis 15 Jahren etwas passiert.“

Wacker und Aiwanger legten 2019 den Grundstein für die Fußballschule in Shenzhen.

FC Bayern will in ganz Asien Kontakte knüpfen

Das Büro in Shanghai eröffnet dem Verein von der Säbener Straße zugleich Möglichkeiten in ganz Asien. Jörg Wacker, Vorstand für Internationalisierung und Strategie, erklärte im tz-Interview: „Von dort aus haben wir die Möglichkeit, auch in den umliegenden Regionen Kontakte zu knüpfen, und das machen wir auch.“ So betreibt der FCB*auch in Japan, Singapur, Südkorea und Thailand Fußballschulen – auf der Suche nach dem nächsten Thomas Müller oder Alphonso Davies. 

Jonas Austermann

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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