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Streit um Klausel

Ticketverkauf beim FC Bayern: Rekordmeister wird verklagt - Gericht fällt Urteil

Ärger um den Ticketverkauf beim FC Bayern München: Wegen der gängigen Praxis wird jetzt gegen die Aktiengesellschaft geklagt. Das Gericht hat nun entschieden.

  • Der FC Bayern München belegt seine Tickets mit einer Klausel.
  • Gegen diese Praxis klagt nun ein professioneller Tickethändler.
  • Das Oberlandesgericht nimmt den Fall auf - und hat nun ein Urteil gefällt.

Update vom 12. Dezember: Der FC Bayern hat im Streit um seinen Ticketverkauf für Fußballspiele in der Allianz Arena einen klaren juristischen Sieg errungen. In der mündlichen Verhandlung am Donnerstag wies der zuständige Richter die vom Klägervertreter eingebrachten Anträge als unbegründet ab. Der Anwalt aus Regensburg nahm anschließend seine Berufung zurück, der Streitwert der Berufungsverhandlung wurde auf 100.000 Euro festgelegt. Der Kläger muss die entstandenen Kosten des Verfahrens tragen.

Im konkreten Fall hat sich der 29. Senat mit dem Fall eines professionellen Tickethändlers befasst, der gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister Unterlassungsansprüche geltend gemacht und sich gegen eine Entscheidung des Landgerichts München I gewendet hatte.

Währenddessen wurde bekannt, dass Sky ab 2021 keine Champions-League-Spiele mehr zeigt. Kommentator Wolff-Christoph Fuss zeigte sich dennoch äußerst glücklich - und knutschend - in der Allianz Arena. Bei Kingsley Coman, der sich in der CL gegen Tottenham verletzt hatte, gibt es nun eine Diagnose.

Ticketverkauf beim FC Bayern: Rekordmeister wird wegen Klausel verklagt

Erstmeldung vom 11. Dezember: München - In München befasst sich das Oberlandesgericht mit der Praxis des FC Bayern beim Ticketverkauf für Fußballspiele in der Allianz Arena. Der 29. Senat greift am Donnerstag (10.45 Uhr) in einer mündlichen Verhandlung den Fall eines professionellen Tickethändlers auf, der gegen den deutschen Rekordmeister Unterlassungsansprüche geltend macht.

Ticketverkauf beim FC Bayern: Händler klagt gegen Einschränkung

Die für den Profibereich zuständige FC Bayern AG beschränkt in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die Weitergabe von verkauften Tickets. Unter anderem geht es dem Verein darum, aus Sicherheitsgründen kontrollieren zu wollen, wer die Tickets erwirbt, um zum Beispiel rivalisierende Fangruppen zu trennen.

Der Kläger sieht sein Geschäft dadurch aber behindert. Der professionelle Tickethändler erwirbt unter anderem Tickets des FC Bayern von Dritten und verkauft sie gewinnbringend weiter. Die AGB-Klauseln des Vereins würden aber in bestimmten Fällen die Sperrung der Eintrittskarten vorsehen, was im konkreten Fall von 2016 einem Ticketinhaber auch widerfahren sei.

Das Landgericht München I hatte die Klage als unbegründet abgewiesen. Gegen diese Entscheidung wendet sich der Tickethändler nun.

Weiterverkauf von Tickets: Zweithändler häufig in der Kritik

Der Weiterverkauf von Tickets birgt viel Streitpotenzial. Bestes Beispiel für anhaltenden Ärger ist Großhändler Viagogo, der zur WM 2018 sogar vom Weltverband FIFA ein Verkaufsverbot auferlegt bekam. Das Online-Portal ist wiederholt in die Kritik geraten, Eintrittskarten für Fußballspiele, Konzerte und andere Großveranstaltungen wurden dort zu meist überteuerten Preisen weiterverkauft. In der Bundesliga führte das dazu, dass viele Vereine die weiterverkauften Karten schlicht überhaupt nicht mehr akzeptierten, auch zum Schutz der Fans. Vor allem die Anhänger von Schalke 04 können eine Lied davon singen, wie Viagogo die Preise in die Höhe treiben kann. Einst waren die Tickets für die Veltins-Arena nur beim Online-Händler zu erstehen, für die Fans ein „ViaNoGo“.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Tobias Hase

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